162. Mikrophon.

Das ^Mikrophon^, erfunden von Hughes, hat folgende Einrichtung: von

einem #Resonanzkästchen# geht ein Brettchen nach aufwärts; auf ihm sind

zwei #Kohlenblöcke# festgeschraubt und mit Klemmschrauben versehen;

beide Kohlenblöcke haben kleine Vertiefungen. Zwischen ihnen befindet

sich ein #Kohlenstift#, beiderseits zugespitzt, unten in der Vertiefung

des unteren Blockes stehend, oben in die Vertiefung des oberen

hineinragend, so daß er sich leicht an ihn anlehnt. Man leitet den Strom

von einem Elemente zum unteren Kohlenblocke; dann geht er durch den

Kohlenstift in den oberen Block; von dort leitet man ihn zu einem

Telephon und von da zum Elemente zurück; dadurch ist der Strom

geschlossen, verläuft in stets gleicher Stärke und verursacht kein

Geräusch im Telephon.

Wenn man aber am Mikrophon ein kleines Geräusch oder einen schwachen Ton

erzeugt, so kommt auch das Brettchen und damit der obere Kohlenblock in

Schwingungen. Dieser drückt deshalb gegen den berührenden Kohlenstift

bald stärker, bald schwächer, dadurch wird der #Widerstand an der

Berührungsstelle bald schwächer, bald stärker#, und dadurch der #Strom

des Elementes bald stärker, bald schwächer#, entsprechend den

Schwingungen des erzeugten Geräusches. Das Stärker- und Schwächerwerden

des Stromes erzeugt aber im Telephone einen Ton, der ebenfalls dem

ursprünglichen Geräusch entspricht, und laut genug ist, so daß man ihn

deutlich hören kann. Der Apparat heißt Mikrophon, weil man damit einen

schwachen Ton noch hören kann.

Lehrbuch der Physik zum Schulgebrauche. · 第 167 / 340 题