I.

Eine Taufe. -- Frau Rat Goethe. -- Voltaire in strengem Arrest zu

Frankfurt am Main; seine Perücke. -- Der erste Luftschiffer in

Deutschland. -- Sonderbarer Zwischenfall. -- Blanchard werden

fürstliche Ehrenbezeigungen zuteil.

Denselben Tag und zur selben Stunde, als die Kanonen bei der Erstürmung

der Bastille zu Paris donnerten, nämlich den 14. Juli 1789, kam in der

ehemaligen freien Reichsstadt des seligen heiligen römischen Reichs, von

dem schwer zu ermitteln, was heilig und was römisch an ihm war, zu

Frankfurt am Main, in einem in der alten Fahrgasse gelegenen Haus, zum

goldnen Schiff genannt, ein Knäblein zur Welt, dessen Vater, Johann

Nikolaus Fröhlich, ein wohlhabender Handelsmann und Bürger dieser Stadt

war.

Zehn Tage nach dieser Begebenheit gewahrte man in einer langen, grünen,

braungetäfelten Stube dieses Hauses einen dreieckigen, mit schneeweißem,

mit kostbarer Spitzenarbeit versehenem Linnen gedeckten Tisch. Auf

demselben stand ein sehr kunstreich gearbeitetes silbernes und

vergoldetes Taufbecken zwischen zwei wohlduftenden japanischen

Blumenvasen und vier schwere silberne Armleuchter von getriebener

Arbeit, das Patengeschenk für den Neugeborenen. Um diesen so

geschmückten, eine Art Altar repräsentierenden Tisch stand in einem

Halbkreis eine hochachtbare Gesellschaft ganz honetter Spießbürger aus

den angesehensten Familien der alten Reichsstadt samt ihren Frauen. Alle

waren in stattliche Galakleider von Sammet und Seide, im Geschmack jener

Zeit gestickt, gekleidet, die Herren trugen prächtige Perücken mit

stattlichen Haarbeuteln und die Frauen hochgetürmte, sehr künstliche

Haargebäude auf ihren Häuptern und waren trotz der heißen Jahreszeit in

steifen, schweren Damast gehüllt. All diese respektablen Personen hatten

sich hier eingefunden, um der Taufe des jungen Christen beizuwohnen, der

während der ganzen Dauer der heiligen Handlung gleich einem Neuntöter

schrie.

Unter denen, welche diesen feierlichen Akt mit ihrer Gegenwart beehrten,

befand sich auch ein Herr Weller mit seiner Gattin, ein

Achtundvierzigstteil der damaligen Frankfurter Souveränität, das heißt,

er war als Schöffe Mitglied des aus achtundvierzig Personen bestehenden

und Hochwohlgebornen, Gestrengen, Fest- und Hochgelahrten, Hoch- und

Wohlweisen, auch Wohlfürsichtigen, insonders Großgünstigen,

Hochgebietenden und Hochzuverehrenden betitelten Magistrats[1]. Dieser

gewichtige Mann war der Pate und Großpapa des zu taufenden Kindes.

Außer ihm waren noch zugegen: der Stadtkommandant und Generalissimus des

aus vier- bis fünfhundert Mann bestehenden freireichsstädtischen Heeres,

nämlich der Herr Oberst Schulter nebst Gattin und Schwägerin, von denen

die erste die Tante und die zweite die Mutter Goethes, die Frau Rat

Goethe, waren. Letztere war eine etwas stolze und mitunter hochfahrende

Dame, welche nicht versäumte, bei Gelegenheit anzubringen, daß der

Verfasser Werthers und Götz von Berlichingens ihr leiblicher Sohn sei.

Indessen war ihr Herz und Geist nicht abzusprechen, und ihre

vertrauteren Freunde behaupteten, daß sie auch Gemüt und Gutmütigkeit

besitze. Ferner befand sich noch ein Herr Fahrtrapp, Wellers Schwager,

ein reicher, gelehrter Buchhändler und Antiquarius, holländischen

Ursprungs, ein geniales Original, in dieser ehrenwerten Gesellschaft.

Dieser Mann hatte große Verbindungen und Gelegenheit gehabt, Voltaire

kennen zu lernen, als dieser in Frankfurt auf Befehl Friedrichs II. in

Gewahrsam gehalten und bei dieser Gelegenheit von einigen Gaunern

daselbst mißhandelt und geprellt wurde. Der Antiquar war ein

wissenschaftlich gebildeter und geistreicher Mann, wenn auch, gleich

allen Sterblichen, mit einigen Schwachheiten begabt. Er hatte die Gnade

gehabt, während Karls VII. gezwungenen Aufenthalts zu Frankfurt am Main,

als dieser unglückliche Kaiser trotz dem Beistand, den ihm Ludwig XV.

