Stickstoff 1,865 Th.
Kohlenoxyd 11,192 "
Kohlensäure 17,587 "
Wasser 16,788 "
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Summa der gasförmigen Produkte 47,442 Th.
Ferner:
Cyankalium 17,385 Th.
Chlorkalium 29,840 "
Kohleneisen (FeC_{2}) 5,333 "
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Summa der nicht flüchtigen Theile 52,558 Th.
Auf Raumtheile bezogen, lieferten hingegen 100 Grm. bei 0° C. und 760
Millimeter Barometerstand:
Stickstoff 1927,0 Cubikcentim.
Kohlenoxyd 8942,9 "
Kohlensäure 8942,9 "
Wasserdampf 20867,9 "
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40680,4 Cubikcentim.
Die Verbrennungstemperatur berechnet man zu 2604,5°, somit beträgt die
Menge der gelieferten Gase 431162 Cubikcentim.
[Sidenote: Feuerwerkerei, chemische Principien derselben.]
=Chemische Principien der Feuerwerkerei.= Unter dem Namen
=Feuerwerkssätze= versteht man in der Artillerietechnik und in der
Lustfeuerwerkerei gewisse Mischungen von brennbaren Körpern, wie Kohle,
Schwefel u. s. w., mit Sauerstoff abgebenden, d. h. die Verbrennung
unterhaltenden Körpern, von welchen letzteren hauptsächlich der Salpeter
und das Kaliumchlorat in Anwendung kommen. Diese Mischungen sollen je
nach dem Zwecke, den sie zu erfüllen haben, unter grösserer oder
geringerer Gas-, Licht- und Wärmeentwickelung bald schneller, bald minder
schnell verbrennen. Je nach ihrer Bestimmung nennt man diese Mischungen
Brandsätze, Zündsätze, Leuchtsätze u. s. w.
Das Princip, das bei einer rationellen Anfertigung von Feuerwerkssätzen
befolgt werden soll, ist, dass man von den Materialien keinen Ueberschuss
weder der brennbaren Körper, noch der Verbrennungsunterhalter, und von
den zur Verbrennung nichts beitragenden fremden, jedoch unvermeidlichen
Substanzen, wie z. B. von den die pulverförmigen Sätze zusammenhaltenden
Bindemitteln, nur die unumgänglich nothwendige Quantität anwende. Es
lässt sich theoretisch sehr leicht ermitteln, in welchem
Gewichtsverhältniss die brennbaren Körper und die Verbrennungsunterhalter
unter einander zu mischen seien. So wäre es z. B. bei der Mischung von
Salpeter und Schwefel behufs eines Feuerwerksatzes unzweckmässig, auf 2
Aeq. Salpeter 1 Aeq. Schwefel (1), oder auf 2 Aeq. Salpeter 3 Aeq.
Schwefel (2) anzuwenden; im letzteren Falle hätte man zu viel des
brennbaren Körpers, im ersteren Falle zu viel des
Verbrennungsunterhalters angewendet:
(1) S kann aus 2KNO_{3} höchstens 3O aufnehmen, daher bleiben 3O
unbenutzt.
(2) 3S und 2KNO_{3} geben entweder K_{2}S und 2SO_{3} oder ein Gemenge
von K_{2}SO_{4}, K_{2}S und SO_{2}; in beiden Fällen ist Schwefel
übrig, der unbenutzt bleibt.
In vielen Fällen sind wir aber nicht im Stande, theoretisch die Art der
Zersetzung der Feuerwerkssätze anzugeben, weil die Verwandtschaftskraft
der in den Sätzen in Wechselwirkung tretenden Körper von den bekannten
Gesetzen abweicht, je nachdem Nebenumstände, die theoretisch noch nicht
ermittelt sind, auf den Zersetzungsprocess ihren Einfluss ausüben. Die
zweckmässigsten Mischungsverhältnisse können bis jetzt nur durch Versuche
ermittelt werden. Erst dann, wenn man die constant auftretenden
Zersetzungsprodukte der Feuerwerkssätze erkannt und gewisse Fragen
bezüglich der Wärmeentwickelung bei der Verbrennung der brennbaren Körper
in den Sätzen zu verschiedenen Oxydationsstufen, und bezüglich der
specifischen Wärme beantwortet haben wird, erst dann wird man im Stande
sein, zur Beurtheilung des Werthes und der Wirksamkeit eines Satzes
chemische Grundsätze anzuwenden. Bei der Beurtheilung der
Mischungsverhältnisse aus alter Zeit traditionell überlieferter
Feuerwerkssätze hat sich gezeigt, dass die der Theorie am besten
entsprechende Zusammensetzung mancher Sätze schon ehemals durch Versuche
richtig ermittelt war. Die meisten aber haben die durch die
wissenschaftlichen Principien erforderlichen Veränderungen erlitten.
Zuweilen behält man indessen auch alte Sätze bei, welche die Wissenschaft
nicht zu rechtfertigen vermag, welche sich aber in der Anwendung gut
bewähren.
[Sidenote: Die gebräuchlichsten Feuerwerkssätze.]
Die am häufigsten angewendeten Sätze bestehen aus Salpeter, Schwefel
und Kohle, und zwar in dem Verhältniss wie im Schiesspulver, oder mit
Ueberschuss von Schwefel und Kohle. Gewisse Sätze enthalten anstatt des
Salpeters oder neben demselben Kaliumchlorat und gewisse Salze, welche
letztere nicht zur Verbrennung wesentlich sind, sondern der Mischung
während des Brennens ein lebhaftes Licht oder eine bestimmte Färbung
ertheilen. Hierher gehören die =Signal=- und =Leuchtsätze=.
[Sidenote: Schiesspulver.]
Feuerwerkssätze, die bei schneller Verbrennung grosse Quantitäten von
Gas und stark treibende Kraft entwickeln sollen, enthalten vorzugsweise
Schiesspulver. Will man eine verhältnissmässig langsame Verbrennung
erzielen, so wendet man das Pulver in nicht gekörntem Zustande, als
=Mehlpulver=, und mehr oder minder stark zusammengepresst, wie z. B. in
den Raketen an. Beabsichtigt man dagegen eine plötzliche Verbrennung
des Schiesspulvers, wie z. B. in den Kanonenschlägen, so wendet man
gekörntes Pulver an.
[Sidenote: Salpeterschwefel.]
[Sidenote: Grauer Satz.]
Der =Salpeterschwefel= ist ein Gemisch von 2 Mol. Salpeter (75
Gewichtsth.) und 1 Mol. Schwefel (25 Gewichtsth.), das als
Hauptbestandtheil für diejenigen Sätze angewendet wird, welche
langsamer verbrennen und zu gleicher Zeit starkes Licht entwickeln
sollen. Für sich allein ist der Salpeterschwefel keiner Anwendung
fähig, weil er nicht die zu seinem Fortbrennen nöthige Wärme
entwickelt, ferner als treibende Kraft nicht benutzt werden kann, da er
im günstigsten Falle nur 1 Mol. schweflige Säure zu liefern im Stande
ist: