„Ach ja, Jappeschen, nenn mich Amourette, wie der Baron und schau mich
nicht so zynisch an, du willst mich ja doch nur quälen und hernach bist
du nett zu mir, genau wie der Baron: Abholen mit Auto und Dressing-gown
und Orchidee im Knopfloch, küßt mir die feinen Schweden, zwinkert durchs
Monokel, aber zu Hause ist der Teufel los, ich glaube, der Kerl ist
eifersüchtig, bin auch eine feine Nummer, die mit Baronen umzugehen
weiß, Ach! Komm, Jappeschen, ich erzähle dir: Der Baron sitzt vor mir
mit übergeschlagenen Beinen, im persischen Salon, der Kerl ist
blödsinnig reich, mustert mich scharf und fragt: ‚Wo warst du die Nacht,
Amourette? bist so sanguinisch frisiert!‘ Dabei sieht er so blasiert
aus, wenn er den Schwedenpunsch mit dem Halm schlürft – ‚Brauchst mir
gar nicht zu antworten, weiß, daß du nicht allein warst, mir nicht treu
bist!‘ Wenn ich dann weine, weil ich wirklich allein war, wird er immer
so nett und sein Herz schmilzt. Von der Anrichte nimmt er ein Fläschchen
Barcarole, bespritzt mich damit und sein bißchen Verstand wird brüchig.
Wenn ich weiterschluchze, setzt er sich zu mir auf den Diwan und
tätschelt mir die Beinchen: ‚Deine Wade ist so fein modelliert, und du
bist so süß, Amourette.‘ Dann bring ich ihn zur Verzweiflung und
wimmere: ‚Das sagt mir jeder!‘ Jappeschen, gelt, das ist langweilig,
wenn man über die Liebe der anderen sprechen hört.“ – Sie legt ihren
Kopf an seine Brust. – „Die Geschichte mit dem Baron artet immer in ein
paar angenehme Tätlichkeiten aus, ach! die Männer fallen immer auf uns
herein.“