geschah, da glaubte ich’s nicht mehr ertragen zu können und begab mich
auf die entgegengesetzte Seite des Felsens, wo mir der Anblick der
Stadt und das fröhliche Getümmel um sie her gänzlich entzogen war.
Hier strömte aus der weiten Heidefläche ein Fluß dicht an die eine
Wand des Felsens heran und bildete mit diesem einen Winkel, in welchem
ich gerade unter mir den großen Garten eines wohlhabenden Fabrikanten
sah, und etwas weiter entfernt dessen Landhaus. Deutlich wie eine gut
gezeichnete Landkarte lag der Garten mit seinen sauberen Steigen,
Rasenflächen und Gebüschgruppen unter mir, aber auch ebenso leblos wie
eine Landkarte war er meist, denn außer einem alten Gärtner, der sich
dort zu tun machte, und seiner ebenso alten Frau hatte ich noch niemals
einen Menschen darin gesehen.
So saß ich nun dort an jenem Sonntagnachmittag, ließ meine Beine über
den Rand des Felsens baumeln und schaute abwechselnd in die saubere
grüne Einsamkeit zu meinen Füßen und dann über den Fluß hinweg auf die
eintönige Heide. Da überkam mich mit einemmal ein Gedanke, der mein
Gehirn mit einem solchen Rausch erfüllte, daß ich mich zurücklehnte
und meine Hände in das Gras klammerte aus Furcht, von einem Schwindel
ergriffen zu werden und plötzlich hinabzustürzen.
Es stand nämlich in dem letzten Winkel des Gartens ein uralter
Lindenbaum, und zwar so nahe an dem Felsen, daß seine Zweige diesen
fast berührten. Seine ungeheure grüne Kuppel wogte gerade unter mir,
die Entfernung konnte nicht mehr als zwanzig Fuß betragen. Sonderbar,
daß mir dies bisher nie so aufgefallen war wie jetzt! Wenn ich in den
Baum hineinsprang, war ich ja so gut wie unten. Es hatte auch gar keine
Gefahr, denn die dichtbelaubten, elastischen Zweige würden mich sanft
aufnehmen und den Sturz mildern, und dann: wie oft hatte ich mich nicht
als Knabe so von Zweig zu Zweig absichtlich aus Bäumen fallen lassen!
Das war eine Kunst, die gefährlicher aussah, als sie war, und mir schon
oftmals den Beifall erstaunter Zuschauer eingebracht hatte. Wenn ich
das hier ausführte, konnte ich ja in ein paar Sekunden unten sein. Und
dann war ich frei!
Aber wie lange? Ich war ohne Mittel, denn genügendes Geld bekam ich als
Gefangener natürlich nicht in die Hände, und obwohl die Landesgrenze
nicht allzuweit entfernt war, so wäre mir die Flucht doch wohl nur
in einem bereitstehenden Wagen mit schnellen Pferden gelungen. Auch
fehlten mir Legitimationspapiere, und diese waren höchst nötig, um mich
an der Grenze auszuweisen. Woher dies alles nehmen?
Doch diese Gedanken kamen mir alle erst später bei ruhiger Überlegung;
zunächst berauschte mich der Gedanke, wie leicht ich entkommen konnte,
wenn ich wollte, so sehr, daß ich förmlich in ihm schwelgte. Falls
ich dort hinabsprang und mich von Zweig zu Zweig stürzen ließ, war
Gefahr nur dann vorhanden, wenn sich zu große Lücken zwischen den Ästen
fanden, oder wenn diese in bedeutender Höhe vom Boden aufhörten. Ich
suchte mir einen anderen Ort auf dem Felsen, legte mich dort auf den
Bauch und betrachtete die Linde ans größerer Entfernung von der Seite.
Sie war so normal gewachsen, wie dies für einen Musterbaum ihrer Art
nur möglich ist, die grüne Kuppel zeigte keinerlei Unterbrechung, und
die untersten Zweige hingen bis auf den Boden hinab.
