FUSSNOTEN:

[38] Vgl. _Heppe_, Urkundliche Beiträge zur Geschichte der Reformation in

Trier im Jahr 1599 in Niedners Zeitschr. für die Kirchengeschichte 1849,

S. 417-444.

[39] Hac occassione Joannes Archiepiscopus accersit Treviros Patres

Societatis Jesu, qui se haeresibus opponerent, idque ex consilio reverendi

domini Faë. Gest. Trev. III. p. 20, not. c.

[40] Haec cum Archiepiscopus sollicite ageret (es ist von der Einführung

der Jesuiten die Rede), Trevirenses licentia gliscentis haeresis in

deteriora prolapsi, omnia suspecta habere, libertatem quaerere, gravamina

praetendere, et seditionibus plebem praeparare pergebant. Gest. Tr. III.

p. 22.

[41] Sed exhausta mansit patria, terra nihil proferente et latrone quidquid

reliqui erat depraedante. Nihilominus licet ex praecipuis pro se ipsis

indigerent, tamen in sumtus Archiepiscopi pro ejusdem sustentatione et

camerae suae levamine, quasi in annos singulos, aliquid tributi conferre

coacti sunt. Quae toties repetita necessitas conferendi faciebat

praestationem duram et principem invisum, nulla sui culpa, cum tamen octo

vel decem millium florenorum facile contentaretur. Gest. Tr. III. 51.

[42] Fuit patribus Societatis Jesu mire addictus. -- Patribus collegium sat

splendidum construxit in sua paupertate et reditus amplos coëmit. Gest.

Trev. III. 51. -- Tandem plenus dierum et bonarum cogitationum, largitione

patribus Societatis Jesu profuse facta. -- -- -- -- Deo spiritum reddidit

Confluentiae. Ibid. p. 56. In Koblenz hatte er die Cisterciensernonnen und

die regulirten Chorherren zu Niederwerth gezwungen, ihre bisherigen

Klostergebäude zu verlassen, um den Jesuiten Platz zu machen.

[43] Gest. Trev. III. 51.

[44] Ibid. pag. 52.

[45] _Delrio_, Proloqu. 9.

[46] Man lese die kernhafte Darstellung _Linden's_ in den Gest.

Trevir. III. 53 f. Vix aliquis eorum, qui accusati sunt, supplicium

evasit. -- Supplicio affectorum liberi exulabant, bona publicabantur.

Deficiebat arator et vinitor; hinc sterilitas. Vix putatur saevior pestis

aut atrocior hostis peragrasse Trevirensium fines, quam hic immodicae

inquisitionis et persecutionis modus. Plurima apparebant argumenta, non

omnes fuisse noxios. -- Durabat haec persecutio plures annos, et nonnulli,

qui justitiae praeerant, gloriabantur in pluralitate palorum, ad quorum

singulos singula humana corpora Vulcano tradita.

[47] _Jäck_, Gesch. der Provinz Bamberg, 3 Theile, 1809.

[48] Man hat von ihm: Panoplia armaturae Dei. Conciones contra omnes

superstitiones et praestigias diaboli. Ingolstad. 1626. Er starb 1630. S.

_Gropp_. Tom. III. p. VIII.

[49] Kriminalverfahren vorzüglich bei Hexenprozessen im ehemaligen Bisthum

Bamberg während der Jahre 1624 bis 1630. Aus aktenmässigen Urkunden gezogen

von _G. v. Lamberg_. Nürnberg bei Riegel und Wiessner. Ohne Jahrzahl.

(1838?)

