Anna Andréjewna und Márja Antónowna.
Anna Andréjewna. Nun, Máscha, jetzt müssen wir an unsere Toilette
denken. Er ist ein Residenzler: Gott bewahre uns davor, von ihm
irgendwie belächelt zu werden. Du solltest am besten dein blaues Kleid
mit den schmalen Volants anziehen.
Márja Antónowna. Fi, Mama, das blaue! Das kann ich nicht leiden: die
Ljápkin-Tjápkin geht schon in einem blauen und Fräulein Semljaníka geht
auch in einem blauen. Nein, ich ziehe lieber das geblümte an.
Anna Andréjewna. Das geblümte! ... wirklich, du sprichst nur um zu
widersprechen. Das andere stünde dir viel besser, weil ich mein
strohfarbenes anziehen will; ich schwärme für das strohfarbene.
Márja Antónowna. Aber Mama, das strohfarbene steht dir ja gar nicht!
Anna Andréjewna. Mir nicht stehn?
Márja Antónowna. Nein, es steht dir nicht, ich wette was du willst, es
steht dir nicht; dafür muß man dunkle Augen haben.
Anna Andréjewna. Nun wird's reizend! Ich und keine dunklen Augen? Die
dunkelsten von der Welt! Was schwatzt du für einen Unsinn! Wieso nicht
dunkel, wenn doch beim Kartenlegen für mich immer Treffdame herauskommt?
Márja Antónowna. Ach Mamachen, viel öfter doch Coeurdame!
Anna Andréjewna. Possen! Nichts als Possen! Ich war nie Coeurdame!
(Verläßt mit Márja Antónowna in Eile das Zimmer und spricht noch hinter
der Szene.) Was das für Phantasien sind, Coeurdame! Soll der Himmel
wissen, was das ist! (Nach ihrem Abgang öffnet sich die seitliche Tür
und Míschka wirft einen Haufen Kehricht heraus. Durch die andere Tür
tritt, einen Handkoffer auf dem Kopfe, Ossip herein.)