von Frankreich leistete, seine Staaten hatte verlassen müssen, denselben

unangemeldet durch eine geheime Hintertreppe in seinem Kabinett

aufsuchen zu dürfen, was er dem Umstand verdankte, daß er dem Kaiser

mehrmals hochwichtige Nachrichten hinterbracht hatte, ehe noch die

diplomatischen Spürnasen Sr. Majestät eine Ahnung von denselben gehabt

und die der Buchhändler vermittelst seiner weitverbreiteten Verbindungen

in Erfahrung gebracht. Auch wollte ihn der Kaiser zum Edelmann und Baron

stempeln, was sich Franz Fahrtrapp jedoch verbat und, für die hohe Gnade

dankend, Sr. Majestät antwortete: Ich mag ein leidlicher Antiquarius und

passabler Buchhändler sein, würde aber allem Anschein nach nur ein

mittelmäßiger Baron und ein sehr schlechter Höfling werden, deshalb

geruhen Allerhöchstdieselben mich in _statu quo_ zu lassen, -- und damit

hatte es auch sein Bewenden. Dagegen hatte Herr Fahrtrapp die

Schwachheit, daß, eine Meinung oder Tatsache behauptend, er häufig

hinzusetzte: »so dachte auch mein Freund Voltaire,« oder »ich hab' es

vom Kaiser Karl selbst!«

[Fußnote 1: Dies war der Titel, der damals dem Frankfurter Senat gegeben

werden mußte.]

Von den übrigen mehr oder minder bedeutenden Taufgästen führe ich nur

noch eine wunderschöne junge Frau an, die sich Madame Scholze nannte,

die Schwester des Herrn vom Haus und die Gattin eines Millionärs aus der

Hansestadt Bremen war, der in der Nähe von Worms ein schönes Gut,

Niedesheim genannt, besaß, wohin ihm die Ankunft des Neugebornen

vermittelst einer Stafette und blasendem Postillon gemeldet und die

Einladung zur Taufe durch einen Freund der Familie, Herrn Rasor aus

Worms, ebenfalls ein Taufgast, zugekommen war.

Als endlich der hochwürdige Pastor Stark in seinem

protestantisch-geistlichen Kostüm mit breitem Lutherkragen, wie sie zu

jener Zeit die lutherischen Pfarrherrn in Frankfurt trugen, die

Taufhandlung beendigt hatte, übergab er den kleinen Schreihals dem

Paten, und dieser überreichte ihn der Wartfrau Greifenstein mit den

Worten: »Wohlan, junger Weltbürger, suche deinen Weg in dieser Welt voll

Eitelkeit zu machen; es scheint, du bist mit einer guten Lunge begabt,

dies ist schon etwas, du kannst es einmal bis zum Stadtamtmann, wohl gar

zum einjährig wohlregierenden und gestrengen Bürgermeister in unserer

guten Republik bringen.«

Nach beendigter Zeremonie empfahl sich der Pastor, nachdem er sich noch

durch ein paar Gläser Malaga erquickt hatte. Die übrige Gesellschaft,

von seiner etwas genierenden Hochwürden befreit, überließ sich nun

ungestört den Genüssen, welche ihr die Freigebigkeit des Herrn vom Hause

und Vaters des Getauften, Herrn Fröhlich, bereitet hatte. Perlender

Niersteiner und uralter Hochheimer Dompräsenz wurden reichlich kredenzt,

sowie flüssige und kompakte Süßigkeiten für die Damen.

Man war eben im Zug, sich so recht _en_ Gevatter zu vergnügen, als die

Frau Oberstin und Stadtkommandantin plötzlich ausrief: »Ach, mein Herr

Jesus, wir sind ja zu dreizehn!«

»Hast du mich nicht erschreckt,« sagte Frau Rat Goethe etwas ärgerlich

zu ihrer Schwester.

»Und was ist's denn weiter? Wir haben ja zu essen und zu trinken für

mehr als dreißig,« sagte der Antiquarius, Goethes Tante ein Glas

hundertjährigen Hochheimer präsentierend, und setzte hinzu: »Auf Ihre

Gesundheit, Frau Gevatterin!«

»Wir wissen schon lange, daß Sie ein arger Freigeist sind, Herr

Fahrtrapp,« erwiderte die Oberstin, das dargebotene Glas ausschlagend,

»aber wer weiß, was noch aus Ihnen dereinst werden wird.«

»Was aus uns allen, Frau Gevatterin; die Substanz meines Leibes

verspeisen meine Urenkel vielleicht einmal in einem saftigen

Hammelbraten oder gar in einem Spanferkel, und meine Seele -- je nun,

ein großer Bösewicht bin ich nie gewesen, so wird sich wohl auch noch

für diese ein Plätzchen im Elysium finden.«

»Aber um Himmelswillen, Herr Bruder,« fiel nun Schöffe Weller dem

Sprecher in die Rede, »laß doch dies bei einem Tauffest so unpassende

Gesalbader.«

»Gerade bei einer Taufe möchte es am passendsten sein, denn jeder

Neugeborne ist doch nur ein Kandidat des Todes. Doch das beiseite, muß

ich selbst gestehen, daß es mir eines Tages bei einem Mahl, bei dem wir

zu dreizehn waren, gewaltig unbehaglich wurde.«

»Wieso?« fragte Herr Scholze.