[50] Kurtzer und wahrhafftiger Bericht und erschreckliche Zeitung von

sechshundert Hexen, Zauberern und Teufels-Bannern, welche der Bischoff von

Bamberg hat verbrennen lassen, was sie in gütlicher und peinlicher Frage

bekannt. Auch hat der Bischoff im Stifft Würtzburg über die neunhundert

verbrennen lassen. -- Und haben etliche hundert Menschen durch ihre

Teuffels-Kunst um das Leben gebracht, auch die lieben Früchte auf dem Feld

durch Reiffen und Frost verderbt, darunter nicht alleine gemeine Personen,

sondern etliche der vornehme Herren, Doctor und Doctors-Weiber, auch

etliche Rathspersonen, alle hingericht und verbrannt worden; welche

schreckliche Thaten bekannt, dass nicht alles zu beschreiben ist, die sie

mit ihrer Zauberey getrieben haben, werdet ihr hierinnen allen Bericht

finden. -- Mit Bewilligung des Bischoffs und ganzen Thum-Capitels in Druck

gegeben. Gedruckt zu Bamberg bei Augustin Czinchium, im Jahr 1659. --

(Abgedruckt bei Hauber Bibl. mag. Bd. III. S. 441 ff.)

[51] Durch die Jahrzahl der angeführten Broschüre haben sich _Meiners_

(Histor. Vergleichung der Sitten des Mittelalters T. III. S. 392), _Henke_

(Grundr. einer Gesch. des deutschen peinl. Rechts Th. II. S. 255) und

Andere verleiten lassen, die fraglichen sechshundert Hinrichtungen in das

sechste Jahrzehnt des siebenzehnten Jahrhunderts zu setzen. Dass dieselben

unter Johann Georg II. gehören, ergibt sich aus einer Vergleichung der

Broschüre mit Lamberg's Schriftchen; in beiden sind Personen angeführt,

deren Identität sich nicht bezweifeln lässt. Ueberdiess regierte in dem auf

dem Titel mitgenannten Würzburg zwischen 1650 u. 1660 Philipp von

Schönborn, von welchem bekannt ist, dass er die Hexenprozesse einstellte.

[52] _v. Lamberg_, Beilage Lit. S.

[53] _v. Lamberg_, S. 24.

[54] _v. Lamberg_, S. 15.

[55] Ebendas. S. 20.

[56] Ebendas. S. 17.

[57] Vgl. _Heppe_, die Restauration des Katholizismus in Fulda, auf dem

Eichsfelde und in Würzburg, (Marb. 1850), S. 161 ff.

[58] Collect. script. et rer. Wirceburg. Th. III. S. 325.

[59] _Gropp_, Th. III. S. 334.

[60] Vgl. _Buchinger_, Julius Echter von Mespelbrunn, S. 170 ff. u.

S. 232 ff.

[61] _Baldi_, die Hexenprozesse in Deutschland, S. 13.

[62] _Gropp_. Th. III. S. 402. _Ussermann_, Episc. Wirceb. p. 152.

[63] _Gropp_. Th. III. S. 402.

[64] Ueber das dortige Confiskationsverfahren (bald 1/5, bald 1/2 des

Vermögens, bald das ganze) s. die von Dr. _Scharold_ mitgetheilte

Instruktion, im Archiv des hist. Vereins f. Unterfranken, VI. 1. S. 128.

[65] _Hauber_, Bibl. mag.

[66] Historia tragica adolescentis praenobilis Ernesti ab Ernberg,

perniciosa familiaritate seducti et obstinati in magia, supplicio affecti.

Bei _Gropp_ Collect. Tom. II. p. 287 ff. Die Geschichte des unglücklichen

Knaben erschien wieder in einem würzburgischen Universitätsprogramm 1700

unter dem Titel: Aucupium innocentiae a stygio aucupe in pietatis et

literarum palaestris versanti juventuti periculose structum et experientia

duce ac magistra veritate detectum.

[67] _Gropp_. Tom. II. p. 291. Der Titel ist: Ernestus veneficus in carcere

et catenis, declamatione scholastica in Universitate Heidelbergensi

exhibitus. Die Personen sind: Ernestus, Diabolus, Cognatus, Confessarius.

[68] Anpreisung Sr. Majestät allergnädigsten Landesverordnung, wie es mit

dem Hexenprozesse zu halten sei. 1766. S. 142.

[69] Vgl. _Heppe_, »Die Restauration des Katholizismus etc.« S. 134 ff. und

»Das evangel. Hammelburg und dessen Untergang durch das Papstthum«

Wiesbaden, 1862.

