Die Vorigen und Agathe Tichonowna.
Kotschkarjow. Mein Fräulein, ich bringe Ihnen hier einen Sterblichen,
den Herrn, den Sie hier vor sich sehen. Es hat überhaupt noch keinen
Menschen gegeben, der so verliebt war wie er. Gott behüte, das möcht'
ich ja meinem ärgsten Feinde nicht wünschen.
Podkoliessin (stößt ihn mit der Hand in die Seite, leise). Nein, hör
mal, du treibst es aber zu toll!
Kotschkarjow (zu ihm). Das schadet nichts. (Leise zu ihr.) Seien Sie nur
recht keck zu ihm; er ist noch etwas schüchtern. Sie müssen ziemlich
herausfordernd sein. Klappern Sie nur tüchtig mit den Augen und dann
werfen Sie ihm plötzlich einen Blick zu, daß er platt ist, der
Bösewicht! Oder zeigen Sie ihm ein Stückchen von Ihrer Schulter, damit
er mal hingucken kann, der Schuft, der! Übrigens hätten Sie auch ein
Kleid mit kurzen Ärmeln anziehen können! Na, schließlich ist dies auch
gut! (Laut.) Also, ich lasse Sie in der angenehmsten Gesellschaft
zurück. Ich will nur noch einen Blick in das Speisezimmer und in die
Küche werfen. Ich werde dort Bescheid sagen. Gleich muß der Diener
kommen, der das Souper bringt ... vielleicht ist der Wein auch schon da.
Na, auf Wiedersehen! ... (Zu Podkoliessin.) Mehr Mut, Mut! (Er geht.)