Chlestakóff, Ossip und der Kellner.
Kellner. Der Wirt läßt fragen, was Sie wünschen?
Chlestakóff. Schönen guten Tag! Na, wie geht's, Freundchen?
Kellner. Danke, ausgezeichnet.
Chlestakóff. Und wie steht's in der Wirtschaft? Guter Zuspruch?
Kellner. Danke, alles nach Wunsch.
Chlestakóff. Viel Reisende?
Kellner. Danke, ausreichend.
Chlestakóff. Hör mal, mein Lieber, man hat mir bis jetzt das Essen nicht
gebracht; sieh doch geschwind zu, daß sie sich beeilen -- ich habe
gleich nach Mittag ein dringendes Geschäft.
Kellner. Aber der Wirt hat gesagt, er borgt nicht länger; heute wollte
er sogar schon zum Polizeimeister, um sich zu beschweren.
Chlestakóff. Weshalb beschweren? Aber Freundchen, das siehst du doch
selber ein, essen muß ich doch; ich würde ja sonst verhungern. Ich habe
wirklich starken Appetit -- ganz im Ernst.
Kellner. Zu dienen. Er sagte aber: »Zu essen kriegt er nichts, bis er
nicht seine vorige Zeche bezahlt hat.« Wort für Wort.
Chlestakóff. Rede ihm doch zu, dir wird er's nicht abschlagen.
Kellner. Wie soll ich ihm denn zureden?
Chlestakóff. Setze es ihm nur ganz ernsthaft auseinander, daß ich eben
essen _muß_. Von Geld ein andermal ... So ein Bauer bildet sich ein,
wenn ihm ein Tag fasten nichts schadet, könnten's auch andere Leute
vertragen! Unerhört!
(Kellner und Ossip ab.)