Chlestakóff allein.
Chlestakóff. Es wäre doch niederträchtig, wenn er mir nichts zu essen
schickte. Einen Hunger hab' ich, wie noch nie. -- Ob man wohl die
Garderobe versetzt? Vielleicht die Beinkleider? Nein, eher noch hungern,
aber wenigstens im Petersburger Kostüm nach Haus kommen. Schade, daß mir
der Jochim nicht die Karosse herleihen wollte; alle Wetter, das wäre
doch ein Spaß gewesen, in so einer Staatskutsche heimzureisen und dann
der lieben Nachbarschaft mit dem Ungetüm vor die Fenster zu rasseln,
vorn Laternen, hinten Ossip in Livree. Ich kann mir's ordentlich
vorstellen, wie sie da alle aufgesprungen wären! »Was ist los? Wer kommt
da?« Und mein Lakai tritt herein: (Richtet sich stramm auf und ahmt den
Lakeien nach.) »Iwán Alexándrowitsch Chlestakóff aus Petersburg, geruht
die Herrschaft zu empfangen?« Diese Tölpel, sie ahnen nicht mal, was da
drin liegt: »empfangen!« Kommt ihnen freilich so ein Hanswurst von
Gutsbesitzer, der tappt natürlich wie ein ungeschlachter Bär direkt ins
Zimmer. -- Man nähert sich einer hübschen jungen Dame: »Ah, Gnädigste,
wie bin ich ...« (Reibt sich die Hände und scharrt mit den Füßen.) Tfu!
(Spuckt aus.) Rein übel wird einem vor lauter Hunger!