Plötzlich ertönten stramme, taktmäßige Tritte und riefen mich aus
meinen Gedanken zurück. Der Posten, der in dieser Gegend stand, ward
abgelöst, und es schien mir klug, mich zu zeigen, da man sonst wohl
nach mir geforscht hätte. Ich ging deshalb schnell hinter den Wällen
herum und kam, scheinbar gelangweilt, an einer anderen Stelle wieder
zum Vorschein, setzte mich auf eine alte Kanone und schaute wieder auf
die Stadt und das fröhliche Treiben der Landstraßen hin.
Im Geiste aber war ich bei meinem alten Lindenbaum. Ich stand am Rande
des Felsens und suchte mit dem Fuße nach einem sicheren Absprung. Nun
war es so weit. Los! Mich schauderte zwar ein wenig, aber es mußte
sein. Wie mir das grüne Laubwerk um die Ohren sauste! Ich war gerade
richtig gesprungen, der Ast gab mächtig nach, aber er brach nicht. Ich
ließ ihn nicht los, bis er sich tief auf den nächsten gebeugt hatte,
und dann rauschte und rutschte ich durch die knickenden kleineren
Zweige tiefer und tiefer von einem Aste zum anderen und schnell war ich
unten. Jetzt hinab an den Fluß und durch die seichten Sommergewässer
an das andere Ufer! Hier das kleine Kieferngehölz verbarg mich
einstweilen. Aber ich mußte weiter, -- weiter über freie Räume, wo ich
fernhin sichtbar war. Nur immer vorwärts der Grenze zu! Vielleicht
bemerkte mich doch niemand. Ein Flüchtling muß Glück haben. Da: ‚Bum!‘
Was war das? Ein Alarmschuß von der Festung! Nun ging die Hetzjagd an.
So sehr hatte ich mich in diese Gedanken vertieft, daß es mich wie
eine Erleichterung überkam, als ich mir plötzlich klarmachte, daß
ich ja noch kein gehetztes Wild war, sondern ganz gemächlich am
Sonntagnachmittag auf einer alten Kanone saß und bloß spintisierte.
Von nun ab ließ mich der Fluchtgedanke aber nicht mehr los, und sooft
ich es nur ohne Aufsehen zu tun vermochte, studierte ich meinen
alten Lindenbaum, bis ich ihn zuletzt fast auswendig konnte. Den
verhängnisvollen Sprung habe ich im Geiste so oft gemacht, daß es nicht
zu zählen ist. Dabei zermarterte ich mich mit Grübeleien, wie ich mir
Geld und alles sonst zur Flucht Nötige verschaffen möchte, verwarf
einen Plan nach dem anderen und kam zu keinem Ende damit. Denn alles
hing davon ab, daß ich Briefe sicher aus der Festung beförderte, und
ich fand niemand, dem ich mich hätte anvertrauen mögen.
Indes war die Zeit der Sommerferien für die Schulkinder gekommen,
und als ich eines Tages wieder in den sonst so verlassenen Garten
des Landhauses hinabschaute, bemerkte ich dort eine wundervolle
Veränderung. Was mir an weiblichen Wesen auf der Festung zu Gesicht
kam, war nicht dazu angetan, mich zu verwöhnen, denn es gehörte zu der
Gattung der Regimentsmegären und Scheuerdrachen; deshalb erschien mir
wohl das junge, etwa siebzehnjährige Mädchen dort unten wie ein Wunder
von Schönheit und lieblicher Bildung, und es erfüllte mich etwas wie
Dankbarkeit gegen den Schöpfer, der solche wohlgerundete Anmut mit
leichter Meisterhand in die Welt gestellt hatte.
Während das junge Mädchen, langsam alles betrachtend, durch den Garten
ging, wurde sie von einem ungefähr vierzehnjährigen Knaben umschwärmt,
der mit einem Bogen von Eschenholz leichte Rohrpfeile in die Luft schoß
und sich an ihrem hohen Fluge vergnügte. Durch einen Zufall stieg einer
dieser Pfeile bis zu mir empor und fiel neben mir nieder. Dadurch wurde
der Knabe meiner gewahr und machte seine Schwester auf mich aufmerksam.
