126. Die Voltasche Säule.

Im Verfolg seiner Untersuchungen kam Volta zur Konstruktion der

berühmten ^Volta’schen Säule^ 1800. Nimmt man eine Zink- und eine

Kupferscheibe (etwa talergroß) und legt zwischen beide eine Tuch- oder

eine Filzscheibe, die mit Salzwasser oder verdünnter Schwefelsäure

getränkt ist, so stellt diese Zusammenstellung ähnlich wie bei der

Zambonischen Säule ein Element dar. Schlichtet man nun mehrere solche

Elemente übereinander auf, so daß jede Kupferplatte eines

vorhergehenden Elementes von der Zinkplatte des folgenden berührt wird

(ähnlich wie bei der trockenen Säule), so hat man die Voltasche Säule.

Fig. 155.

Die Säule stellt eine auf elektromotorische Kraft geschaltete Batterie

von vielen Elementen dar. Mit ihr wurden die ersten Untersuchungen

über galvanische Elektrizität angestellt und wesentliche Eigenschaften

und Wirkungen des galvanischen Stromes entdeckt. Der Aufbau der Säule

ist aber mühselig, da die Metallscheiben stets blank geputzt werden

müssen; zudem ist der Strom nur kurze Zeit nach dem Aufbaue kräftig,

nimmt rasch ab, wenn die geringe Menge Flüssigkeit in den Filzscheiben

verbraucht ist und hört bald ganz auf; zur praktischen Verwendung ist

sie ganz untauglich. Sie ist deshalb bald verdrängt worden durch die

galvanischen Elemente und Batterien, und schon Volta stellte einen

Becher oder Tassenapparat zusammen, die ursprünglichste Form unserer

heutigen galvanischen Batterien.

Lehrbuch der Physik zum Schulgebrauche. · 第 132 / 340 题