»Aha, Herr Freigeist, jetzt kömmt's,« sagte die Stadtkommandantin.

»Ja, jetzt kömmt's,« fuhr der Antiquar fort, »denn es war kaum für

sieben zu essen da, und Sie werden mir allerseits eingestehen, daß dies

eine große Fatalität ist. Es war bei dem seligen Senator Brenner.«

»Aber wie zum Henker kamen Sie dazu, bei diesem Filz zu speisen?« fragte

der Oberst Schulter, »diesem wahrhaften Hieronymus Knicker, dem größten

Geizhals auf hundert Meilen in der Runde. Der hat mir nie ein Glas Wein

angeboten, so oft ich auch in Kriegszeugamtsangelegenheiten zu ihm kam

und ...«

»Aber mit all dem Gerede sind wir noch immer zu dreizehn,« unterbrach

Frau Schulter ihren Mann halb im Zorn.

»Ja, wenn du uns verlassen wolltest, wären wir gerade noch ein Dutzend,

mein Schatz,« erwiderte der Oberst seiner Ehehälfte.

»Um Himmelswillen nicht, Frau Oberstin,« rief der Antiquar, »wer zuerst

weggeht, stirbt auch zuerst.«

Die Oberstin war indessen von ihrem Stuhl aufgestanden und hatte bis zur

Hälfte den Weg zur Zimmertür zurückgelegt, unschlüssig, was sie tun

sollte; endlich wandte sie sich an Frau Scholze und bat diese, sich mit

ihr zugleich zu entfernen.

»Leiden Sie das nicht, Herr Scholze,« sagte Herr Fahrtrapp, »sonst

verlieren Sie Ihre schöne Frau, die dann in Kompagnie mit der Oberstin

stirbt.«

»Herr Rasor, Herr Fahrtrapp, ich hoffe, daß Sie so galant sind, mich zu

begleiten.«

»Oh, daß ich ein Narr wäre,« antwortete der letztere, »die Galanterie

gegen die Damen geht nicht bis zum Tod. Wenden Sie sich doch an Ihren

Herrn Gemahl, dann haben Sie auch das Vergnügen, als Ehepaar das

Himmelreich zusammen zu betreten.«

»Nun, Kaspar, so komm, wir wollen gehen.«

»Mit nichten, liebes Weib, und am allerwenigsten, wenn ich bei altem

Hochheimer sitze, möchte ich diesen im Stich lassen, um in den -- Tod zu

gehen. Sei keine Närrin und setze dich wieder zu uns.«

Frau Schulter suchte noch einige andere Personen zu bewegen, sich mit

ihr zu entfernen, aber zu ihrem großen Verdruß spielten alle die

Gefühllosen und die Tauben, namentlich auch die Frau Rat Goethe, welche

endlich zu ihrer Schwester sagte:

»Schäme dich doch, die Tante meines Wolfgangs, und so abergläubisch; du

machst der ganzen Familie Schande.«

Die Oberstin nahm endlich mit einem süßsauern Gesicht ihren Platz wieder

ein.

»Dein Wolfgang, geh mir nur mit dem, das ist mir auch der Rechte, der

glaubt an keinen Gott und an keinen Teufel mehr, an dem werden wir noch

schöne Dinge erleben.«

»Frau Schwester, das verbitte ich mir, sein Werther hat die ganze Welt

entzückt und gerührt und mehr Tränen vergießen machen, als ... als ...«

»Als Wein in allen Kellern Frankfurts ist,« fiel der Oberst ein.

»Das wollte ich gerade nicht sagen,« fuhr die Frau Rat fort, »aber

Werther, Götz von Berlichingen und Clavigo haben ihm in ganz Deutschland

einen Namen gemacht, wenn man in Frankfurt auch diese Werke nicht nach

Verdienst zu schätzen weiß[2]. Kein Prophet gilt in seinem Vaterland,

und am wenigsten in unserer freien Reichsstadt, da kennt man keinen

andern Klang als Batzengeklimper und höchstens den der Posthörner, wenn

sie Passagiere verkünden. Aber die Nachwelt, die Nachwelt wird noch

erkennen, was ich ihr für ein Geschenk mit meinem Wolfgang gemacht, und

wenn wir lange nicht mehr sind, wird Frankfurt stolz auf meinen Sohn

sein!«

[Fußnote 2: Man vergesse nicht, daß Frau Rat Goethe im Jahr 1789

spricht.]

»Mag sein,« sagte der Antiquar, »wünsche Glück dazu, aber was nützt es

mir, daß der Schornstein vom Bratendampf raucht, wenn ich nicht mehr

genießen kann.«

»Eigne Schuld, Herr Fahrtrapp, hatte Ihnen mein Sohn den Werther nicht

zu Verlag angeboten?«

»Ich befasse mich nicht mit so sentimentalen Produkten.«

»Aufrichtig, lieber Herr Fahrtrapp, wenn Sie gewußt hätten, was diese

Sentimentalität einbringt, Sie würden ihr gewiß die Ehre Ihres Verlags

erwiesen haben.«

»Um Vergebung, nein, aber wäre es sein Götz gewesen, den mir Ihr Herr

Sohn angeboten, dann würde ich sogleich mit beiden Händen zugegriffen

haben.«

»Bei seiner letzten Anwesenheit las mir der Wolfgang einige Stellen aus

einem Manuskript, Faust betitelt, vor,« sagte die Frau Rat, »da hätten

Sie hören sollen, welcher Gedankenflug des menschlichen Geistes, welche

sublimen Ideen ... und diesen Geist habe ich geboren.«

»Halt's Maul, Schwester, mit Respekt vor der ehrbaren Gesellschaft, da

hast du einen saubern Geist geboren! Er hat seinem Oheim, meinem Mann,

auch ein Stück von diesem Faust vorgelesen, das ist ein sündhaftes,

gottloses Werk, das mich aus der Stube getrieben hat; wenn er das

drucken läßt, dann soll er nicht mehr sagen, daß ich seine Tante bin,

ich müßte mich zu Tode schämen; unsern lieben Herrgott läßt er darin

eine Unterredung mit dem Teufel haben, gerade wie wenn er wie unsereins

wäre; ist das nicht himmelschreiend? Ich würde mich zu Tode grämen, wenn

ich so einen gottlosen Sohn hätte. Unsern Herrgott mit allerlei

Lumpengesindel, Komödianten, Hexen, Dichtern und andern Hanswursten in

einer Komödie auftreten zu lassen! bewahre mich unser Heiland. Aber das

ist die Folge eurer freigeisterischen Erziehung. Schon als Kind hat der

Wolfgang immer mit Puppenspielen und dem gottlosen Komödienwesen zu tun

gehabt, da haben sie den Jungen in der Messe in die Marionetten gehen

lassen, und da hat er den Faust und all das Unwesen gelernt und

abgeguckt; wie oft habe ich dir nicht gesagt, daß du dies nicht dulden

solltest, es würde nimmer etwas Gutes daraus entstehen, und nun haben

wir die Bescherung.«

»Nimm mir's nicht übel, liebe Schwester, aber allen Respekt vor der

Gesellschaft, du bist eine alberne Gans. Was kann man auch anders von

Leuten erwarten, die sich fürchten, zu dreizehn an einem Tische zu

sitzen. Übrigens begreife ich gar nicht, wie sich so fromme und gläubige

Seelen wie du vor dem Tod fürchten können, da ihnen doch das Himmelreich

mit all seinen Freuden gewiß ist; sie sollten sich im Gegenteil freuen,

dieses irdische Qualtal je eher je lieber zu verlassen, um baldmöglichst

der himmlischen Glückseligkeit teilhaftig zu werden; ihre Todesfurcht

und ihr Glaube sind schwer zu erklärende Widersprüche, der letztere muß

eben nicht sehr kapitelfest sein.«

»Ja, wenn die geheimen Sünden nicht wären,« versetzte mit einem

boshaften Seitenblick Herr Fahrtrapp. »Doch lassen wir das, die Frau

Oberstin muß sich nun schon drein geben, zu dreizehn zu bleiben, wenn

sie nicht zuerst sterben will, und wenn es ans Weggehen kömmt, will ich

ihr auch den Gefallen tun, zuerst zur Türe hinauszugehen, sollte ich

auch zuerst abfahren müssen. Einstweilen wollen wir aber noch wacker auf

die Gesundheit des neuen Christen trinken.«

»Sehr verbunden, lieber Oheim,« erwiderte Herr Fröhlich.

»Und du wirst uns mit einigen Schnurren unterhalten, damit wir die

fatalen dreizehn vergessen,« sprach Schöffe Weller zu seinem Schwager.

»Mit Vergnügen,« versetzte der Antiquarius.

Unterdessen war die Wartfrau Greifenstein wieder in das Zimmer getreten,

und Frau Schulter hatte sie gepackt und ließ sie nicht mehr weg, indem

sie sagte, sie wolle selbst von Zeit zu Zeit nach der Wöchnerin und

ihrem Kind sehen und diese versorgen. Der guten Frau war ein großer

Stein vom Herzen gefallen, denn sie waren ja nun zu vierzehn.

