Man verwendet solche Maschinen zur ^Galvanoplastik^ in großen Anstalten
für galvanisches ^Versilbern^, ^Vergolden^, ^Vernickeln^, ^Verkupfern^
etc. anstatt der Batterien. Da es hiebei darauf ankommt, möglichst viel
Metall niederzuschlagen, die Menge des Metalles aber direkt proportional
ist der Menge der durchfließenden Elektrizität (Faraday), so sucht man
eine möglichst große Stromstärke zu erzielen; da nun der äußere
Widerstand in den kurzen Zuleitungsdrähten und in den großen Bädern mit
den breiten Elektroden sehr klein ist, so macht man auch den ^inneren
Widerstand sehr klein^; man macht also wenig Windungen am Gramme’schen
Ringe, etwa bloß 24 Gruppen ~à~ 1 oder 2 Windungen, macht dafür die
Drähte sehr dick, so daß sie wie Kupferstäbe oder -barren aussehen, und
gibt auch den Elektromagneten nur wenige Windungen, aus dicken
Kupferstäben bestehend. Die elektromotorische Kraft ist dann nicht
bedeutend, aber, da der Gesamtwiderstand sehr klein ist, ist die
Stromstärke doch sehr groß, und auch die Elektromagnete werden trotz der
wenigen Windungen stark magnetisch.
Mittels solcher durch Dampfmaschinen betriebener Maschinen scheidet man
metallisches Kupfer aus dem bergmännisch gewonnenen Kupfersulfat aus,
und erhält dabei sehr reines Kupfer, da es frei ist von Schlacken und
anderen Metallen. Man gewinnt durch eine Maschine, die 6-8 Pferdekräfte
erfordert, täglich 5-6 Ztr. Kupfer. Mit solchen Maschinen wird
fabrikmäßig versilbert, vergoldet oder vernickelt, und nur die
Billigkeit des dadurch erzeugten Stromes ermöglicht die weite
Verbreitung und allgemeine Verwendung galvanisch versilberter und
vernickelter Gegenstände.