(Tafel 12).
Die Heimat des Zimtbaumes ist Ceylon (Cinnamomum ceylanicum). Der Baum
wird bis 10 m hoch; die Äste sind knotig und stehen fast wagerecht, die
Rinde graubraun, innen gelblichrot. Fast alle Teile des Baumes sind dem
Menschen nützlich: Aus den Wurzeln kann Kampfer gewonnen werden, das
Holz wird in der Tischlerei verwendet, die Blätter und Blüten liefern
ein Parfüm, die Wurzelschößlinge Spazierstöcke; das wichtigste ist aber
die Rinde: sie gibt uns das bekannte Gewürz. Zur Gewinnung der Rinde
werden die Bäume im Alter von 3-4 Jahren etwa 10-15 cm über dem Boden
abgeschnitten; die Rinde wird dann vom Stamm geschält, getrocknet,
zubereitet und in alle Welt verschickt. Die abgeschnittenen Baumstümpfe
treiben neue Schößlinge, die in 1-1/2 bis 2 Jahren wieder geschnitten
werden können. So bleibt der Baum eine Reihe von Jahren hindurch
tragfähig.
Die größten Zimtkulturen hat Ceylon. Von hier wird fast der gesamte
Zimtbedarf der Erde gedeckt. Die Ausfuhr Ceylons betrug 1896 über drei
Millionen Pfund.
In Deutsch-Ostafrika und Kamerun hat man Anbauversuche mit Zimtbäumen
gemacht. Diese gedeihen gut, haben aber bis jetzt keine nennenswerten
Erträge gebracht.
[Illustration: Tafel 12.
Zimt (_Cinnamomum ceylanicum_).
a) Zweig, 1/5 nat. Gr.
b) Zweigstück mit abgeschälter Rinde, 4/5 nat. Gr.
c) „Zimtstange”, d. i. getrocknete Rinde, 4/5 nat. Gr.]