Er drückt ihm die Hand. »Grüß die Mutter.«

Husch ist er davon, der Bauer aber geht heim.

Als er in sein Bett kriecht, lacht er laut auf.

»Bist du denn übergeschnappt?« fragt seine Frau.

»Noch nit ganz. -- Der Rudolf läßt dich schön grüßen.«

»Der Rudolf? Was denn? War denn der da?«

»Pst,« wieder lacht der Bauer hell auf. »Unter neun Tagen wird nix

ausgeredet.«

»Aber Vater!« Die Frau rüttelt und schüttelt ihn, aber der Hohlöfner

sägt einen ganz dicken Ast und lacht dabei.

Unter neun Tagen! Ach, am andern Tage schon wusch ihm sein Weib den

Wuschelkopf. Er war auf dem Felde, da kam das Mariele todverlegen

und drückte der Bäuerin ein Sparkassenbuch in die Hand. Glühenden

Gesichtes beichtete sie, und Mutteraugen forschten dabei in dem lieben

Mädchengesicht. Die kluge Frau war beruhigt. Das Mariele war so lauter

wie immer, und von wem das Sparkassenbuch stammte, das brauchte man

nicht zu fragen. Aber -- unter des Mädels Kopfkissen!?

»Es ist nit zu glauben!« stellte die Bäuerin fest.

Jeder Erklärungsversuch war müßig. Die beiden tasteten dahin und

dorthin, aber es blieben Lücken, über die kein Steg führte.

»Geh heim, Mariele,« riet Minna Korn. »Das Buch ist dein. Das laß dir

genug sein. Das andere ist ~meine~ Sache.«

O, es war ihre Sache, das spürte der Hohlöfner, der kurz hernach vom

Felde kam, und dem der Schelm aus allen Knopflöchern guckte.

Der Hohlofenbauer · 第 51 / 53 题