Nachdem Herr Fahrtrapp nochmals den großen silbernen Taufpokal mit

Hochheimer gefüllt, auf das Wohl des Hausherrn und seines Erstgebornen

getrunken, ihn dann in der Reihe hatte herumgehen lassen, sprach er mit

erhobener Stimme: »Damals, als Herr François Arouet von Voltaire in

unsern Mauern ...«

»Nichts von Voltaire, Herr Fahrtrapp, nichts von Voltaire,« riefen

mehrere Stimmen zugleich, »diese Geschichte haben wir schon zur Genüge

gehört.«

»Tut nichts, Sie können sie immer noch einmal hören,« erwiderte der

Antiquarius etwas unwillig.

»Und ich kenne sie noch gar nicht,« sagte Herr Scholze, der Bremer

Millionär, »was hat es denn für eine Bewandtnis damit?«

»Ach, es ist eben nicht viel daran,« murmelte Herr Weller.

»Was, nicht viel daran? Ei, dich soll ja ... ja, wärest du nicht mein

lieber Schwager, so ... Voltaire, und nicht viel daran! Weißt du, daß

alles, was Voltaire berührt, groß ist?«

»Dann mußt du freilich auch ein großer Mann sein,« erwiderte Herr

Weller, »da auch du in Berührung mit ihm gekommen bist.«

»Keinen unzeitigen Spaß, Herr Schöffe, ich weiß recht gut, daß euern

hochobrigkeitlichen Ohren die Geschichte nicht allzu wohl klingt, und

zwar aus sehr handgreiflichen Ursachen; aber da kehre ich mich nicht

daran, darum hören Sie, Herr Scholze, ich will Ihnen mit zwei Worten

sagen, was an der Sache ist. Als Herr von Voltaire auf Befehl des großen

Friedrich gezwungen ward, wohlbewacht in unserer kaiserlichen freien

Reichsstadt unfrei zu verweilen, hatte ich Gelegenheit, diesem damals

verfolgten großen Genie einige kleine Dienste zu erweisen. Die hiesigen

Behörden hatten sich, mit Gunst, Herr Schwager Schöffe, eben nicht zum

ehrenvollsten bei dieser Gelegenheit benommen. Es war im Monat Juni des

Jahres 1753, als der selige Buchhändler Van Düren vom Herrn von

Voltaire, der wegen einem Manuskript Friedrichs des Großen auf dessen

Verlangen in Frankfurt festgehalten und von zwölf Soldaten unserer

achtbaren Miliz bewacht wurde, hundert Dukaten in Gold für ein anderes

Manuskript von diesem König, das den Titel >Antimacchiavell< führte und

er auf Voltaires Veranlassung gedruckt hatte, forderte. Der in jenem

Jahr wohlregierende Bürgermeister Fichard ließ mich rufen, um mein

Gutachten in dieser verdrießlichen Sache zu hören. Nachdem ich mich

genau von allen Umständen unterrichtet hatte, fiel dasselbe dahin aus,

daß Van Düren höchstens zwanzig Dukaten in Anspruch nehmen könne, und

Herr von Voltaire hatte es mir zu verdanken, wenn er mit dieser geringen

Summe und einigen Plackereien, denen die Fremden häufig bei uns

ausgesetzt sind, davon kam[3]. Bei dieser Gelegenheit hatte ich öfters

Unterredungen mit diesem großen Manne und wurde dadurch instand gesetzt,

ihn gehörig zu würdigen, auch entsinne ich mich noch jedes Wortes, das

zwischen uns gewechselt wurde, und besonders, was er über unsere

Regierung äußerte, was ich mich aber wohl hüten werde zu wiederholen, um

die etwas empfindlichen Ohren unserer hohen Obrigkeit nicht zu

beleidigen.«

Bei diesen Worten warf der Sprecher einen Blick auf den Schöffen und

fuhr fort:

»Was mich anbetrifft, so zeigte sich der große Mann ungemein erkenntlich

für die geringen Dienste, die ich ihm geleistet hatte, und bei der

letzten Unterredung, die ich mit ihm gehabt, sagte er, mich vertraulich

auf die Schultern klopfend:

>Mein werter Freund, Sie haben großes Unrecht, in einer Stadt zu

bleiben, wo man Ihre Verdienste so wenig zu würdigen versteht; an Ihrer

Stelle würde ich dieses Land verlassen und mich in der Hauptstadt der

zivilisierten Welt, zu Paris, niederlassen, dort ist das Feld für Männer

Ihres Schlages, und wenn ich Ihnen daselbst nützlich sein kann, so

dürfen Sie nur über mich gebieten, mit Vergnügen würde ich für Sie tun,

was in meiner Macht steht.<

[Fußnote 3: Voltaire selbst erzählt die ihn betreffenden Frankfurter

Vorfälle ganz ähnlich, nur etwas zugespitzter.]

Ich bemerkte jedoch dem großen Geist, daß meine Geschäfte eine solche

Ortsveränderung nicht zuließen, dankte für das gütige Anerbieten und

sagte ihm, daß, wenn für den kleinen Dienst, den ich so glücklich war

ihm erweisen zu können, er mir eine andere Gunst erzeigen wolle, mich

dies überaus glücklich machen würde.

