C. =Statuenporcellan= oder =Biscuit= und zwar:

[Greek: a]) ächtes und unglasirtes Porcellan,

[Greek: b]) parisches Porcellan oder Parian. Unglasirtes

Statuenporcellan von einer dem englischen Porcellan ähnlichen, aber

strengflüssigeren Masse,

[Greek: g]) Carrara, zwischen Parian und Steinzeugmasse in der Mitte

stehend, weniger durchscheinend als Parian und von etwas weisserer

Farbe.

D. =Steinzeug.= Masse dicht, klingend, feinkörnig, homogen, nur an den

Kanten oder kaum durchscheinend, weiss oder gefärbt. Das feine weisse

Steinzeug ist nur durch die mangelnde Durchscheinenheit äusserlich von

dem Porcellan unterschieden.

[Greek: a]) Glasirtes porcellanartiges Steinzeug. Die Masse besteht aus

plastischem, sich weiss brennendem, weniger feuerbeständigem Thon mit

Zusatz von Kaolin und Feuerstein; als Flussmittel ein feldspathiges

Mineral; die Glasur enthält Borax und Bleioxyd und ist durchsichtig;

[Greek: b]) weisses oder gefärbtes unglasirtes Steinzeug (hierher

gehört das =Wedgwood=). Aehnlich der vorigen Masse;

[Greek: g]) gemeines Steinzeug mit Salzglasur. Der halbgeflossene

Zustand der Masse ist nicht durch Zusatz von Flussmittel hervorgerufen,

sondern nur durch stärkere Einwirkung des Feuers auf die nicht

vollständig feuerfeste Thonmasse. Die Masse besteht aus plastischem

Thon (Pfeifenthon), entweder für sich oder mit einem Gemengtheile, der

sich im Feuer wenig oder nicht zusammenzieht und die Schwindung des

Thones vermindert, z. B. feinem Sande oder Scherben von gebranntem

Steinzeug. Glasur ein Anflug von kieselsaurem Thonerde-Natron.

II. =Poröse Thonwaaren.= A. =Feine Fayence mit durchsichtiger Glasur.=

Masse erdig, an der Zunge hängend, undurchsichtig, etwas klingend, mit

durchsichtiger, bleiischer, auch Borax, Feldspath u. s. w. enthaltender

Glasur.

B. =Fayence mit undurchsichtiger Glasur= (auch zuweilen =Steingut=

genannt). Masse aus sich gelblich brennendem Töpferthon oder Thonmergel

bestehend, mit undurchsichtiger weisser oder gefärbter zinnhaltiger

Glasur (Email). Hierher gehören die Majoliken und emaillirten Fayencen

des Mittelalters, die Delfter Waare u. s. w.

C. =Ordinäre Töpferwaare.= Masse gewöhnlicher Töpferthon oder

Thonmergel und stets röthlich gefärbt, weich und porös. Meist bleiische

und immer undurchsichtige Glasur. Je nach der Farbe der Glasur =weisse=

oder =braune Töpferwaare=. Erstere bildet das gewöhnliche Kochgeschirr,

letztere das bunzlauer oder waldenburger Geschirr.

D. =Ziegel=, =Terracotten=, =Backsteine=, =feuerfeste Steine= (Tiegel,

Röhren, Bauornamente, Krüge, Urnen des Alterthums u. s. w.). Masse

erdig; meist mehr oder weniger ungleichartig; immer gefärbt (brennt

sich nicht weiss), porös, leichtflüssig, wenig klingend und

undurchsichtig. Glasur findet nur ausnahmsweise Anwendung.

Handbuch der chemischen Technologie Achte Auflage · 第 69 / 167 题