Der Herr. Was tut ihr eigentlich hier, ihr Müßiggänger? Drei Mann, und
kein einziger erhebt sich von seinem Platz! Und ich klingle aus allen
Kräften, ich habe beinahe die Schnur zerrissen!
Grigori. Es war nichts zu hören, gnädiger Herr.
Der Herr. Du lügst.
Grigori. Bei Gott! Warum soll ich lügen? Petruschka hat ja auch
dabeigesessen. Das ist schon so eine Klingel, gnädiger Herr, die taugt
gar nichts, niemals hört man etwas. Man muß den Schlosser rufen.
Der Herr. Nun, dann muß man eben den Schlosser rufen.
Grigori. Ich habe es dem Hausmeister auch schon gesagt. Aber was hilft
das? Man sagt ihm etwas, und er schimpft einen nur aus.
Der Herr (erblickt den fremden Lakaien). Was ist denn das da für ein
Mensch?
Grigori. Ein Diener von Anna Petrowna, der einen Auftrag an Sie hat.
Der Herr. Nun, Bruder, was hast du mir zu sagen.
Der fremde Lakai. Die gnädige Frau läßt sich empfehlen und läßt Ihnen
mitteilen, daß die gnädige Frau heute bei Ihnen sein wird.
Der Herr. Weißt du nicht warum?
Der fremde Lakai. Das weiß ich nicht. Die gnädige Frau sagte nur: Sage
Fjodor Fjodorowitsch, ich hätte befohlen, ihn zu grüßen, und ich werde
heute zu ihm kommen.
Der Herr. Und wann? Um wieviel Uhr?
Der fremde Lakai. Um wieviel Uhr? Das weiß ich nicht. Die gnädige Frau
sagten nur: »Melde Fjodor Fjodorowitsch« sagte sie, »daß ich zu ihm
kommen werde, und daß ich ihn persönlich aufsuchen werde«.
Der Herr. Gut. Petruschka, hilf mir schnell, mich ankleiden. Und ihr da
-- keiner wird empfangen, hört ihr? Allen wird gesagt, ich bin nicht zu
Hause! (Geht, Petruschka folgt ihm.)