Ich nahm meinen Hut ab und warf, indem ich grüßte, den Pfeil wieder
hinunter. Mein Schicksal und meine Anwesenheit auf der Festung waren in
der ganzen Stadt bekannt, und so mochten diese jungen Leute auch wohl
gleich wissen, wen sie vor sich hatten. Denn sie sprachen miteinander
und sahen zu mir empor, der Knabe unverhohlen und voll Neugier, das
Mädchen flüchtiger, aber, wie es mir schien, mit einem Ausdruck von
Mitleid in den schönen Zügen.
Da ich nun fortwährend mit Fluchtgedanken beschäftigt war und alles,
was mir passierte, mit diesen in Zusammenhang brachte, so fiel mir
auch jetzt sogleich ein, daß sich hier eine Gelegenheit biete, wieder
mit der Außenwelt in Verbindung zu treten. Wenn das schöne Mädchen mir
vielleicht auch nicht helfen konnte, so würde sie doch gewiß nicht
einen armen Gefangenen verraten, der sich vertrauensvoll in ihre Hand
gab. Aber ein Zweifel fing sofort an mich zu plagen, nämlich, ob ich
das Mädchen wiedersehen würde. Vielleicht war sie nur zu einem kurzen
Besuch in diesem Landhause und kam nie wieder. Aber dennoch arbeitete
ich im Geiste schon an einem ausführlichen Brief, in welchem ich
meine Lage und alles, was zu meiner Befreiung nötig war, gründlich
auseinandersetzte.
Als ich gegen Abend wieder in meine Zelle eingeschlossen wurde, schrieb
ich alles sorgfältig auf und setzte die Mittagsstunde von zwölf bis ein
Uhr zu einer Antwort von ihrer Seite fest. Um diese Zeit befanden sich
auf der Festung alle beim Essen, und ich wurde folglich am wenigsten
beobachtet. Auch pflegte sich dann die Schildwache in meiner Nähe einer
stillen, innerlichen Beschaulichkeit hinzugeben. Ihre Antwort sollte
das Mädchen auf ein Zettelchen schreiben, dieses mit ein wenig Wachs
oder Pech an einen Rohrpfeil kleben und durch ihren Bruder zu mir
hinaufschießen lassen.
Mit fieberhafter Spannung wartete ich am anderen Tage darauf, daß
die Schöne wieder im Garten erschiene, doch vergebens: alles blieb
leer. Nur der Knabe tollte eine Weile dort herum und übte sich mit
langen, schlanken Gerten, die er als Wurfspieße benutzte. Endlich, am
Nachmittag, sah ich das helle Kleid aus dem Grün hervorleuchten. Das
Mädchen ging langsam durch den Garten und verschwand unter dem alten
Lindenbaum. Es dauerte eine Ewigkeit, bis sie wieder zum Vorschein kam,
nun aber wandelte sie auf dem Steige unter mir hin. Jetzt galt es. Ich
räusperte mich, so laut ich konnte, und sobald sie aufblickte, zeigte
ich meinen mit einem Steine beschwerten Brief. Als sie verwundert und
etwas verwirrt wegsah, warf ich ihn hinab. Er fiel ihr gerade vor die
Füße, und ich bemerkte, wie sie erschrak und im ersten Augenblick
weiterging, ohne ihn aufzunehmen. Dann besann sie sich, kehrte um,
hob das Papier auf und ging damit unter den Lindenbaum zurück. Nach
einer Weile kam sie wieder hervor und schritt, mir den Rücken wendend,
langsam auf das Haus zu. Wie im Krampfe zog sich mein Herz zusammen,
als sie so, ohne ein Zeichen zu geben, davonging. Doch da! Plötzlich
blieb sie stehen und ließ flüchtig den Blick zu mir heraufgleiten. Dann
wendete sie sich wieder ab, nickte dreimal eindringlich mit dem Kopf
und lief eilig dem Hause zu.
Beinahe hätte ich laut aufgejauchzt, als ich dies bemerkte, und den
ganzen Abend hatte ich die größte Not, die außerordentliche Heiterkeit
zu unterdrücken, die mich erfüllte.