[70] Eine sehr genaue aktenmässige Darstellung des Treibens dieses

Malefizmeisters im Lande Fulda hat der Domkapitular _Malkmus_ in der

Schrift: »Fuldaer Anekdotenbüchlein« (Fulda, 1875) S. 101-151 geliefert.

Nach derselben wir hier berichtet.

[71] In den Wetzlar'schen Beiträgen zu den Hexenprozessen (von 1847) wird

ein Mandat des Reichskammergerichts vom 27. Juli 1603 gegen den Zentgrafen

und die Schöffen des peinlichen Gerichts in Fulda, welches auf Anrufen

eines verhafteten Weibes verfasst war, mitgetheilt, woraus das

Prozessverfahren des Fuldischen Hexenrichters dargestellt ist. Es heisst

nämlich daselbst: die klagende Hausfrau habe sich von Jugend auf als eine

fromme, unbescholtene, redliche und tugendhafte Person betragen, auch im

besten Rufe gestanden etc. »Das Alles hintangesetzt habt Ihr, Zentgraf,

Schöffen und Richter, sie ohne einigen Grund für eine Hexe -- blos unter

dem Vorwande erklärt, weil drei derselben Unthat beschuldigte Weiber sie

dafür angesehen haben sollen; und ohne fernere Erkundigung habt Ihr sie

gewaltthätig angreifen, in ein abscheuliches Gefängniss, in einen

Hundestall am Backhause des Fuldaer Schlosses, einsperren, in grausamer

Weise an Händen und Füssen fesseln lassen und sie genöthigt, durch ein

niedriges Loch auf allen Vieren wie ein Hund zu kriechen, worin sie dann

gekrümmt und gebückt, elendiglich hockend, sich weder regen, bewegen,

aufrecht stehen, noch des leidigen Ungeziefers erwehren kann. -- Obwohl nun

ausser dem Zeugnisse der drei heillosen Weiber -- nicht die geringsten

Indicia der Zauberei gegen sie vorliegen, und desswegen ihr Ehewirth ihre

Unschuld in Rechten darzuthun, auch eine Caution zu stellen sich erboten

und um Erleichterung der Haft dieser ehrbaren, vermuthlich schwangeren

Person und um Zeit zur Defension gebeten, so habt ihr ihm diese Bitte nicht

gewährt, und die Klägerin hat hiernach nichts Gewisseres zu erwarten, als

dass Ihr zu unerträglicher Tortur forteilen und ihr demnächst einen

schmählichen Tod unzweifelhaft anthun werdet.« Das Kammergericht erliess

hierauf den strengen Befehl, »bei Pön von 10 Mark löthigen Goldes sofort

der Klägerin ein mildes, leidliches Gefängnis zu geben, ohne erhebliche, in

Rechten zugelassene Indizien sie nicht zu torquiren und den zu ihrer

Defension und Verantwortung erforderlichen Zutritt zu gestatten. Auch habe

sich das Gericht über die zur Klage gebrachten Nullitäten zu verantworten.«

[72] Regelmässig pflegte Nuss, wenn er aus einer Unglücklichen ein

Geständniss herausgepresst hatte, noch zu fragen: »Besinne Dich, ob in der

und der Gasse nicht noch Etliche wohnen, die Zauberei treiben. Zeige mir

sie an und schone sie nicht. Andere haben dich auch nicht geschont. Die

Reichen tanzen so gerne wie die Armen« u. s. w.

[73] Die Kläger beschwerten sich nicht über ungerechte Hinrichtung der

Ihrigen, sondern über das Prozessverfahren und über die Kosten. -- _Nuss_

hatte von den Prozessen in den drei Jahren im Ganzen 5393 Gulden

eingenommen.

[74] Ueber diese Vorgänge berichten wir hier nach der interessanten Schrift

des Dr. _B. Niehues_ »Zur Geschichte des Hexenglaubens und der

Hexenprozesse, vornehmlich im ehemaligen Fürstbisthum Münster.« (Münster,

1875.)

