In deinen Augen lese ich dein Leben — — — mehr brauch ich nicht zu
wissen, es ist alles. Und deine Stimme ersetzt mir die Musik der Welt!
Deine Hände zu schauen, macht dankbar gegen das Schicksal — — und sie
berühren, macht mich tief erschauern! Wie eine geknickte Blume prangst
du in der Welt, die trotzig starrt von harten Pflanzen! Nur du erzeugst
mir Sehnsucht, Gottes edle Qual! Die anderen genießt man, wenn sie da
sind, und die Entfernung legt sie zu den Toten! Von dir aus strömt des
Dichters Leid und Not, an diesem Stoffe brennen seine Flammen! Wenn du
von Lieblingsliedern sprichst, hör ich sie tönen; Wenn du von
Lieblingsbüchern sprichst, so hab ich sie gelesen! Wenn du von schönen
Frauen sprichst, so seh ich sie, wenn du von Männern sprichst, so sterb
ich vor Verzweiflung!
Und die Welt erdunkelt mir — — —. Der Bann, der Bann, Bannsegen ohne
Fluch! So bannst du mich! Du bist verstört, von tausend geheimnisvollen
Kräften hin und her getrieben, die aber mir zu Tau und Sonne werden,
indem ich sie gerührt betrachte und begreife, wie eine Mutter ihres
geliebten Kindes Rätsel — — —. Entfern dich nicht! Denn wenn du mich
verläßt, erlischt für Dich dein eigener Zauber — — und eine Welt
ersteht, die dich brutal genießen will!