>Und was wünschen Sie, lieber Fahrtrapp, sprechen Sie, wenn es in meinen

Kräften steht, mit Vergnügen ... Was ist's?<

>Mein Begehren wird Ihnen ein wenig sonderbar vorkommen, aber Kaiser

Karl VII. hat mich auf gleiche Weise für einige ihm erwiesene Dienste

belohnt.<

>Nun, so reden Sie.<

>Ich mag es kaum.<

>Wagen Sie immerhin.<

>Sehen Sie, Herr von Voltaire, ich wünschte ein kleines Andenken von

Ihnen zu besitzen, das mich zeitlebens daran erinnerte, das Glück gehabt

zu haben, Ihre Bekanntschaft zu machen.<

>Sehr gerne, Herr Fahrtrapp, ist Ihnen vielleicht mit einer meiner

Dosen, einer Uhr, einem Ring gedient, Sie dürfen nur sprechen ...<

>Nichts von allen dem, ich bin viel bescheidener, unbescheidener wollte

ich sagen.<

>Nun, endlich heraus damit, was wünschen Sie?<

>Eine -- eine Ihrer Perücken, eine von denen, die Sie schon oft

getragen.<

>Seltsame Grille! Doch es sei Ihnen gewährt,< antwortete das Genie mit

einem etwas faunartigen Lächeln.

>Tausend Dank, wertester Herr von Voltaire, ich werde das kostbare

Geschenk höchst in Ehren zu halten wissen und mein Haupt nur bei den

allerhöchsten Feiertagen, wie bei einer kaiserlichen Krönung oder dem

Begräbnis eines wohlregierenden Bürgermeisters oder dem Leichenschmaus

eines bürgerlichen Fähnrichs damit schmücken. Außerdem wird das teure

Andenken in meinem wohlverwahrten Schrank von Ebenholz auf demselben

Perückenstock ruhen, den schon eine kaiserliche Perücke ziert, die ich

ebenfalls das Glück habe zu besitzen.<

>Wie, Sie sind im Besitz einer kaiserlichen Perücke?<

>Freilich, der Monarch verehrte sie mir noch an dem Tage vor seiner

Abreise.<

Um der Sache ein Ende zu machen, meine Herren, ich war so glücklich, das

gewünschte Andenken aus Voltaires eigenen Händen zu empfangen, es ist

eine der schönsten Perücken, die ich je gesehen, von einem der ersten

Pariser Haarkünstler verfertigt. Erst dreimal habe ich mich damit

geschmückt, einmal bei der Krönung unsers Kaisers Joseph II. im Jahr

1764, das zweitemal vor vier Jahren, als der weltberühmte Blanchard auf

unserer Bornheimer Heide die erste Luftschiffahrt in Deutschland machte,

und endlich heute zu Ehren des nun Getauften: sehen Sie, das ist sie.«

Herr Fahrtrapp nahm nun die Perücke von seinem Kopfe und ließ sie der

Reihe nach von den Anwesenden bewundern. Als sie alle gehörig und nach

allen Seiten betrachtet hatten, nahm sie der Besitzer wieder zu sich und

setzte sie sich selbst auf das platt geschorene Haupt, indem er sprach:

»Aber bei Blanchards Luftfahrt wäre ich beinahe um diese kostbare

Reliquie gekommen.«

»Wieso, Herr Fahrtrapp?« fragte Herr Scholze.

»Bei diesem noch nie gesehenen Schauspiel, das aber an dem dazu

bestimmten Tage aus besonderen Ursachen, die Sie sogleich hören werden,

nicht stattfinden konnte ...«

»Höre, Bruder,« fiel ihm Weller in die Rede, »mache keine so lange Brühe

um diese ebenfalls schon hundertmal erzählte Geschichte, oder erlaube

mir, daß ich sie den Herren in wenig Worten mitteile.«

»Nach Belieben, mein hochweiser, großgünstiger, auch wohlfürsichtiger et

cetera Herr Schöffe.«

»Gut, also hören Sie,« begann nun Weller. »Den siebenundzwanzigsten

September siebzehnhundertfünfundachtzig, an dem Blanchard Deutschland

mit dem noch nie gesehenen Schauspiel einer Luftschiffahrt erfreuen

wollte, hatte sich eine unzählige Menge Menschen aus allen Winkeln und

Enden des deutschen Reiches nebst vielen Standespersonen in und um

Frankfurt eingefunden, so daß in der ganzen Stadt in keinem Gasthof und

in keinem Privathaus ein Unterkommen mehr zu finden war. Nur mit Mühe

hatten wir uns, mein Schwager und ich nebst unsern Frauen, Plätze im

ersten Rang des mit Brettern vernagelten Rondels zu einer Karolin in

Gold den Platz verschaffen können, der zweite Rang wurde mit einem

Dukaten und der dritte mit einem halben Dukaten bezahlt. Trotz dieser

hohen Preise waren alle Plätze schon mehrere Stunden vor der zum

Aufsteigen bestimmten Zeit besetzt, und außerhalb dieses Raumes harrten

wohl über zweihunderttausend Zuschauer des nie gesehenen Schauspiels.

