FUSSNOTEN:

[240] Vgl. _Karl Biedermann_, Deutschland im 18. Jahrh. Leipz. 1858, B. II.

S. 355-391 und _Dernburg_, Thomasius und die Stiftung der Universität

Halle; Halle, 1865.

[241] Oeuvres, Tom. I. p. 367.

[242] Theses inaugurales de crimine magiae, quas in Academia regia

Fridericiana praeside D. _Ch. Thomasio_ -- -- -- solemni eruditorum

disquisitioni submittit M. _Joannes Reiche_, 12. d. Novembr. 1701. Halae

Magdeb. -- Ueber die wahre Auctorschaft s. _Hauber_ Bibl. mag. Bd. II.

S. 308 f. -- 1704 gab Reiche selbst in seinem »Ferneren Unfug der Zauberei«

eine deutsche Uebersetzung dieser Thesen unter dem Titel: »Herrn D. _Chr.

Thomasii_ kurze Lehrsätze von dem Laster der Zauberei, nach dem wahren

Verstande des lateinischen Exemplars in's Teutsche übersetzet etc.« -- Eine

andere deutsche Uebersetzung erschien 1706 unter dem Titel: »_Christ.

Thomasii_, Kurtze Lehr-Sätze von dem Laster der Zauberey, aus dem

Lateinischen ins Deutche übersetzet und mit des Authoris Vertheidigung

vermehrt.«

[243] In diesem Sinne spricht sich Thomasius auch siebenzehn Jahre später

aus. S. seine Vorrede zur Uebersetzung des =Webster= S. 37.

[244] _Theophil Spizelius_, ein geborener Steyermärker, Senior des

geistlichen Ministeriums zu Augsburg, [+]1691.

[245] Gründliche Abfertigung der unpartheyischen Gedancken eines

ungenandten Auctoris, die er von der Lehre de crimine magiae des

hochberühmten Herrn D. Christiani Thomasii neulichst herausgegeben,

gestellet von _Hieronymo a Sancta Fide_. Frankf. 1703.

[246] Z. B. _Petri Goldschmidt's_ (Pastors zu Starup) Verworfener Hexen-

und Zauber-Advokat, d. i. wohlgegründete Vernichtung des thörichten

Vorhabens Herrn Christiani Thomasii, J. U. D. et Prof. Halens., und aller

derer, welche durch ihre superklugen Phantasiegrillen dem teufelischen

Hexengeschmeiss das Wort reden wollen, in dem gegen dieselben aus dem

unwidersprechlichen göttlichen Worte und der täglich lehrenden Erfahrung

das Gegentheil zur Genüge angewiesen und bestätigt wird, dass in der That

eine teufelische Hexerei und Zauberei sei und dannenhero eine christliche

Obrigkeit gehalten, diese abgesagten Feinde Gottes, schadenfrohe Menschen-

und Viehmörder aus der christlichen Gemeinde zu schaffen und dieselben zur

wohlverdienten Strafe zu ziehen. 1705.

[247] Z. B. in der Erinnerung wegen der künftigen Winterlektionen 1702.

Hier räumt er ein, dass es verborgene Mittel zur Beschädigung von Menschen

und Thieren, auch Krankheiten gebe, die muthmasslich vom Teufel herkommen,

bekämpft jedoch von neuem die sichtbaren Erscheinungen des Teufels und

dessen Verkehr mit den Menschen.

[248] Erster Band Halle 1703, zweiter B. 1704.

[249] S. oben. Halle 1719.

[250] _John Wagstaff_ gründlich ausgeführte Materie von der Hexerei.

Deutsch, Halle 1711.

[251] _Franz Hutchinson's_ historischer Versuch von der Hexerei etc.

Deutsch von _Th. Arnold_, mit einer Vorrede von Thomasius. Leipzig 1726. --

Das Buch hat in Beziehung auf Begebenheiten in England vieles Interessante,

sonst aber viele Ungenauigkeiten und chronologische Verstösse.

[252] =Disputatio juris canonici de origine et progressu processus

inquisitorii contra sagas=, quam .... praeside _Chr. Thomasio_ .... examini

subjicit _J. P. Ipsen_. Hal. 1712. In demselben Jahre besorgte die

Renger'sche Buchhandlung eine Uebersetzung. -- Auch von dieser Abhandlung

ist _Thomasius_ selbst der Verfasser. S. seine Vorrede zur Uebersetzung des

Webster, S. 18.

