~a.~ +Kometen+: 186. Ein Komet bedeutet Krieg, Theuerung, überhaupt
Unglück (allg.).
~b.~ +Nordlichter+: 187. Ein Nordlicht bedeutet Krieg (Zwickau).
~c.~ +Sternschnuppen+: * 188. Wenn eine Sternschnuppe fällt, wird eine
Seele aus der Hölle erlöst (Annaberg), vgl. 449. Bei diesem aus der
katholischen Zeit stammenden Aberglauben ist wohl die Hölle für das
Fegefeuer substituirt.
~d.~ +Regen+: 189. Wenn es der Braut in den Kranz regnet, ist die Ehe
gesegnet (allg.), denn der Regen ist eine Gabe Donar’s. Vgl. 508. --
† 190. Andere halten es für ersprießlich, wenn es am Tage vor der
Hochzeit (Lößnitz), oder beim Gang in die Kirche, während die Sonne
scheint, regnet (Schneeberg). -- * 191. Wenn es bei einem Umzuge
regnet, werden die Leute reich (Lauter), vgl. 23, 144, 151 u. 152.
~e.~ +Nebel+: 192. Ist am Trauungstage nebeliges Wetter, so folgt
Krankheit in der Ehe (Saida), vgl. 508. Nach +Wuttke+ § 39 hält man
es in Lauenburg dagegen für ein glückliches Zeichen, wenn es in den
Brautkranz nebelt oder schneit.
~f.~ +Wind+: * 193. Kommt beim Säen der Wind von Morgen, so entsteht
Unkraut, von Mittag Disteln, von Mitternacht gute Ernte (Schneeberg),
vgl. 468. -- † 194. Wenn der Wind recht summt, so hat sich Jemand
erhängt (Raschau), vgl. Wuttke § 391: „Der Teufel fährt mit der Seele
des Erhängten im Sturme davon (Schlesien, Lausitz, Mark, Schwaben).“ --
* 195. Wenn am Trauungstage der Wind stark weht, so wird das Paar arm
(Saida), vgl. 21, 24 u. 508.
Vgl. noch: +Witterung+ 20, 85. +Schnee und Frost+ 22, 109, 128.
+Sternbilder+ 172 ff. +Mond+ 179.