Antwortete der Junge: »Ich kann’s nicht sagen.«

»Weil es ihm in der Geistlichenschule zu streng ist,« fuhr der Förster

zürnend fort, »so läßt er sich krank melden, damit er aufs Land kann

und allerhand Lumpereien treiben. Beim Tag hockt er über den Büchern,

dieweilen er wohl an den heimlichen Spitzbübereien sinnt. Beizeiten

fängst du an mit dem Heucheln und Huren, hörst du! Die Heuchelei hab

ich schon gar gern, alles wollt ich dir lieber verzeihen als diese

gottvermaledeite Heuchelei. Beim Tag ja, da gibt er dem andern gute

Lehren, und bei der Nacht -- Racker seid ihr!«

Elias schwieg. Starr schaute er dem zornigen Vater ins Gesicht und

schwieg.

»Oder hat dich der Friedl verführt?«

»Nein,« sagte der Junge schnell und kurz.

»Wo ist der Friedl?«

Der Friedl war vorher vom Waldweg herabgekommen. An der Hausecke hatte

er gehorcht, und als er nun merkte, was es gab, trat er vor. Der

Förster fuhr ihn derb an, wo sie die Nacht zugebracht hätten?

»Mit der Büchse sind wir ausgewesen,« antwortete der Bursche.

Die Försterbuben: Ein Roman aus den steirischen Alpen · 第 16 / 55 题