Ist eine ebene Figur aus einfachen Stücken zusammengesetzt, so kann man
den Schwerpunkt auf folgende Art berechnen. Man berechnet das ^Gewicht
jedes Flächenstückes^, wobei man, wenn alle Stücke aus demselben Stoffe
bestehen, die Flächenzahl als Gewichtszahl benützen, also etwa setzen
kann: Rechteck = 12 · 48 = 576 _g_.
[Abbildung: Fig. 321.]
Man denkt sich diese Gewichte in den zugehörigen Schwerpunkten
angebracht und läßt sie, indem man ihre Angriffspunkte in den Richtungen
der Kräfte verlegt, auf eine gerade Linie z. B. auf die untere
Grenzlinie wirken. Die Resultierende ist in unserer Figur = 576 + 416 +
400 = 1392. Nimmt man etwa den linken Endpunkt als Drehpunkt an und
setzt die Entfernung des Angriffspunktes der Resultierenden vom linken
Endpunkt = ~x~, so hat man die Momentengleichung: 576 · 6 + 416 · 25 +
400 · 43 = 1392 · ~x~; ~x~ = 22,3.
Eine in dieser Entfernung gezogene Parallele kann man als Schwerlinie
~I~ ansehen.
Nun denkt man sich die Schwerkraft nach einer anderen Richtung wirkend,
etwa nach links und erhält die Momentengleichung: