Meine Expedition in Awang in den Toradja-Landen.]

Nach Überschreiten des Salu Múa kamen wir bald zum Walde von Awang.

Was für ein Genuß ist es doch, nach langer Wanderung durch gänzlich

entwaldete Landesteile wieder einmal hohen, dichten Urwald zu

betreten! Das Waldgebirge von Awang steigt zu bedeutenden Erhebungen

an. Es bildet eine zwar langgestreckte, aber schmale, wasser- und

schluchtenreiche Urwaldzone, die dank ihrer Beschaffenheit bisher allen

Attacken waldverheerender Brände erfolgreich widerstanden hat. In den

fast gänzlich entwaldeten Toradja-Landen ist der Wald von Awang als

eine Oase in der Wüste zu bezeichnen. Wir passierten den Waldgürtel

in einer reichlichen Stunde; dann traten wir wieder auf die offene,

stark kupierte Lalang-Hochebene hinaus. Von dieser Seite aus konnten

wir das halbkreisförmige Awang-Gebirge in seiner ganzen Ausdehnung

sehen. Hier scholl uns ein Knallen und Knattern entgegen, und dichte

Rauchschwaden wälzten sich über den Weg. Die Steppe war in Brand

geraten! Knisternd züngelten die Flammen durch das hohe Rohr, und da

und dort zuckten Flammengarben aus dem qualmenden Grau. Wir mußten eine

beträchtliche Strecke mitten hindurch. Bei starkem Winde wäre das nicht

ganz ungefährlich gewesen; heut bedeutete es nur die Unannehmlichkeit,

im Laufschritt etwa 10 Minuten Weges zurücklegen zu müssen. Besonders

die barfüßigen Träger vollführten recht possierliche Sprünge auf dem

erhitzten Boden. Sengen und Brennen ist des Toradja Lust! war man

versucht, beim traurigen Anblicke der geschwärzten Flächen auszurufen.

Gegen 1 Uhr mittags gelangten wir in das sternförmige Awang-Tal. Die

zahlreich vorgeschobenen Ausläufer der Hochebene, die es umfriedeten,

trugen auf ihrem Rücken je ein Eingeborenendorf. Die Talsohle

selbst war völlig dem Reisbau dienstbar gemacht. Auf einem vom Mólu

umflossenen Hügel, ziemlich in der Mitte der Niederung, lag die Station

Awang. Sie bestand wie die früher besuchten Biwakplätze lediglich

aus einigen leerstehenden Baracken. -- Mitten auf einem Reisfelde

baumelte eine aus Palmenholz geschnitzte Vogelfigur, anscheinend eine

Scheuche zum Schutze gegen die legionenweise auftretenden Reisfinken.

Ich wünschte, das Stück meinen Sammlungen einzuverleiben, und schickte

einen der Kulis hin, es mir zu holen. Willig erstieg derselbe die

niedrige Böschung, prallte jedoch, oben angelangt, sofort zurück. Er

hatte am Rande des Feldes schräg in den Boden gesteckte Bambuspfeile

bemerkt, durch welche dieses auf allen Seiten geschützt war. Diese

Bambuspfeile besagten, daß das Reisfeld vom Eigentümer für »pomáli«

erklärt war, und nun durfte es kein Mensch betreten, ohne sich der

Rache der Reisgötter auszusetzen. Da half denn auch kein weiteres

Zureden. Diese einfache Zeichensprache (surat malayu) wird allgemein

streng respektiert, und als ich sah, mit welcher Scheu meine Leute das

Feld betrachteten, verzichtete ich auf das Objekt.

[Illustration: 147. Toradja aus Awang.]

Auf einem hohen, durch die Sawas geführten Damm erreichten wir die

rund 900 m hoch gelegene Station Awang. Während des Nachmittags kamen

viele Toradja aus den umliegenden Dörfern, und ich vermochte meine

Sammlungen abermals um manch gutes Stück zu bereichern. Das Beste

darunter dürfte ein schön bemalter, leicht ausgebauchter Holzschild

gewesen sein, dessen Erwerb mir viele Freude machte. Es war dies der

einzige Holzschild, den ich in den Toradja-Landen zu sehen bekam (s.

