Tief in einer Hõhl' auf spitzen Kieseln
Liegt der tapfre Rãuber Kristitsch Mladen,
An des Rãubers Kristitsch Mladen Seite
Seine Frau, die schõne Katherine,
Ihm zu Füssen beyde wackre Sõhne.
Schon drey Tage sind sie in der Hõhle,
Haben schon drey Tage nichts gegessen;
Denn es hüten draussen ihre Feinde,
Alle Pässe rings im Waldgebirge,
Und wenn sie das Haupt erheben wollen,
Sind auf sie gerichtet hundert Flinten.
Schwarz sind ihre Zungen und gesohwollen
Von dem Durste, den sie leiden müssen,
Denn sie haben nichts als faules Wasser,
Das in einem Felsenloch sich sammelt.
Dennoch waget Keiner eine Klage,
Fürchtend Kristitsch Mladen zu missfallen.
Als drey Tage hingeschwunden waren,
Rief voll Schmerz die schöne Katherine:
«Eurer mag die Jungfrau sich erbarmen,
Und euch an verhassten Feinden rächen!»
Tief aufseufzend ist sie drauf verschieden.
Kristitsch Mladen schaute trocknen Auges,
Schaute trocknen Auges auf den Leichnam,
Doch die Söhne wischten ab die Thränen,
Wenn der Vater weg die Blicke wandte.
Ist nun auch der vierte Tag gekommen,
Und das faule Wasser in dem Felsen
Hat die Sonne vollends aufgetrocknet.
Aber Kristitsch, ältester Sohn des Mladen,
Ist hierauf in Raserei verfallen;
Aus der Scheide zieht er seinen Handschar,
Schaut der Mutter Leichnam an mit Blicken
Wie der Wolf, wenn er ein Lamm betrachtet.
Grausen fühlte drob sein jüngster Bruder,
Der Alexa, und er zog den Handschar,
Und durchschnitt den Arm sich mit dem Stable:
«Trink von meinem Blute, Bruder Kristitsch,
Und begehe ja nicht solch Verbrechen!
Wenn wir erst den Hungertod erlitten,
Kehren wir, der Feinde Blut zu trinken.»
Sprang der Mladen jetzt auf seine Füsse:
«Auf, ihr Kinder! besser eine Kugel,
Als die Höltenangst des Hungertodes!»
Alle Dreye sind herabgestiegen,
Wie die Wölfe die vor Hunger wüthen.
Jeglicher hat zehn der Feind' erschlagen,
Zehn der Kugeln in die Brust empfangen.
Feinde hieben ihnen ab die Köpfe;
Aber wie sie im Triumph sie trugen,
Wagten sie sie kaum noch anzuschauen,
Also fürchteten sie Kristitsch Mladen
Und des Kristitsch Mladen wackre Söhne[811].
On remarque dans cette traduction, d'abord, le décasyllabe, «vers de
l'original», dans lequel M. Gerhard avait déjà traduit la plus grande
partie des ballades authentiques serbes qui composent la _Wila_, comme
on le verra d'après l'exemple suivant:
Lieber Gott, dir werde Dank für Alles!
Welch ein Mann war Delibascha Marko
Und wie siehet heut' er aus im Kerker
In der Asakburg verdammten Kerker[812]!
Ensuite, on y trouve le procédé très usité par les guzlars, procédé que
Mérimée ne paraît pas avoir connu et que M. Auguste Dozon à su si bien
conserver dans sa traduction des chants serbes en prose française, à
savoir la répétition très fréquente de mots, d'expressions, quelquefois
de vers entiers:
Mes fils, mes faucons... _ne trahissez pas_ un seul de vos
compagnons, ni les receleurs chez qui nous avons _hiverné, hiverné_
et laissé nos richesses; _ne trahissez point_ les jeunes
tavernières chez qui nous avons _bu du vin_ vermeil, _bu du vin_ en
cachette[813].
Quand on improvise, comme le guzlar serbe, et quand on a besoin de dix
syllabes, ce moyen est des plus avantageux. M. Gerhard le connaissait et
le pratiquait en traduisant les chants du recueil de Karadjitch. Voici
quelques exemples:
_Möchtest_ du auch _gleich_ das Ross erzürnen,
_Möchtest gleich_ den scharfen Säbel ziehen?
. . . . . . . . . . . . . . . . . .
_Schauet_ in das Amselfeld _hinunter_,
_Schaut hinunter_ auf das Heer der Türken.
. . . . . . . . . . . . . . . . . .
_Schlägt_ sie mit der flachen Hand den Türken,
_Schlägt_ ihn heftig _auf die rechte Wange_,
_Auf die Wang'_ und redet zu ihm also[814].
Avant qu'il se mît à traduire _la Guzla_, la palinlogie était donc
familière à M. Gerhard; en traduisant les ballades de Mérimée, il
l'appliqua chaque fois que la fidélité qu'il gardait à son texte le lui
permit. On en trouve des preuves dans ces vers des _Braves Heyduques:_
...Liegt der tapfre _Räuber Kristitsch Mladen_,
An des _Räubers Kristitsch Mladen_ Seite...
ce qui correspond à la phrase suivante de Mérimée: «[Dans une caverne],
couché [sur des cailloux aigus], est un brave heyduque, Christich
Mladin. À côté de _lui_ [est sa femme, etc.]»
Voici encore quelques exemples tirés de cette ballade seulement:
_Schon drey Tage_ sind sie in der Höhle,
Haben _schon drey Tage_ nichts gegessen.
. . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kristitsch Mladen _schaute trocknen Auges_,
_Schaute trocknen Auges_ auf den Leichnam...
. . . . . . . . . . . . . . . . . .
Also fürchteten sie _Kristitsch Mladen_
Und _des Kristitsch Mladen_ wackre Söhne.
Ces répétitions, on le remarquera, font complètement défaut dans
l'original français.
On y remarquera encore une chose: «_Un_ brave heyduque, Christich
Mladin» est rendu par «_der_ tapfre Räuber Kristitsch Mladen». En effet,
tous les héros de la ballade serbe sont personnages connus--ou du moins
supposés tels;--c'est leur faire injure que de mettre devant leur nom
l'article indéfini.--Enfin, au vers: