Wir haben beim Hebel als einfachsten Fall den betrachtet, wenn zwei
^parallele^ Kräfte auf ihn wirken. #Zwei parallele Kräfte haben eine
Resultierende, welche im Unterstützungspunkte angreift, parallel den
Kräften und gleich ihrer Summe ist.#
[Abbildung: Fig. 20.]
Hängt man den wie in Fig. 20 durch Gewichte beschwerten Hebel am
Stützpunkte auf, führt die Schnur über eine Rolle, so braucht man dort
ein Gewicht, welches der Resultierenden, also der Summe der vorhandenen
Kräfte gleich ist.
Auch mehrere Kräfte haben eine Resultierende, welche der Summe der
vorhandenen Kräfte gleich ist und an einem Punkte angreift, den man auch
den ^Mittelpunkt oder Schwerpunkt der parallelen Kräfte^ nennt.
[Abbildung: Fig. 21.]
Es kann sich auch eine Kraft in zwei oder mehrere parallele Kräfte
^zerlegen^, wenn sie auf einen Körper wirkt, der in zwei oder mehreren
Punkten gestützt ist. So zerlegt sich in Fig. 21 die Kraft in zwei
parallele Kräfte, die auf die beiden Stützpunkte wirken. Diese Kräfte
berechnen sich aus den zwei Gesetzen: ihre Summe ist gleich der
gegebenen Kraft, und ihre Größen verhalten sich umgekehrt wie die
Entfernungen ihrer Angriffspunkte vom Angriffspunkte der gegebenen
Kraft.
Aufgabe:
#19.# Welche Kräfte treffen in Figur 21 auf die Stützen, wenn die Last
statt 30 _kg_ 40 _kg_ beträgt, und wie verteilt sich letztere, wenn sie
die Stange in 2 _cm_ und 8 _cm_ teilt, oder in 4 _cm_ und 6 _cm_ teilt?