Im Verfolg seiner Untersuchungen kam Volta zur Konstruktion der
berühmten ^Volta’schen Säule^ 1800. Nimmt man eine Zink- und eine
Kupferscheibe (etwa talergroß) und legt zwischen beide eine Tuch- oder
eine Filzscheibe, die mit Salzwasser oder verdünnter Schwefelsäure
getränkt ist, so stellt diese Zusammenstellung ähnlich wie bei der
Zambonischen Säule ein Element dar. Schlichtet man nun mehrere solche
Elemente übereinander auf, so daß jede Kupferplatte eines
vorhergehenden Elementes von der Zinkplatte des folgenden berührt wird
(ähnlich wie bei der trockenen Säule), so hat man die Voltasche Säule.
Fig. 155.
Die Säule stellt eine auf elektromotorische Kraft geschaltete Batterie
von vielen Elementen dar. Mit ihr wurden die ersten Untersuchungen
über galvanische Elektrizität angestellt und wesentliche Eigenschaften
und Wirkungen des galvanischen Stromes entdeckt. Der Aufbau der Säule
ist aber mühselig, da die Metallscheiben stets blank geputzt werden
müssen; zudem ist der Strom nur kurze Zeit nach dem Aufbaue kräftig,
nimmt rasch ab, wenn die geringe Menge Flüssigkeit in den Filzscheiben
verbraucht ist und hört bald ganz auf; zur praktischen Verwendung ist
sie ganz untauglich. Sie ist deshalb bald verdrängt worden durch die
galvanischen Elemente und Batterien, und schon Volta stellte einen
Becher oder Tassenapparat zusammen, die ursprünglichste Form unserer
heutigen galvanischen Batterien.