„Vor einiger Zeit, vor Ankunft der Frau Fürstin, hatte Graf Thurn die
Frage an mich gerichtet, ob die Jagdausübung in den herrlichen Haller
Revieren einen jungen apathischen Mann aufrütteln, die Weidmannslust
erwecken könne. Namen wurden nicht genannt! Ich werde mich wohl kaum
irren, wenn ich in dem ‚apathischen jungen Manne‘ den Prinzen Emil
vermute! Wenn die Weidmannslust in einem Menschen erst -- geweckt
werden soll, dann ist doch sicher ein Jagdinteresse nicht vorhanden!“
„Das ist allerdings richtig gefolgert! Wer weiß aber, ob sich nicht
doch ein gewisses Interesse einstellt! Der Jagdleiter selbst kann da
einen großen Einfluß ausüben, je nachdem er den jungen Herrn behandelt,
ihm Weidmannsfreuden verschafft! Nach meiner Auffassung ist das
Wichtigste, daß der Herr Oberförster in engsten Konnex mit dem Prinzen
kommt, den jungen Herrn führt und leitet! Das Weitere ergibt sich von
selbst! Und die Günstlingswirtschaft wird wohl bald ein Ende finden!“
„Das wäre freilich ein Segen!“
„Hoffen wir das Beste! Und einstweilen bleiben Sie, ja?“
„Versprechen kann ich nichts! Hat Graf Lichtenberg ein Jagdgut gekauft
und wünscht er mich, so werde ich seinem Rufe Folge leisten müssen!“