#Je stärker ein Metall auf eine Flüssigkeit einwirkt#, je größer die
Wärmemenge ist, welche bei der Zersetzung zum Vorschein kommen sollte,
#desto größer ist das Potenzial der frei werdenden Elektrizitäten#,
desto größer ist die elektrische Potenzialdifferenz zwischen Metall und
Flüssigkeit.
Jedes Molekül ~Zn~, das sich mit ~SO₄~ verbindet und ~H₂~ ausscheidet,
bringt eine gewisse Menge ± ~E~ von bestimmtem Potenzial hervor. Diese
sammeln sich auf dem Zink und der Flüssigkeit, bis auch diese dieselbe
Potenzialdifferenz haben. Dann hört der chemische Prozeß auf, da die
durch ihn hervorgebrachten elektrischen Mengen nicht mehr imstande sind,
die schon vorhandene Elektrizität zu verdichten. #Die elektrische
Potenzialdifferenz wächst nur bis zu einer gewissen Grenze.#
Wenn man chemisch reines Zink oder sehr gut amalgamiertes Zink (Zink,
das man mit einer anhaftenden Schichte Quecksilber überzogen hat), in
die Schwefelsäure taucht, so bemerkt man, daß sich wohl einige Bläschen
~H₂~ bilden, daß damit aber der chemische Prozeß ebenso wie der
elektrische aufhört. Bei gewöhnlichem Zink ladet sich auch Zink und
Flüssigkeit mit Elektrizität von ebenso großer Potenzialdifferenz, aber
der chemische Prozeß dauert fort; es entsteht aber dann keine
Elektrizität mehr, sondern die Verbrennungswärme wird als solche frei.
#Die elektromotorische Kraft# zweier Substanzen, z. B. Zink und
Schwefelsäure #wird gemessen durch die Potenzialdifferenz der getrennten
Elektrizitäten#. Prüft man nun verschiedene Metalle und verschiedene
erregende Flüssigkeiten, so zeigt sich: je stärker die Stoffe auf
einander einwirken, desto größer ist die Potenzialdifferenz, desto
größer also die elektromotorische Kraft.