Séverin flüsterte matt: »Jean . . . Jean . . . hör doch!«

»Was ist noch zu hören?« ächzte der aus schmerzhaften Krümmungen herauf.

»Du Jean!«

»Zum Teufel noch, was soll ich!«

»Du Jean, wenn wir noch eine Stunde schlagen, müssen wir durch sein. Keinen

Meter mehr ist die Wand.«

»Verflucht, schlag doch wenn du kannst!«

»Hör', ehe sie uns von vorn herausgraben, sind wir da hinten schon auf dem

alten Gang. Ein Notschacht ist da.«

»Schrei doch nicht so, du Hund! Mein Kopf ist ganz zerschossen. Krepieren

müssen wir doch hier. Alles ist vorbei.«

Sein Gesicht fiel mit einem Knick vornüber.

Séverin bemühte sich, wieder auf die Füße zu kommen. In seinen Schläfen und

in seiner Stirn beutelten sich dicke Blasen. Blut trat ihm schwarz aus Kinn

und Hals.

Dann begann er zu hämmern und dachte an Maruscha. O, schönes warmes Bett

mit Maruscha! Nun wird sie oben am Tor stehen und mit den anderen Weibern

flennen. O Maruscha! Bald, ja, ach bald komm ich wieder zum Küssen. Schönes

warmes Bett. Maruscha!

Er hatte wieder Schwung in den Muskeln und sein Riemen stand. O Maruscha!

Auch Jean hatte sich wieder aufgereckt. Stützte sich auf das Eisen und

horchte. Schlenkerte mit dem verwundeten Arm und sackte ein bißchen in den

Knien ein.

Der schwarze Baal: Novellen · 第 21 / 30 题