Herzog. O lieber Florentin, es thut weh, sich trennen zu müssen von dem,
den unser Herz lieb gewonnen.
Die Stimme des guten _Fürsten_ zitterte bei den lezten Worten. _Florentin_
verwirrt durch die jähe Verwandlung des zürnenden Fürsten in den
mitleidenden Freund, schlug die Augen auf, und gewahrte Thränen auf der
Wange desselben. Der _Herzog_ drehte sich von ihm ab, gieng an ein Fenster
und rief: »ich bin noch zu jung, bin noch nicht eiskalt genug -- meine
Gefühle schweigend zu machen! Aber sag mir, sonderbarer Mensch, wie ist
dir? hast du deine Empfindung ganz verloren?«
Florentin. Ganz; nur das Gefühl meines Elendes meiner Reue ist mir
geblieben, und die Hoffnung, Gott werde sich meiner Seelen in der lezten
Erdenstunde erbarmen, -- und droben -- droben wirds besser sein.
Herzog. Du willst sterben?
Florentin. Ich bin bereit.