[253] Auch gegen den Gebrauch der Folter ist _Thomasius_ aufgetreten, indem

er einen seiner Schüler »über die Nothwendigkeit, die Folter aus den

christlichen Gerichtshöfen zu entfernen«, disputiren liess. Allein mit

Unrecht ist Thomasius als unbedingter Gegner der Folter bezeichnet worden.

_Biedermann_ macht in der Schrift »Deutschland im achtzehnten Jahrhundert«

B. II. S. 382 auf einen an eben diesen Schüler gerichteten und auf die

erwähnte Disputation bezüglichen Brief aufmerksam (abgedruckt in den

Programmata Thomas. p. 576), worin er zwar dessen Vorhaben nicht

missbilligt, aber doch das Bedenken äussert, dass es nicht rathsam sein

dürfte, den Lenkern christlicher Staaten die Nachahmung der Engländer und

anderer Völker in Abschaffung der Folter schlechthin anzuempfehlen, -- weil

es zweifelhaft sei, ob nicht, so lange es noch so viele andere Missstände

in der Rechtspflege gebe, die plötzliche Abschaffung der Folter grössere

Nachtheile haben möchte als ihre Beibehaltung.

[254] S. Vorrede zum Webster, S. 19.

[255] _Hertii_ Consilia et responsa. Francof. 1729.

[256] Consilia _Michaelis Grassi_, in den Consil. Juridicorum Tubingensium.

Tom. V. p. 705 f. ed. 1733.

[257] _J. A. Scholtz_, Ueber den Glauben an Zauberei in den

letztverflossenen vier Jahrhunderten (Breslau, 1830,) S. 115.

[258] _Scholtz_, S. 118.

[259] _Scholtz_, S. 119.

[260] Auf den Münchow'schen Gütern in der Uckermark war nämlich ein

fünfzehnjähriges Mädchen wegen fleischlicher Vermischung mit dem Teufel

enthauptet worden, und zwar =nach einem von der Universität Greifswald

eingeholten Erkenntnisse=. Eine Revision der Akten ergab, dass weder die

nöthigen Zeugen verhört, noch die Angeklagte ordnungsmässig vertheidigt

worden war. Nach dem Gutachten des Hoffiskals hätte diese, als eine mit

Melancholie behaftete Person, dem Arzte übergeben werden sollen. Die Sache

blieb übrigens auf sich beruhen, weil der Gutsherr sich damit

entschuldigte, dass er während des Falles gerade abwesend gewesen sei, auch

keine jura verstehe. Märk. Forschungen I, S. 261.

[261] Märkische Forschungen, I. S. 264.

[262] _Thomasius_ in der Vorrede zu Webster. S. 32.

[263] Siehe den folgenden Abschnitt.

[264] _Garinet_, S. 337. 344.

[265] _Horst_, Z. B. Bd. IV. S. 367.

[266] Inquiries into vulgar and common errors, 1646 (Works of Sir Th.

Browne, II. S. 163.)

[267] _Buckle_, Geschichte der Civilisation in England, II. S. 152 ff. und

357 ff.

[268] _Hartpole Lecky_, S. 93-95.

[269] So berichtet _Hugo Arnots_ Collection of criminal trials in Scotland

(Edinb. 1785), (auch _Hartpole Lecky_, S. 105), über den letzten

Hexenprozess in Schottland im Jahr 1722, doch wurde in ihm nicht auf den

Feuertod erkannt. Zum letzten Male waren hier 1697 (sieben) Hexen zum

Scheiterhaufen verurtheilt. Indessen wird nicht berichtet, ob das Urtheil

zur Vollziehung kam.

[270] _W. Scott_, Br. über Däm. Th. II. S. 112. Die Akte selbst ist

abgedruckt bei _Hauber_, Bibl. mag. Th. II. S. 3.

[271] _Wachsmuth_, Zeitalter der Revolution, I. S. 132.

[272] _Hartpole Lecky_, S. 36, Anmerk.

[273] Jus ecclesiasticum Protestantium. Hal. 1733. pag. 469.

[274] Principia juris criminalis Germaniae communis. Gotting. 1780. §. 467.

Soldan's Geschichte der Hexenprozesse. Zweiter Band · 第 31 / 63 题