zugespitzt; Blatthäutchen kurz, mit einem lanzettlichen Anhängsel
gegenüber der Blattfläche. 5. 6. Häufig in den norddeutschen
Buchenwäldern, sonst selten.
Einblütiges P., _M. uniflóra_ Retzius
[Illustration: Fig. 817.]
-- Ährchen nickend (Fig. 817), mit 2 vollkommenen Bltn (Fig. 818);
Kelchspelzen stumpf
_4_
[Illustration: Fig. 818.]
_4._ Blatthäutchen sehr kurz (nur ein brauner Saum); Ährchen länglich;
Kelchspelzen braunrot, weiß berandet; Bltnspelzen krautig, ziemlich
dünn, grün, deutlich 5nervig. Pfl. grasgrün, mit weitkriechendem
Wurzelstocke. 5. 6. Wie vor., zerstr., in Nordwestdeutschl. und
Schleswig-Holstein selten
Nickendes P., _M. nutans_ L.
-- Blatthäutchen ziemlich lang, weiß; Ährchen eif.; Kelchspelzen meist
grün, meist mit einem trüb-rötl. Streifen vor dem weißl. Hautrande
und am Grunde; Bltnspelzen ziemlich dick, steif, gewölbt, glänzend,
undeutlich 5nervig; Pfl. etwas graugrün, rasig. 5. 6. Thüringen (Sulza
bis Naumburg), Prov. Sachsen (Hakel), Unterfranken (Königshofen im
Grabfelde, Schweinfurt)
Buntes P., _M. picta_ C. Koch
Bastard: _M. nutans_ × _picta_. Thüringen. Unterfranken.
36. _Briza_ L., Zittergras. III.
Wiesen, Triften, häufig. 5. 6.
_B. média_ L.
37. _Dáctylis_ L., Knäuelgras. III.
Rispe geknäuelt, gelappt; Kelchspelzen derb, äußere 1-, innere 3nervig,
wie die äußere Bltnspelze am Kiel steif gewimpert. Pfl. dichtrasig,
meist etwas graugrün. 5-7. Wiesen, Wälder, gemein
Gemeines K., _D. glomeráta_ L.
Rispe nicht geknäuelt, schlank, fast ährenf.; Kelchspelzen häutig, wie
die äußere Bltnspelze 3nervig, kahl. Pfl. mit kriechend. Ausläufern,
lebhaft hellgrün. 6. 7. Laubwälder, Gebüsche, wohl oft übersehen
Aschersons-K., _D. aschersoniána_ Graebner
38. _Cynosúrus_ L., Kammgras. III.
Wiesen, Triften, häufig. 6. 7.
_C. cristátus_ L.
39. _Scleróchloa_ P. B., Hartgras. III.
Triften, Wegränder, selten. Besonders in Mittel- und Süddeutschl. 5. 6.
_Sc. dura_ P. B.
40. _Poa_ L., Rispengras. III.
_1._ Äußere Bltnspelze mit 5 starken Nerven; unt. Rispenäste zu 5
_11_
-- Äußere Bltnspelze undeutlich 5nervig
_2_
_2._ Stengel 2schneidig zusammengedrückt, mit langen Ausläufern;
Blatthäutchen kurz, gestutzt; oberste Scheide länger als ihr Blatt;
Rispe schmal. Pfl. graugrün. 6. 7. Wiesen, Hügel, Wegränder, meist
häufig
Zusammengedrücktes R., _P. compréssa_ L.
-- Stengel rund oder etwas zusammengedrückt, aber nicht 2schneidig
_3_
_3._ Äußere Kelchspelze 1nervig, die viel kürzere innere 3nervig; Rispe
einseitswendig, ihre Äste einzeln od. zu 2; Blatthäutchen der oberen
Blätt. längl.; Stengel am Grunde meist liegend. 2-11. Äcker, Gärten,
Wege, gemein
Einjähriges R., _P. ánnua_ L.
-- Beide Kelchspelzen 3nervig
_4_
_4._ Blatthäutchen verlängert (wenigstens bei den oberen Blätt.)
_6_
-- Blatthäutchen aller Blätt. kurz, gestutzt od. fehlend
_5_
_5._ Pfl. durch abwischbaren Reif stark blaugrün; Halm steif, nur unten
beblättert; Blätt. starr, abstehend, rauh; Blattscheiden länger als
die Halmglieder, die Knoten bedeckend; Rispe aufrecht, lang gestreckt,
mit rauhen Ästen; Ährchen grün und schmutzigviolett gescheckt. 7. 8.
