„Nicht wahr, das Meer ist schön.“
„Gewiß.“
„Und groß -- und tief.“
Ich staunte über seine ungewohnte Gesprächigkeit. Dahinter mußte etwas
stecken. Dabei sah er mich so traurig an mit seinen Hundeaugen, daß er
mir erbarmte.
„Tief auch, natürlich.“
„Und wenn man hineinfällt. -- --“
„Kommt man schwer heraus -- außer wenn man schwimmen kann.“
„Da unten schlafen, ewig -- -- mit Ihnen. -- -- Ich liebe Sie ja, --
ich -- --“
Ich entfernte mich rasch. „Sie wissen nicht was Sie reden -- und mit
wem.“
Das arme, dumme Männchen -- -- -- Warum hatte gerade er mir das gesagt?
-- -- -- Und unwillkürlich dachte ich mir einen Andern an seine Stelle
-- groß und blond. -- Ich sah die lieben blauen Augen voll Zärtlichkeit
auf mich gerichtet -- -- und eine Sehnsucht überkam mich, eine
Sehnsucht riesengroß, seinen Mund sprechen zu hören -- von Liebe.
Vielleicht hat er nicht so Unrecht gehabt, der kleine Spanier. -- Ruhen
da unten auf dem Meeresgrund, wo Alles schweigt.
Die armen Irren!
Nicht mehr die Folter ungestillter Wünsche!
* * * * *