Fig. 129). -- Ein Mann brachte ein junges Anoa (Anoa depressicornis)

zum Verkauf auf die Station, das aus dem Walde von Awang stammte. Das

muntere niedliche Tier sollte 15 Gulden kosten; doch hätte ich es nie

über das Herz gebracht, es töten zu lassen. Solche jungen Gemsbüffel

halten sich nur sehr kurze Zeit in der Gefangenschaft. Alt gefangene

Anoas sind außerordentlich bösartig, verweigern jede Nahrungsaufnahme

und gehen gleichfalls bald ein.

+Awang-Tóndong+, den 6. Oktober.

Wir wollten heut das große Toradjadorf Tóndong, den am weitesten

westlich gelegenen Punkt meiner Reisen in den Toradja-Landen,

erreichen. Kurz nach 6 Uhr morgens verließen wir die Station Awang, um

über ausgedehnte Talflächen hinweg der sich im Hintergrunde erhebenden

Hochebene zuzustreben. Das ganze Mólu-Tal präsentierte sich als ein

von zackigen Randgebirgen fast kreisrund umschlossenes Becken, das

mit seinen Tausenden kleiner Reisbeete einem riesigen Schachbrette

glich. Wir gelangten ziemlich trockenen Fußes über diese Reisfelderzone

hinweg, die für die hiesige Ornis ein gesegnetes Gefilde sein mußte;

denn es wimmelte geradezu von Bekassinen, Enten, Reihern und Marabus,

sowie großen Flügen laut kreischender Schwalben, entzückend gefärbter

Bienenfresser und vielen Raubvögeln. Über den Mólu-Fluß hinweg

verließen wir das Awang-Tal durch eine Lücke in der Bergumrahmung und

gelangten nun in das ähnlich beschaffene, aber engere Bámba-Tal. Hinter

diesem nahm das besiedelte Gebiet ein Ende, und der steile Berg Tondok

gigi stieg vor uns auf, nach dessen Bewältigung uns wieder die rauhe

Poesie weiter Steppenflächen umgab.

Eine interessante Reminiscenz an die jüngste Vergangenheit des Landes

bildete die kriegsgeschichtlich berühmte Barúbu-Linie, welche wir zu

passieren hatten. Sie besteht aus einem sich durch die ganze Ausdehnung

des Hochplateaus stundenweit hinziehenden 320 m tiefen Erdriß, dessen

Sohle der Barúbu-Fluß völlig ausfüllt. Diese Schlucht hat auf beiden

Seiten außerordentlich steile Wände, und man mußte völlig schwindelfrei

sein, um von der Höhe glücklich hinabzugelangen. Der knapp fußbreite

Steig führte auf losem Geröll in scharfen Zickzacklinien die Schlucht

hinunter. Ein Holzsteg über dem Flusse verband die beiden Uferwände,

worauf es drüben wieder ebenso steil in die Höhe ging. Diese früher

unpassierbare Klamm hatten die verbündeten Toradja im letzten Kriege

auf der Westseite durch Verschanzungen verstärkt und fühlten sich hier

vollkommen sicher. Als die von Osten gekommenen Holländer das Hindernis

umgingen und im Rücken des feindlichen Heeres Truppen anrücken ließen,

räumten die ungeübten Toradja-Krieger kampflos das Feld und baten um

Frieden, der bald darauf geschlossen wurde.

[Illustration: 148. Blick auf das Bámba- und Mólu-Tal.]

Nach einer ca. 6stündigen Wanderung waren wir am Rande der Hochebene

angelangt, und die grünen Fluren des Fürstentums Tóndong lachten uns

entgegen. Noch einmal reihte sich ein Hinab und Hinauf an die Kette der

unaufhörlichen Terrainwellen. Dann landeten wir wohlbehalten in dem

schönen, mit hohem Bambuswalle umgebenen Hauptdorfe Tóndong.

Über die Landschaft Tóndong herrschte der Paríngin Tandebúa. Dieser,

ein noch junger Mann, erwartete uns schon mit seinem Stabe vor dem

Fremdenhause, einem kleinen, aus 2 Kammern bestehenden Ataphüttchen.

Das Militär und die Träger bezogen im Freien ein aus mitgeführtem

Material errichtetes Lager. Der Paríngin Tandebúa machte auf mich einen

wenig sympathischen Eindruck. Aus seinem Gesichtsausdruck sprach ein

Gemisch von Hochmut und Verschlagenheit, und sein uns gegenüber an den

Tag gelegtes unterwürfiges Benehmen vermochte an diesem Gefühl nicht

das geringste zu ändern, verstärkte vielmehr in mir das Empfinden,

daß diesem Menschen nicht zu trauen sei. Schon sein Vater war einer

der erbittertsten Feinde der Holländer gewesen, und sein Sohn und

Nachfolger machte mit seinen Ergebenheits-Beteuerungen wohl nur aus

der Not eine Tugend. Als er erfuhr, worauf es mir bei meinem Besuche

hauptsächlich ankäme, bat er diensteifrig um die Erlaubnis, sich

entfernen zu dürfen, angeblich um sofort Boten nach den verschiedenen

Ortschaften abzusenden. Diese wurde ihm gutgläubig erteilt, und er

verabschiedete sich eilends. Erst die Ereignisse des Tages machten

uns klar, daß dies nur ein Vorwand gewesen war, um auf glimpfliche

Art von uns loszukommen, und daß ihm unsere Ankunft recht ungelegen

gekommen war. Wie wir zufällig hörten, wurde nämlich heut bei einem ca.

¾ Stunden entfernten Dorfe eines der selten stattfindenden Totenfeste

gefeiert, an dem sich die ganze Umgegend beteiligte, und wobei die

Anwesenheit des Fürsten unerläßlich war. Tandebúa, der uns dies aus

unbekannten Gründen sorgfältig verschwiegen hatte, brannte darauf, von

uns entlassen zu werden, um sich dorthin zu begeben. Zweifellos wollte

man uns von der Totenfeier fernhalten.

[Illustration: 149. Weg durch die 320 m tiefe Barúbu-Schlucht.]

Wir verdankten die Kunde von dem Feste einem verliebten

Toradja-Mädchen, das mit einem unserer Soldaten ein

Freundschaftsbündnis auf Sicht eingegangen war und diesem davon erzählt

hatte. Ihr Galan war intelligent genug vorauszusetzen, daß uns

dieses seltene Schauspiel interessieren würde, und meldete es seinem

Hauptmann, woraufhin wir uns unverzüglich auf den Weg machten, um dem

Feste ungebeten beizuwohnen. Die unvorsichtige Jungfrau wurde sehr

gegen ihren Willen zur Führerin gepreßt und brachte uns auch richtig

in die Nähe des mit Fahnen und langen weißen Wimpeln geschmückten

Festplatzes, um dann plötzlich zu entwischen und uns unserem Schicksale

zu überlassen.

[Illustration: 150. Toradja-Weberin.]

Ehe ich nun zur Schilderung der Totenfeier übergehe, möchte ich

einige Mitteilungen über die merkwürdigen Gebräuche des Totenkultus

der Toradja vorausschicken, so weit sie mir auf Grund sorgfältiger

Erkundigungen bekannt wurden.