Am anderen Tage ging alles gut. Der Knabe kam und schoß mit seinen
Rohrpfeilen wie zur Übung an dem Felsen in die Höhe. Dann nahm er einen
anderen Pfeil, zielte sorgfältig und schoß ihn zu mir empor. Es war
zu kurz: ich sah den leichten Boten bis dicht an meine Hand steigen
und dann wieder zurücksinken. Das zweite Mal aber gelang es; ich löste
schnell den kleinen, schmalen Zettel ab und warf den Pfeil wieder
hinunter.
Sie schrieb: ‚Ich will alles tun, was ich kann. Mein Onkel will mir
dabei helfen. Sie dürfen ihm vertrauen, wie auch meinem Bruder Paul,
der alles weiß und stolz auf dies Geheimnis ist. Haben Sie guten Mut!
In vierzehn Tagen kann alles bereit sein.‘
Diesen kleinen Zettel drückte ich an meine Lippen, las ihn wohl
hundertmal und bewahrte ihn als meinen größten Schatz.
Über die nächsten vierzehn Tage will ich kurz hinweggehen. Genug,
die Stunde war da, wo alles bereit war, und zwar sollte die Flucht
am hellen Mittage stattfinden. Das Glück begünstigte mich in jeder
Hinsicht. Am Vormittage stieg ein Gewitter auf; über der Heide stand
eine blauschwarze Wolkenwand, in der die Blitze zuckten, und der Donner
ertönte lauter und lauter.
Einige Minuten nach zwölf stand ich an dem Rande des Felsens und
wartete auf den nächsten Donner, der das Geräusch meines Sturzes
übertäuben sollte. Da zuckte ein greller Blitz auf. ‚Eins, zwei, drei,
vier, fünf, sechs, sieben, acht...‘ zählte ich unwillkürlich, und dann
knatterte und rollte es mächtig in den Wolken. ‚In Gottes Namen!‘ sagte
ich innerlich und sprang zu.
Wie ich hinuntergekommen bin, weiß ich noch heute nicht. Es donnerte,
rauschte und sauste mir um die Ohren, Zweige schlugen mir ins Gesicht,
und mit einem Male hatte ich Boden unter den Füßen. Ich eilte schnell
durch Laubengänge, die mich den Blicken verbargen, dem Ausgange zu.
Wie oft hatte ich diesen Weg schon im Geiste gemacht! Da, in der Nähe
des geöffneten Gartentores stand, von Buschwerk gedeckt, eine helle
Gestalt. Sie war es. In überschwellender Dankbarkeit streckte ich ihr
beide Hände entgegen, und da Worte unsere Empfindungen nicht ausdrücken
konnten, so küßten wir uns, als könne es gar nicht anders sein. Aber
sie drängte mich bald von sich: ‚Schnell, schnell,‘ rief sie, ‚und
reisen Sie glücklich!‘ O Wonne und Qual, in der Nußschale eines kurzen
Augenblicks vereinigt!
Doch ich mußte weiter. Auf der Straße sah ich den Knaben Paul, dem ich
in einiger Entfernung folgen sollte. Er führte mich zu einem kleinen
Gehölz in der Nähe, wo eine Kutsche mit zwei schönen Pferden hielt. Ein
ältlicher Mann, der dabeistand, schob mich hinein und rief mir zu: ‚Im
Wagenkasten ist ein neuer Anzug und was Sie sonst noch brauchen, in der
Seitentasche Geld und Papiere. Reisen Sie mit Gott!‘ Ich wollte ihm
danken, allein die Pferde zogen an, und fort ging’s in Sturm und Regen
und rollendem Donner, was die Gäule laufen konnten.
