Er versenkte sich ganz in ihr Wunschleben, in diese Träumereien von
unerfüllten kleinen Realitäten. Nie äußert man es, außer durch ein
unaufhaltsames Verweilen vor Schaufenstern oder in Geschäftsläden, durch
einen fast hysterisch-melancholischen Blick auf den geliebten
Gegenstand, oder durch die schüchterne beklommene Frage, was er koste?!
So erstand er denn für sie eine japanische Bettwandmatte, strohgelbes
Geflecht mit braunen und rostroten eingewebten Flecken. Ferner einen
bosnischen handgewebten Blusenstoff, kornblumenblau mit malachitgrünen
Fäden. Ferner einen großen französischen Parfümzerstäuber aus Nickel,
für Menthol-Franzbranntwein; ein kaltes Bad, ohne zu baden, wenn man den
ganzen Leib damit anstäubt! Ferner eine Zigarettenschachtel aus
sibirischer Birke, viereckiges Format, für fünfundzwanzig Zigaretten
Inhalt. Ferner eine Schachtel Schreibfedern und zehn riesig dicke
chinesische Rohrfederstiele dazu, federleichte. Und viele andere
erfüllbare Träume ihres Daseins. Er schuf einen Einklang seiner eigenen
Welt und der ihren. Er schenkte ihr nur das, was in gleicher Weise sie
erfreute, es zu bekommen, ihn erfreute, es zu geben! Es war also ein
Akkord verdoppelten Genießens! Und dann schrieb er: »In Deinem Namen
zwanzig Kronen gespendet der Kinderschutz- und Rettungsgesellschaft für
die mißhandelte zwölfjährige Maria B.« Da fühlte sie: »Siehe, wir haben
einen vollständigen Familienweihnachtsabend —.«