Anmutig und durch einen Beigeschmack feiner Ironie ätzend und oft
fast pikant in gutem Sinne liest sich ein gleichwohl
gedankenreiches, zu aphoristischer Form neigendes Werk von Rudolf
Huch: Winterwanderung ... _Ein vornehmer Grundton, ein
aristokratischer Pessimismus, der sich an Schopenhauer vertieft
hat, zieht durch Huchs Weltanschauung_; aber ein oft
feinsatirischer, oft grimmiger Humor bildet das angenehme
Gegengewicht und läßt steife Feierlichkeit nicht aufkommen. Das
geistvolle Buch, wiederum ausgezeichnet durch eine fesselnde
Stilistik, ist insofern eine empfehlenswerte Ergänzung zu des
Verfassers bekanntem Buch: Mehr Goethe.
(>Der Türmer<)