Stirbt der Hausvater einer Toradja-Familie, so versammeln sich

sämtliche Angehörige jammernd und wehklagend um sein Lager. Nach

eingetretenem Tode zieht man ihm die Kleider aus und läßt ihm nur

die Schmucksachen am Körper. Alsdann wird die Leiche mit Wasser

besprengt, worauf man sie mit weißem Linnen umwickelt in einen aus

einer Stammhälfte gearbeiteten fugenlosen, kahnförmigen Sarg legt. In

diesem vorerst noch offenen und deckellosen Sarge wird der Tote in

einem abgesonderten Raume des Wohnhauses niedergesetzt und verbleibt

hier ungeachtet des entsetzlichen Leichengeruches so lange, bis

jeder Geruch geschwunden ist. Das sich im Anfange der Maceration

ansammelnde Leichenwasser wird von den Hinterbliebenen täglich

sorgfältig ausgeschöpft und in Bambusbehältern aufbewahrt, um bei der

Überführung der Leiche ins Felsengrab mit beigesetzt zu werden. Ist im

Laufe der Zeit der Leichnam trocken geworden, so wird er aus dem Sarge

herausgenommen. Die verfaulten Linnenreste werden sorgsam entfernt,

und der Tote wird aufs neue in gestreckter Haltung, fest mit neuen

weißen Tüchern umhüllt, in den Sarg zurückgelegt, der nun erst mit der

dazu gehörigen, genau passenden zweiten Stammhälfte verschlossen und

mit Harz gedichtet wird. Der auf solche Weise luftdicht geschlossene

Sarg bleibt nun im Sterbehause stehen, bis die Familie die bedeutenden

Kosten aufgebracht hat, die mit der Feier eines Totenfestes und der

Überführung in die Felsengruft verbunden sind. Das kann Wochen, Monate

und selbst Jahre dauern. Sind die Vorbereitungen endlich soweit

gediehen, daß an die Abhaltung des Totenfestes gedacht werden kann,

so bestimmt der Paríngin den hierfür geeigneten Tag. Die Veranstalter

der Feier wählen nun zunächst einen ihnen passend erscheinenden Hügel,

der als Festplatz hergerichtet wird. Hier möchte ich einschalten, daß

an anderen Lokalitäten, z. B. im Rantepáo-Tale, nicht wie in Tóndong

willkürlich wechselnde, sondern stets dieselben Örtlichkeiten zur

Abhaltung von Totenfeiern benutzt werden. In diesem Falle findet man

auf den Festplätzen (simbuang) gewöhnlich Steinblöcke aufgerichtet (wie

früher erwähnt), die entweder ringförmig oder doppelreihig angeordnet

stehen. An diesen Steinen werden die Opferbüffel festgebunden. In

Tóndong benutzte man hierzu Holzpfosten.

Am frühen Morgen des Tages vor dem Totenfeste wird der Sarg mit der

Leiche nach dem bereits zur Feier geschmückten Platze übergeführt.

Hierzu bedient man sich einer Tragbahre (sarigan), die mit einem

besonders schönen Tuche (gaséda) behängt ist. Die männlichen Glieder

der Familie tragen den auf die Bahre gestellten Sarg (rapásan),

sämtliche andere Angehörigen folgen dem Zuge. In dem für den Toten

besonders errichteten Häuschen wird der mit dem Gaséda bedeckte Sarg

auf einer vorspringenden Plattform niedergesetzt. In dem niederen Raume

dahinter haben die Witwe und die Kinder Platz zu nehmen, um hier in

fürchterlicher Enge auszuharren, bis die anderen Tages stattfindende

Feier vorbei ist. Gleichzeitig mit der Überführung der Leiche wird auch

die einen bösen Geist symbolisierende Totenwache (tau-tau) direkt unter

dem Sarge aufgestellt, damit der gefürchtete Dewáta sieht, daß an den

ihm gebührenden Ehrungen nichts fehlt, und die Feier ohne Ungemach und

Störung zu Ende geführt werden kann. Hierauf erfolgt am nächsten Morgen

der angenehmere Teil des Totenfestes, bei dem von Trauer kaum die Rede

ist.