Endlich war alles zur Auffahrt bereit; da wollte der Erbprinz von

Hessen-Darmstadt durchaus und trotz allem Widerreden seiner hohen

Anverwandten die halsbrechende Fahrt mitmachen. Schon hatte er neben

Blanchard nebst noch einem Herrn in dem verhängnisvollen Schiffchen

Platz genommen und eben sollte der Ballon abgeschnitten werden, um sich

zu erheben, als ein pfeifenartiges Sausen dicht an dem linken Ohr meines

erschrockenen Schwagers vorbeistrich, und in demselben Augenblick

erhielt der Ballon auch ein Loch, aus welchem das Gas entströmte, er

schrumpfte allmählich zusammen und fiel endlich nieder. Blanchard selbst

war über diesen Vorfall so erschrocken, daß er die Sprache samt dem Kopf

verloren zu haben schien, und die Zuschauer, besonders die

nichtzahlenden außerhalb der Rotunde, gerieten in großen Aufruhr und

wurden fast wütend, sie glaubten, man habe sie nur foppen wollen und zum

besten gehabt. Ich sah den Augenblick kommen, wo man den armen

Luftschiffer in Stücke reißen würde. Nur durch die unerhörtesten

Anstrengungen einiger angesehenen Personen gelang es, ihn der Wut des

Pöbels zu entziehen. Der Fürst von Nassau-Weilburg nahm ihn in seinen

Wagen, der durch eine starke militärische Bedeckung geschützt wurde, und

brachte ihn so mit heiler Haut in sein Quartier im Gasthof zum goldnen

Löwen zurück.

War Blanchard durch diesen Unfall sehr ergriffen, so war es mein werter

Schwager nicht minder, denn stellen Sie sich vor, daß, als man, alle

Zucht und Ordnung beiseite setzend, die bretternen Schranken niederriß

und in das Sanktissimum einstürmte, auch er von einem panischen

Schrecken ergriffen, gleich den andern in der allgemeinen Flucht mit

fortgerissen, niedergeworfen und mit Füßen getreten wurde, und als es

ihm nach vielen vergeblichen Anstrengungen gelang, sich wieder zu

erheben, siehe, da war er hut- und perückenlos. Sie können sich nun

seinen Schmerz vorstellen, als er den nicht mehr zu ersetzenden Verlust

dieses Kleinods wahrnahm. Den kommenden Tag ließ mein Schwager durch

Trommelschlag bekannt machen, daß derjenige, der ihm seine Perücke

wiederbringen würde, eine Belohnung von fünfzig Dukaten in Gold erhalten

solle, und noch ehe sich der Tag neigte, brachte ihm ein ehrlicher

Fleischer gegen Empfang der Dukaten, die er diesem unter Freudentränen

einhändigte, den unersetzlichen Haarschatz, wenn auch etwas übel

zugerichtet. Dies, meine Herren, der Hergang dieser merkwürdigen

Begebenheit.«

»Aber wie endigte es mit Blanchard?« fragte Herr Schulze.

»Dieser kündigte die Luftfahrt für einen andern Tag an, sowie daß er

diesmal das Schiffchen allein besteigen würde. Dieselbe ging auch in der

Tat Montags den dritten Oktober über alle Erwartung gut von statten. Um

zehn Uhr morgens erhob sich der Ballon majestätisch unter dem Jubel- und

Freudengeschrei von mehr als hunderttausend Kehlen und dem

Beifallklatschen von ein paarmal hunderttausend Händen Blanchard, eine

weiße Fahne schwingend, schwebte bald hoch über uns, und in weniger als

vierzig Minuten legte er mehr denn fünfzehn Stunden zurück. Als er sich

in der Gegend von Weilburg herablassen wollte, nahmen mehrere Hirten und

Landleute die Flucht, wähnend, daß irgendein übernatürliches Wesen oder

der Gottseibeiuns selbst durch die Lüfte herabfahre. Dies kann nicht

auffallen, wenn man bedenkt, daß noch wenige Jahre früher man

denjenigen, der nur von der Möglichkeit einer Luftschiffahrt gesprochen,

für närrisch, und den, der sie wirklich vollbracht, für einen Zauberer

gehalten haben würde und ihm als einem solchen den Prozeß gemacht und

ihn wahrscheinlich verbrannt hätte. Ein Schäfer und ein Junge von

fünfzehn Jahren schnitten sogar die Stricke entzwei, mit denen Blanchard

die Anker geworfen hatte. Endlich gelang es ihm mit Hilfe einiger

vernünftiger Leute, in der Nähe von Weilburg die Erde zu erreichen.

