Da drehte sich der Schwarze um und kam rasch aus der brausenden Finsternis.
Nun sah er deutlich: der Mann, dessen Gesicht sauber geseift war, hatte
Fanatisches. Und war sein Mitarbeiter.
Dann sagte er: »Nun, mein lieber Paquet, wie lief die Sache? Wird gestreikt
oder nicht?«
Jean Paquet beugte sich vor. Wie jung er doch aussah!
Fast sieghaft kam es heraus: »Ja. Sie, morgen schon! Und Sie können es auch
gleich wissen: ich mach mit. Dafür können _Sie_ meine Maschine lenken. Oder
der Vildrac. Oder ihr alle zusammen!«
»Wer?«
»Na, der Vildrac, der Kriecher! Wer denn sonst? Sein Gott wird ihm wohl
noch einen Arm dazu wachsen lassen, damit er nicht mehr zehn, ach, gleich
zwanzig Stunden schuften kann.«
»Sagen Sie mal, Paquet, weshalb beschimpfen Sie gleich Ihren Genossen?
Wissen Sie denn schon, daß er nicht mittut, wenn alle streiken?«
Jean Paquet verzog den Mund und spuckte aus: »Der und streiken? Tausend
Knüppel jagen ihn nicht aus dem Maschinenhaus!«
»Sie sollten ihm mal ins Gewissen reden! Oder mit Geld herumkriegen.
Vielleicht hat er Angst zu hungern.«
Jean Paquet richtete sich auf. Trotzig. Hob die Schultern. Und schrie
gemein: »Sie wollen mich wohl aushorchen. Herr Ingenieur??«
Da faßte ihn der Ingenieur Erwin Vallotti bei der Schulter, um ihn in das
gegenüberliegende Lokal zu zerren.
Paquet aber witterte Verrat. Bekam einen Wutanfall und riß sich los.
Brüllte über die Straße hin: »Nun pack' dich aber, du Spion! Pack' dich!
Sonst gibt's noch eine Leiche heute Nacht!«
»Feigling!« knurrte der Ingenieur Erwin Vallotti und ging mit starren
Blicken in das fahle Frühlicht.