Anna Andréjewna und Márja Antónowna am Fenster in der gleichen
Haltung wie am Schluß des ersten Aufzuges.
Anna Andréjewna. Da lauern wir nun schon eine geschlagene Stunde, und
alles nur wegen deiner albernen Ziererei: war deine Toilette nicht
längst fertig -- aber nein, da muß immer noch getrödelt werden ... Noch
nichts von ihr zu hören. Rein zum Verdrießen! Nirgends eine Seele, wie
auf Verabredung! Als wenn alles ausgestorben wäre!
Márja Antónowna. Aber wirklich, Mama, in zwei Minuten erfahren wir
alles. Awdótja muß gleich wiederkommen. (Blickt aus dem Fenster und ruft
aus.) Ach Mama, Mama, da kommt jemand, da, am Ende der Straße.
Anna Andréjewna. Wo, wo? -- Was du auch ewig phantasierst! -- Nun ja
doch, es kommt jemand. Wer mag das sein? Untersetzt ... im Frack ... Wer
ist das? Wer? Man könnte umkommen vor Ärger! Wer ist es denn nun?
Márja Antónowna. Dóbtschinski ist's, Mamachen!
Anna Andréjewna. Ach was, Dóbtschinski! Immer diese Einbildungen! Nicht
entfernt Dóbtschinski. (Winkt mit dem Taschentuch.) Heda Sie, hierher,
rasch!
Márja Antónowna. Ganz gewiß, Mama, Dóbtschinski!
Anna Andréjewna. Nur um widersprechen zu können. Du hast gehört, es ist
nicht Dóbtschinski!
Márja Antónowna. Na und nun, Mama? Siehst du, es ist doch Dóbtschinski.
Anna Andréjewna. Nun ja doch, Dóbtschinski, jetzt seh ich's auch; warum
streitest du denn? (Ruft aus dem Fenster.) Schnell, schnell, sputen Sie
sich doch! Wie steht's, wo sind sie? Wie? Antworten Sie doch gleich von
da, ganz egal! Na, wohl sehr streng? Wie? Und mein Mann, mein Mann?
(Ärgerlich vom Fenster zurücktretend.) Tölpel der, wird nichts reden,
bis er nicht mitten im Zimmer steht!