Selicour (reißt ihm das Papier aus der Hand). Sie sind ein Kind!
Geben Sie! Ich will Ihnen wider Ihren Willen dienen--Ihr Vater
selbst soll Ihrem Talente bald Gerechtigkeit erzeigen. Da kommt er!
(Er steckt das Papier in die rechte Tasche.)
Sechster Auftritt.
Beide Firmins. Selicour.
Firmin. Hier, mein Freund!--aber reinen Mund gehalten! (Gibt ihm
das Papier heimlich.)
Selicour. Ich weiß zu schweigen. (Steckt das Papier in die linke
Rocktasche.)
Karl (für sich). That ich Unrecht, sie ihm zu geben--Was kann er
aber auch am Ende mit meinen Versen machen?
Selicour. Meine werthen Freunde! Sie haben mir eine köstliche
Viertelstunde geschenkt--aber man vergißt sich in Ihrem Umgang.--
Der Minister wird auf mich warten--ich reiße mich ungern von Ihnen
los, denn man gewinnt immer etwas bei so würdigen Personen. (Geht ab,
mit beiden Händen an seine Rocktaschen greifend.)
Siebenter Auftritt.
Beide Firmins.
Firmin. Das ist nun der Mann, den du einen Ränkeschmied und
Kabalenmacher nennst--und kein Mensch nimmt hier mehr Antheil an mir,
als er!
Karl. Sie mögen mich nun für einen Träumer halten--aber je mehr er
Ihnen schön thut, desto weniger trau' ich ihm--Dieser süße Ton, den
er bei Ihnen annimmt--Entweder er braucht Sie, oder er will Sie zu
Grund richten.
Firmin. Pfui über das Mißtrauen!--Nein, mein Sohn! Und wenn ich
auch das Opfer der Bosheit werden sollte--so will ich doch so spät
als möglich das Schlechte von Andern glauben.
Achter Auftritt.
Vorige. La Roche.
La Roche. Sind Sie da, Herr Firmin!--Es macht mir herzliche Freude
--der Minister will Sie besuchen.