Den hohen Reiz des Buches macht die gleichmäßige, epische
Gelassenheit aus und, mit ihr zusammenhängend, die dem Stoff
gemäße patrizische Natur des Erzählers. Das gibt dem Ganzen _eine
ungewöhnliche, lückenlose Einheitlichkeit_. Wir spüren ein
bildungsgesättigtes Wesen, das der Bildungsprotzerei
entgegengesetzt ist, wir spüren einen tiefen Ernst der
Lebensanschauung und zugleich eine humorisch mildernde
Überstrahlung; weite Ausblicke werden in verhaltener Darstellung
angedeutet, und überall erfreut die unsüßliche Anmut der
sparsamsten Linie.
(>Der Kunstwart<)
Huchs Buch ist von einer kräftigen Strenge, herb und
unerbittlich, männlich durch und durch. Und es ist fest in seinem
Gefüge, seine Gewölbe sind tragkräftig, und der Mörtel des Baues
ist hart wie Stein ... Die Gefühle der Menschen in diesem Buche
liegen nicht an der Oberfläche und können nicht leichthin berührt
werden. Sie sind in Knospen eingeschlossen ... _Huchs Buch gehört
zu jenen, die man nicht vergißt._
(Karl Hans Strahl in >Die Zeit<, Wien)