Dieselben ohne Uteschitelny.
Icharew. Wahrhaftig, wie kann man wissen, manchmal scheint eine Sache
ganz unmöglich.
Schwochnew. Ich bin auch derselben Meinung. Wir haben's doch nicht mit
Göttern zu tun, sondern mit einem Menschen, und ein Mensch bleibt immer
ein Mensch. Heute sagt er nein, morgen nein, übermorgen nein, und am
vierten Tage, wenn man ihm nur ordentlich zusetzt, sagt er ja. Mancher
tut ja bloß so, als ob er so unzugänglich sei, aber wenn man genauer
zusieht, so merkt man, daß nur viel Lärm um nichts gemacht worden ist.
Krugel. Nun, dieser ist nicht derart.
Icharew. Ach, wenn's doch wäre! Es ist nicht zu glauben, wie jetzt der
Trieb zur Tätigkeit in mir erwacht ist. Sie müssen wissen, daß mein
letzter Gewinn von achtzigtausend beim Oberst Tschebotarjów bereits vom
vergangenen Monat herrührt. Seitdem habe ich einen ganzen Monat keine
Praxis mehr gehabt. Sie können sich kaum denken, was für eine Langeweile
ich in dieser ganzen Zeit ausgestanden habe, eine tödliche Langeweile!
Schwochnew. Ich begreife diese Lage ganz wohl. Es ist gerade wie bei
einem Feldherrn: was muß der empfinden, wenn es keinen Krieg gibt. Das,
mein Liebster, ist einfach eine fatale Zwischenpause. Ich weiß es aus
eigener Erfahrung, das ist kein Spaß.
Icharew. Du glaubst es nicht, es kommt manchmal so weit, daß, wenn
jemand bloß fünf Rubel in der Bank halten würde, ich bereit wäre, mich
hinzusetzen und zu spielen.
Schwochnew. Eine ganz natürliche Sache. So hat auch schon manchmal der
geschickteste Spieler verloren: aus Melancholie, wenn keine Arbeit da
ist, gerät er in der Hitze manchmal an einen von jenen, die man
Habenichtse und Stromer nennt, -- nun, und verliert alles um nichts und
wieder nichts.
Icharew. Ist der Glow reich?
Krugel. Oh, Geld hat er schon! Ich glaube, so gegen tausend Leibeigene.
Icharew. Ei, der Teufel! Vielleicht könnte man ihm was zu trinken geben,
Champagner, was?
Schwochnew. Er nimmt keinen Tropfen in den Mund.
Icharew. Was ist nun mit ihm zu machen? Wie kommt man an ihn heran? Aber
nein, ich denke doch, das Spiel ist eine verführerische Sache. Ich
glaube, wenn er sich nur hinsetzen wollte und zusehen, wie die andern
spielen, so würde er's doch nicht aushalten.
Schwochnew. Nun, wir wollen's jetzt versuchen. Wir wollen hier etwas
abseits mit Krugel ein ganz kleines Spielchen machen. Aber man muß ihm
nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken, alte Leute sind mißtrauisch.
(Setzen sich abseits an den Spieltisch.)