Nun, ich kam nach allerlei kleinen Abenteuern über die Grenze und
weiter und war frei. Frei und doch wieder gefangen, denn den Kuß am
Gartentor vergaß ich mein lebelang nicht.«
Mit diesen Worten schien Herr Lindow seine Erzählung beenden zu
wollen. Da aber trat Frau Lindow zu uns heran, die schon eine Weile bei
einigen Gemüsebeeten in unserer Nähe beschäftigt gewesen war. »Nun,«
fragte sie, »was erzählst du denn da wieder für eine lange Geschichte?«
»Oh,« antwortete er ihr in scheinbar gleichgültigem Tone, »es ist die
Geschichte von dem berühmten Kuß am Gartentor!«
»Ach du!« sagte Frau Lindow. »Ja, das kommt davon, wenn man sich mit
Verbrechern einläßt.«
Mir ging plötzlich ein Licht auf, entzündet an dem schimmernden Glanze
der Augen, mit dem die beiden alten Leute einander ansahen.
»Alte,« rief der Doktor, »denkst du daran, daß es jetzt gerade vierzig
Jahre sind seit jenem verhängnisvollen Kuß? Komm, laß uns anstoßen auf
ein glückliches Alter!«
Wir erhoben uns, und die Gläser klangen aneinander. Dann küßten die
beiden Alten sich, und ein Abglanz wie von ewiger Jugend verklärte ihre
glücklichen Gesichter.
/Heinrich Seidel./
Übungen.
~These exercises can be used for either oral or written drill.~
~It is taken for granted that the student already knows the common
pronouns, the inflection of~ haben, sein, ~and~ werden ~and
of the weak verb, and has become familiar with the words found early
in every grammar, such as~ aber, groß, gut, immer, so, zwei, drei,
weil, ~and so on.~
~It is furthermore assumed that these exercises will be taken up in
the order in which they appear here, the questions in each instance
being answered before the translation into German is begun. This is
mentioned because in some cases the English exercise that is set for
translation contains words which do not occur in the text on which the
exercise is based but which are found in the questions.~
~Parentheses, in addition to their ordinary use, enclose hints on
translation, the vocabulary form of words to be used in properly
inflected form, or words to be inserted in the German that are not
required in English.~
~Square brackets enclose words that are to be omitted in German.~
~Words connected by a tie or ties are to be rendered by a single
word.~
~The same abbreviations are used in these exercises as in the
vocabulary.~
Die Fliege, die in die Schule ging.
~A.~ 1. Wie kam die Fliege in die Schulstube? 2. Warum war das Fenster
offen? 3. Was lernte die Fliege in der Schule? 4. Wem gab die Fliege
die erste Gesangstunde? 5. Wie kam es, daß sie sich in der ersten
Gesangstunde beinahe den Hals brach? 6. Welches Lied lehrte sie ihren
zweiten Schüler? 7. Gab die Fliege ihre dritte Gesangstunde einem
Schüler oder einer Schülerin? (Ich stelle diese Frage, weil man auf
deutsch sagt: /der/ Esel, /der/ Fisch, aber /die/ Ente.) 8. Können
Sie mir nun auch sagen, ob unsere Fliege ein Gesanglehrer war oder
eine Gesanglehrerin? 9. Glauben Sie, daß die Ente wirklich taub war?
10. Warum kann die Fliege jetzt keine Gesangstunden mehr geben? 11.
Von wie vielen Tieren handelt diese Geschichte? 12. Wenn Sie in den
Stammformen /fliegen/, /flog/, /ist geflogen/ statt des g ein h setzen,
was bedeuten die Formen dann auf englisch?
~B. 1. It was a hot summer‿day. 2. The window of the schoolroom was
open. 3. The children in the school were singing a song. 4. The fly was
very (~sehr~) curious and flew through the window into the schoolroom.~
~5. She soon (_position!_) learned the song which the children were
singing. 6. Then (~dann~) she went into the wide world and gave the
other (~ander~) animals singing‿lessons.~
~7. On the meadow she saw (~sehen~) an old donkey grazing
(_infinitive_), and she taught him her song. 8. But the old donkey was
a very ungrateful fellow, for he almost broke her neck (to‿her the
neck).~
~9. Thereupon (~darauf~) the fly caught‿sight‿of a fish in the brook
and wanted‿to (~wollen~) give him a singing‿lesson. 10. He was also
ungrateful and splashed water on her.~
~11. The fly flew onward, but only with great difficulty. 12.