Den folgenden Tag fuhr er in einem fürstlichen Wagen vierspännig nach

Frankfurt, wo man so außerordentliche Vorbereitungen gemacht hatte, als

gälte es ein gekröntes Haupt zu empfangen. Man führte ihn in das

Theater, wo ihm Pauken und Trompeten entgegenschmetterten und die Vivats

gar kein Ende nehmen wollten. Als der Vorhang in die Höhe gegangen war,

krönten die Schauspieler in phantastischen Feierkleidern seine Büste mit

Lorbeeren und deklamierten ihm zu Ehren ein in französischer Sprache

abgefaßtes Festgedicht mit echt deutschem Akzent. Nach dem Schauspiel

wurde ihm ein herrliches Souper gegeben, das mein werter Herr Schwager

hier angeordnet hatte und dem viele hohe Standespersonen und Gesandte

beiwohnten. Auf den folgenden Tag wurde ein noch prächtigeres

Mittagsmahl im Gasthof zum römischen Kaiser veranstaltet, dessen

Anordner ebenfalls Herr Fahrtrapp war, der, wie Sie wissen, jeden Sonn-

und Feiertag daselbst zu speisen für gut findet.«

»Herr Bruder, ich verbitte mir dergleichen Anmerkungen, die nicht zur

Sache gehören,« fiel hier der Genannte ein.

»Man unterbreche mich nicht zur Unzeit,« versetzte Herr Weller und fuhr

fort: »Der Gefeierte wurde abermals mit Trompeten empfangen, und um ihn

zu belustigen, warf man vom Balkon unter das vor dem Haus versammelte

Volk Geld herab. Bis beinahe zur einbrechenden Nacht saß man zu Tisch,

von dem man aufstand, um den kühnen Luftschiffer abermals in das Theater

zu führen; diesmal waren es jedoch nicht Pferde, sondern Menschen, die,

seinen Wagen ziehend, die Viehdienste versahen und dafür reichlich aus

unserm Stadtärarium belohnt wurden. Mit noch größerer Feierlichkeit als

das erstemal wurde er im Schauspielhaus empfangen. Der Saal war auf das

prächtigste ausgeschmückt und erleuchtet, man führte ein Stück auf, das

man ihm zu Ehren eigens in der Eile verfaßt hatte, und ein köstliches

Nachtmahl, dem mehrere fürstliche Personen und Prinzen beiwohnten und

das bis lange nach Mitternacht währte, beschloß endlich das dreitägige

Fest.

Den kommenden Tag hatte sich der ganze Großgünstige und Wohlfürsichtige

Magistrat samt den beiden einjährig wohlregierenden Bürgermeistern und

dem Herrn Stadtschultheiß in dem Kaisersaal des Römers versammelt, um

den glücklichen Luftschiffer in feierlicher Audienz zu empfangen. Man

hieß ihn sich in einen karmoisinsamtnen Lehnsessel niedersetzen, machte

ihm ein Ehrengeschenk von fünfzig doppelten Krönungsdukaten und

eröffnete ihm, daß alle Kosten seiner Luftfahrt von der Stadt, die er

damit beehrt, getragen würden.

Solange unsere gute Stadt steht, wurde noch keinem Sterblichen solche

Ehre zuteil, nicht einmal Voltaire,« schloß etwas malitiös lächelnd Herr

Weller.

»Diesem hat man, zur ewigen Schande eurer Regierung sei es gesagt,

abscheulich mitgespielt,« versetzte Herr Fahrtrapp.

»Lassen wir das jetzt beiseite,« sagte der Wirt vom Hause, »wir wollen

lustig und guter Dinge sein und lieber einen Chor zur Ehre des

neugebornen Christen anstimmen.«

»Einverstanden,« riefen mehrere Gäste, und man sang das Lied >Bekränzt

mit Laub den lieben, vollen Becher< aus voller Kehle; Scherz, Jubel und

Gesang währten bis spät in die Nacht hinein, und mehrere von den Damen

machten Chorus mit, namentlich Frau Rat Goethe und Frau Scholze, wovon

die erste durch ihre geistreichen Einfälle und die andere durch ihre

Anmut und Schönheit das Fest würzten. Endlich machten sich die Taufgäste

größtenteils mit etwas schweren Köpfen und schwachen Beinen, das heißt

die Herren, auf und verließen taumelnd und wohlgemut das Goldne Schiff.

Einigen von ihnen schienen sogar die freilich nicht sehr breiten Straßen

Frankfurts zu enge. Doch gelangten alle glücklich und selig daheim an,

wo sie den süßen Rausch bis zum hellen Tag verschliefen.

Vierzig Jahre aus dem Leben eines Toten. Band 1 Hinterlassene Papiere eines französisch-deutschen Offiziers · 第 6 / 25 题