[75] Vgl. _Niehues_, »Zur Gesch. der Gegenreformation im ehemaligen

Fürstenthum Münster« in der Zeitschr. für preuss. Gesch. und

Alterthumskunde, 1874, Monat November.

[76] _Niehues_, S. 60-77.

[77] _Niehues_, S. 81-97.

[78] _Niehues_, S. 96-109.

[79] Das Nachfolgende wird nach _Huffschmids_ Aufsatz »Zur

Criminalstatistik des Odenwalds im sechszehnten und siebenzehnten Jahrh.«

(in der »Zeitschr. für deutsche Kulturgesch.« 1878, S. 423-433)

mitgetheilt.

[80] Ueber die Anfänge der Hexenverfolgung in Seligenstadt (1600) s.

_Steiner's_ Gesch. der Stadt u. ehemaligen Abtei Seligenstadt

(Aschaffenburg, 1820) S. 283 ff.

[81] Man lese z. B. folgendes Torturprotokoll vom 2. Oktober 1627 (bei

Steiner S. 94): »Weil dieselbe (Verhaftete) nichts gestehen wollte, sondern

auf dem Leugnen halsstarrig bestand, als ist sie auf dem einen Schenkel mit

dem Krebs beschraubt worden. Sie hat aber immerdar gerufen, es geschehe ihr

Unrecht etc. und sich erzeigt, gleichsam sie einigen Schmerz nicht

empfinde. Und ob der Meister auf ein Holz schraubte, auch mit aufgesperrtem

Mund in einen Schlaf gerathen. Und als man ihr Weihwasser in den Mund

geschüttet, hat sie dasselbe jedesmal wieder ausgespieen und abscheuliche

Geberden im Gesicht von sich gegeben. Derentwegen, nachdem sie wieder zu

sich selbst gekommen, dieselbige ausgezogen, geschoren, mit dem Folterhemd

angelegt und auf dem anderen Hemd auch beschraubt worden, wobei sie sich

mit Entschuldigen, Rufen, Schreien, Schlafen wieder wie zuvor geberdet,

auch das Weihwasser abermals ausgespieen. Auf welche beharrliche

Halsstarrigkeit und Verleugnen sie ungefähr ein zwei Vaterunser lang

aufgezogen, und mit ihr ein grosser Stein an beide grosse Zehen gehängt

worden. Sie hat aber wie zuvor einig empfindliches Zeichen nicht von sich

gegeben, sondern gleichsam sie todt wäre, =sich gestellt=, desshalben man

sie herabgelassen, und zur vorigen Custodie, nachdem sie sich wieder

erholt, hinführen lassen.«

[82] Nach _Steiner_, Gesch. der Stadt Dieburg, Darmstadt 1829. S. 68-100.

[83] _Huffschmid_, in der »Zeitschr. für deutsche Kulturgesch.« 1858,

S. 432.

[84] Die Mittheilungen hierüber entlehnen wir der (zu dem Sammelwerke

_Virchow's_ und _v. Holtzendorf's_ gehörigen) Abhandlung _W. von

Waldbrühls_: »Naturforschung und Hexenglaube.«

[85] Ueber das Geschick derselben berichtet ausser _v. Waldbrühl_(S. 33 bis

34) auch ein Aufsatz der Kölnischen Zeitung vom 3. Januar 1875, I: »Melaten

und der Galgenberg.«

[86] _Roskoff_, B. II. S. 312.

[87] S. des Salzburger Advokaten _Kofler_ Observationes magicae bei

_Hauber_, Bibl. mag. Th. III., S. 306 und ausserdem _Horst_, Dämonomagie,

Th. II. Anhang, S. 349 ff. und _Mezger_, Histor. Salisburg. Lib. V.

cap. 54.

[88] _G. J. Bessen_, Gesch. des Bisthums Paderborn, C. II. S. 88, 98 ff.

[89] Vgl. den Aufsatz »Ein Criminalprozess gegen ein besessenes Mädchen« in

Hitzig's und Schletter's Annalen der Criminalrechtspflege, Leipz. 1854,

S. 267 ff.

Soldan's Geschichte der Hexenprozesse. Zweiter Band · 第 18 / 63 题