At‿last (~zuletzt~) she met the duck, who was waddling along (walked
quite, ~ganz~, crooked). 13. And the duck was the most ungrateful of
(~von~) all (_uninfl._) the animals: she swallowed the poor (~arm~)
singing‿teacher.~
Der Fuchs und der Krebs.
~A.~ 1. Von welchen zwei Tieren handelt diese Geschichte? 2. Welches
von diesen beiden Tieren ist das größere? 3. Wie kriecht der Krebs?
Und wie läuft der Fuchs? 4. Um wieviel Mark wetteten Krebs und Fuchs
miteinander? 5. Wieviel ist eine Mark ungefähr in amerikanischem
Gelde? (~cent~, Cent) 6. Liegen Hamburg und Bremen weiter nach Norden
als Berlin und Leipzig, oder liegen Leipzig und Berlin weiter nach
Süden als Bremen und Hamburg? 7. Welche von diesen vier Städten ist
die größte? Welche ist die zweitgrößte? 8. Welcher von den beiden
Wettläufern gab dem anderen einen Vorsprung? 9. Welches war das
schlauere von den beiden Tieren? 10. Womit hielt sich der Krebs an dem
Schwanz des Fuchses fest? 11. Wie kam es, daß der Krebs zuletzt dem
Ziele näher war als der Fuchs? 12. Wie verspottete der Fuchs den Krebs
wieder, als sie ans Ziel kamen? (Antwort: Er nannte den Krebs usw.)
13. Wer mußte die Wette zahlen? 14. Was tat der Fuchs, als er beschämt
davonging? 15. Nennen Sie mir ein anderes Tier, welches das auch tut,
wenn es sich schämt!
~B. 1. One day a crab (~Krebs~) was crawling through the green grass of
a little meadow, quite slowly and always backward. 2. A fox who saw the
crab wanted‿to (~wollen~) tease him a little (~ein wenig~), so (~also~)
he asked: “Crab, why do you run so fast?” 3. This mocking question
(~Frage~) did not please the crab. 4. “Fox,” he said, “I see you don’t
know me. I can (~kann~) run faster than you. Will (~willst~) you bet
with me?” 5. “Certainly!” answered the fox. “How much? One mark?”
6. “Oh no!” said the crab. “I never (~nie;~ _position!_) bet less
(~weniger~) than ten marks. But I will give you a good long start.” 7.
“A start you say!” cried the fox mockingly. “How big shall the start
be?” 8. “From your head to your tail. Does that suit you?” 9. “Yes
indeed (~jawohl~),” said the sly fox, but he did not know (~wissen~)
that the crab was much (~viel~) slier than he. 10. “All right then
(~Gut also~),” said the ~crab. “If you now step right (~gerade~)
in‿front‿of me, your tail touches my head, doesn’t it (~nicht wahr~)?
And that is exactly the length of your body. 11. I will then count
(~zählen~): One, two, three! and the race can begin.”~
~12. Now when (When now) the crab stood close behind the fox, he
laid‿hold‿of the fox’s tail with his claws. 13. This (~dies~) the
fox did not notice at all because his tail was so big and bushy. 14.
Thereupon the crab cried as (~so~) loud [as] he could (~können~): “One,
two, three!”~
~15. “Go it!” answered the fox, and the race began. 16. Never in all
his life had the fox run so fast. 17. Finally, as he almost (already)
touched the goal, he turned (himself) around quickly. 18. No (~kein~)
crab was to be seen (to see). 19. “Are you not a stupid fellow
(~Kerl~), Crab?” he shouted. “But where are you then (~denn~)?”~
~20. “Here I am,” answered the crab, “at (~an~) the goal! Don’t you see
(~siehst~) me?” 21. And sure‿enough (~richtig~), there sat (~sitzen~)
Mr. Crab, quietly waiting (and waited quietly) for the slow fox. 22.
“How is this (comes that)?” said the frightened fox. “The cuckoo must
have helped you!”~
~23. I do not know (~weiß~) whether (~ob~) the cuckoo actually
(~wirklich~) helped the crab, but this (that) I know [for] certain: the
fox was‿obliged‿to pay the bet, and I also saw that one (~einer~) of
(~von~) the two tucked a long (~lang~), bushy tail between his legs and
went away ashamed.~
Gevatter Tod.