Am dritten Tage erst schreitet man dann zur endgültigen Beisetzung des

Sarges in der Felsengruft, ohne jedes weitere Ceremoniell. Durch die

männlichen Familienmitglieder zum Liang gebracht, wird der Sarg dort

auf Bambusleitern hochgezogen und in der Gruft auf den Boden oder,

da es sich gewöhnlich um ein Familiengrab handelt, auf oder über den

bereits vorhandenen Särgen niedergesetzt. Das Leichenwasser, alle

Schmucksachen und Kleider, nicht aber die Waffen -- ein besonders

interessantes Moment -- werden dem Toten mitgegeben, desgleichen sein

Hut, sowie ein Kopfkissen. Die ehrfürchtige Scheu der Toradja vor den

Liang ist ungeheuer groß, und ein Unbefugter, der es wagen würde, ein

solches Felsengrab zu betreten, würde dies nach der festen Überzeugung

der Eingeborenen sofort mit dem Leben zu büßen haben. Die Beraubung von

Liang gilt als das schwerste Vergehen, das der Strafkodex der Toradja

kennt, und wird unter allen Umständen mit dem Tode geahndet. Bei der

außerordentlichen Scheu der Eingeborenen vor diesen Grüften werden

Einbrüche in dieselben wohl stets von Fremden verübt worden sein. Die

Sühnung solcher Verbrechen geschieht durch Ertränken, wobei der Frevler

mit an den Körper hochgeschnürten Knien ins Wasser hinabgestoßen wird.

Eine Trauerkleidung ist bei den Toradja nicht Gesetz; doch ist es

üblich, daß die allernächsten weiblichen Angehörigen sich in schwarze

Tücher hüllen und das Haupt mit einer schwarz befransten Kapuze

bedecken. Speziell dieses letztere erregte mein Interesse, da ich in

Brit. Nord-Borneo genau ebensolche Kapuzen fand, nur dunkelblau statt

schwarz, die dort von den Dusun-Frauen als Sonnenschutz getragen

wurden. Mit vieler Mühe und Not und nur auf persönliche Verwendung

des Paríngin hin konnte ich ein einziges Exemplar der Trauerkapuze

erhalten. Der Verkauf dieser »pásen« genannten Kopfbedeckung

widerspricht eben nach dem Empfinden der Leute der guten Sitte. Auch

werden die Kapuzen während der Trauerzeit nicht abgelegt, und da sie

nur von Fall zu Fall angefertigt werden, ist nicht sofort Ersatz zu

beschaffen.

Wie schon bemerkt, bleibt es dem freien Entschlusse der Frauen

überlassen, ob sie Trauerkleidung anlegen wollen. Haben sie sich

aber einmal dazu entschlossen, dann wird auch mit äußerster Strenge

auf die genaueste Befolgung der sich hieran knüpfenden Vorschriften

geachtet. So darf eine derart ihre Trauer öffentlich bekundende Frau

vom Todestage an bis zur endgültigen Beisetzung der Leiche keinerlei

gekochte Speise mehr genießen, sondern hat sich ausschließlich von

rohen Feldfrüchten zu ernähren. Da schwere Dysenterie fast stets die

Folge der ungewohnten Ernährungsweise ist, so wurde dieser Brauch

neuerlich vom Gouvernement streng verboten.

Ich komme nun zurück auf das während unserer Anwesenheit stattgehabte

Totenfest. Unser Erscheinen erregte außerordentliches Aufsehen, und das

laute Treiben verstummte wie mit einem Schlage. Aller Augen waren auf

uns gerichtet, als sich uns der Paríngin mit allen Anzeichen größter

Verlegenheit näherte, um uns zu begrüßen. Wir schüttelten ihm völlig

unbefangen die Hand und erklärten, nur durch Zufall hierher gekommen zu

sein, bäten nun aber, hier bleiben zu dürfen, um dem Feste eine Weile

zuzusehen. Derartig überrumpelt, gab unser Freund seine Zustimmung, und

nachdem auch die übrigen vornehmen Toradja herbeigekommen waren, uns zu

bewillkommnen, führte uns der Paríngin selbst auf dem Festplatze umher,

um uns die nötigen Erklärungen zu geben. Auf unsere Bitte gab nun der

Fürst das Zeichen zur Fortsetzung des unterbrochenen Festes, worauf

sich anscheinend niemand mehr um uns bekümmerte.

Es war ein fascinierendes Bild, das sich jetzt vor unsern Augen

entrollte, und ich schätze mich heut noch glücklich, -- wahrscheinlich

als erster Europäer -- diesem interessantesten aller Toradjafeste

beigewohnt zu haben (s. Taf. IX).

[Illustration:

Tafel IX.

Unter Kopfjägern in Central-Celebes · 第 21 / 63 题