Ein ^Sprung im Gefälle^ findet auch ^bei jeder auf elektromotorische
Kraft zusammengesetzten Batterie^ statt, ^insofern in jedem Elemente das
Potenzial erhöht wird^. Durch das erste Element (Fig. 185) wird eine
Potenzialdifferenz geschaffen an der Grenzfläche von Zink und
Flüssigkeit; die + Elektrizität geht mit Gefälle durch die Flüssigkeit
des Elementes und durch den Verbindungsdraht zum Zink des zweiten
Elementes; dort wirkt die elektromotorische Kraft des zweiten Zinkes und
erhöht dies elektrische Potenzial um den Betrag ~b′c′ (= bc)~, wenn das
zweite Element dieselbe elektromotorische Kraft hat wie das erste; dann
folgt Gefälle zum - Pole des dritten Elementes; dort wieder Erhöhung des
Potenzials u. s. f.
[Abbildung: Fig. 185.]
#Sind in einem Stromkreise mehrere elektromotorische Kräfte tätig, so
ist die elektromotorische Kraft des Stromes gleich der algebraischen
Summe sämtlicher elektromotorischen Kräfte#, wobei die in dem einen
Sinne wirkenden Kräfte als +, die in dem andern Sinne wirkenden Kräfte
als - anzusetzen sind, ^die Aufeinanderfolge der Kräfte aber eine
beliebige ist^. In jedem Elemente geschieht eine chemische Verbindung,
es verschwindet chemische Verwandtschaft, dafür wird eine elektrische
Potenzialdifferenz hergestellt, oder eine schon vorhandene erhöht. Bei
jeder Elektrolyse wird eine chemische Verbindung gelöst, es wird
chemische Verwandtschaft hergestellt; dazu wird elektrische Kraft
verbraucht, d. h. eine vorhandene elektrische Potenzialdifferenz wird
verbraucht, und so entsteht der Absprung im Gefälle.
Wenn bei der Elektrolyse eines Metallsalzes ^die Anode aus dem
entsprechenden Metalle besteht^, sich also auflöst, ^so kommt keine
elektromotorische Kraft zum Vorschein; denn es wird hiebei keine
chemische Verbindung gelöst^, sondern es findet nur ein gegenseitiger
Austausch ^derselben^ Stoffe von Molekül zu Molekül statt. Es genügt in
diesem Falle die geringste elektromotorische Kraft, um die Elektrolyse
hervorzubringen.