~A.~ 1. Sagen Sie mir doch, warum Klaus nicht einen seiner Verwandten
oder Freunde bat, Pate zu seinem dreizehnten Kinde zu werden! 2. Wer
war der erste Fremde, an den sich Klaus wandte? 3. Woher wußte der
liebe Gott, was der Arme wollte, ehe dieser es ihm sagte? 4. Geben Sie
die Stammformen von /betete/, /bat/ und /bot/! 5. Wie sahen die beiden
anderen Fremden aus, denen Klaus auf der Landstraße begegnete? 6.
Welchen von den beiden nahm er zum Paten für sein Kind? Warum? 7. Wann
war die Kindtaufe? 8. Wie alt, glauben Sie, war der Junge ungefähr,
als der Tod ihn in den finsteren Wald führte? 9. Was verstehen Sie
unter einem Heilkraut? 10. Wissen Sie auch, was Sauerkraut ist? 11.
Woher wußte der junge Arzt immer, ob seine Kranken sterben oder wieder
gesund werden würden? 12. Was ist ein Hofarzt? 13. Wissen Sie auch,
was ein Tierarzt ist? 14. Durch welche List betrog der Wunderdoktor
den Tod? (Antwort: Dadurch, daß er usw.) 15. Wann wurde der junge Arzt
zum zweitenmal an des Königs Hof gerufen? 16. Was sollte er zum Lohn
bekommen, wenn er die Prinzessin wieder gesund machte? 17. Erklären
Sie, warum der Tod nun den Arzt zu hassen begann! 18. Woher wissen Sie,
daß es nicht dunkel in der unterirdischen Höhle war? 19. Wie lang war
das Lebenslicht des jungen Arztes? 20. Was geschah, als der Tod das
Lebenslicht seines Paten umstieß?
~B. 1. One day (the) poor Klaus was looking‿for a godfather for his
thirteenth child, when (~da, ~_with inversion_) he met the (dear)
Lord, before whom every tree, every flower, [and] even (~ja~) every
blade‿of‿grass bowed low. 2. When, however, Klaus said to God: “Why
have the rich always enough to eat, and why must the poor always
go‿hungry?” (~da~) the Lord disappeared (~verschwinden~), so that Klaus
saw him no more.~
~3. Then Klaus met the Devil, who promised him to make his little‿son
rich if he took (_pres. subj._) him for‿a (~zum~) godfather; but
Klaus told him he should (~sollen~; _pres. subj._) go home to his
grandmother.~
~4. Finally (~endlich~) he met a thin, scrawny man who also offered
himself, and him (~der~) he begged to come to (~zu~)‿the christening of
the child, which was to be on Sunday.~
~5. Now when (When now) the boy was fourteen (~vierzehn~) years old,
the thin, scrawny fellow (~Kerl~), who was none other than (the) Death,
gave the youngster a healing‿herb, which grew (~wachsen~) only in a
certain (~gewiß~) dark forest. 6. “You shall become the most famous
physician on earth,” he said. 7. “Use this herb whenever you see me
standing (_infinitive_) at the head of your patient, and he will get
well again. 8. But whenever I stand at his feet, he must die anyway
(~doch~); and if you then (~dann~) use the herb, you will fare ill.”~
~9. Now once (Once now) the king was so sick that his court‿physician
had given him up. 10. Then (~da~) the king’s‿daughter sent for the
famous physician and asked him whether (~ob~) he could (~können~;
_pres. subj._) save her beloved father. 11. He saw (the) Death standing
at the king’s feet, but with [the] assistance (~Hilfe~) of the servants
he quickly turned the bed around, gave the king three drops of (~von~)
the healing‿herb, and behold! (~siehe da!~) the king was saved.~
~12. A year afterward the beautiful princess herself fell sick, and
that (~zwar~) so seriously that the king said: “Whoever restores my
dear daughter to health shall have her to‿(the) wife and be (become)
king after me.”~