Riesengebirge, Mährisches Gesenke
Hechtblaues R., _P. cǣsia_ Smith
-- Pfl. meist rein grün; Halm meist schlaff, glatt; Blätt. lang, nicht
starr, ihre Scheiden meist nicht bis zum nächsten Knoten reichend;
Rispe zur Blütezeit ausgebreitet, später zusammengezogen; Ährchen meist
grün. Sehr veränderlich. 6. 7. Wälder, Gebüsche, zerstr.
Hain-R., _P. nemorális_ L.
_6._ Blühender Halm und Blättertriebe am Grunde von gemeinschaftlichen
Scheiden eingeschlossen, zuweilen zwiebelart. verdickt; ob. Scheiden
länger als ihr Blatt; Rispenäste meist einzeln
_10_
-- Blühender Halm und Blättertriebe nicht von gemeinschaftlichen
Scheiden eingeschlossen
_7_
_7._ Blatthäutchen der unt. Blätt. kurz. gestutzt, die der oberen
längl., meist spitz; oberste Scheide viel länger als ihr Blatt;
Blätt. an den langen, kriechenden, zusammengedrückten Ausläufern und
an den Blättertrieben 2zeilig gestellt; Ährchen 3- bis 5blütig; unt.
Rispenäste 2-4; Rispe abstehend. 7. Mit den Alpenflüssen in die Ebene
herabsteigend
Zweizeiliges R., _P. cenísia_ Allioni
-- Alle Blatthäutchen länglich
_8_
_8._ Unt. Rispenäste zu 3-5; äußere Bltnspelze unter der Spitze mit
einem gelben od. braunen halbmondf. Fleck; Halm aufsteigend. 6. 7.
Feuchte Wiesen, Gräben
Sumpf-R., _P. palústris_ Roth
-- Unt. Rispenäste zu 1-2
_9_
_9._ Rispenäste fadenf., steif; Rispe an der Spitze nickend, locker;
Ährchen meist 3blütig, eif., violett; Bltn nicht durch Wollhaare
verbunden; Halm schlaff, glatt; Blätt. weich, glatt, länger als die
Scheiden. 7. 8. Riesengebirge, Alpen
Schlaffes R., _P. laxa_ Haenke
-- Rispenäste haardünn; Rispe an der Spitze überhängend; Ährchen
4-6blütig, längl.-eif.; Bltn meist durch Wollhaare verbunden; oberstes
Blatt kürzer als seine Scheide. 7. Geröll der Alpenflüsse
Kleines R., _P. minor_ Gmelin
_10._ Halm und Blättertriebe am Grunde zwiebelig verdickt; alle
Blatthäutchen verlängert; Blätt. sehr schmal; Rispenäste zur Blütezeit
aufrecht abstehend, vorher und nachher zusammengezogen; Ährchen
gewöhnlich in blattart. Knospen auswachsend $(_vivípara_)$. 5. 6.
Grasplätze, Hügel, zerstr., in Nordwestdeutschl. fehlend
Knolliges R., _P. bulbósa_ L.
-- Pfl. am Grunde nicht deutlich zwiebelig; Blatthäutchen der unt.
Blätt. kurz, gestutzt; Blätt. breiter, plötzlich fast kappenf.
zusammengezogen, grasgrün; Rispenäste zur Blütezeit weit abstehend,
vorher und nachher schief aufrecht; Ährchen 4-10blütig, meist bunt
gescheckt. $(Ändert ab: var. _badénsis_ Haenke; Pfl. niedriger;
Blätt. kurz, steif, am Rande knorpelig weiß; Ährchen breiter, mehr
zusammengedrückt. Mitteldeutschland.)$ 6. 7. Felsige Abhänge der
höheren Gebirge
Alpen-R., _P. alpína_ L.
_11._ Halm 2schneidig zusammengedrückt; Blatthäutchen bis 1 mm l.;
Blätt. 5-10 mm br., plötzlich in eine kappenf. Spitze zusammengezogen.
6. 7. Bergwälder, zerstr.
Wald-R., _P. chaixi_ Villars
-- Halm meist rund oder schwach zusammengedrückt; Blätt. bis 4 mm br.
_12_
_12._ Blatthäutchen der oberen Blätt. längl., spitz; Halm und
Blattscheiden meist rückwärts rauh; Kelchspelzen sehr ungleich;
Bltnspelzen zugespitzt (Fig. 819). Pfl. ohne lange Ausläufer. 6. 7.
Wiesen, Weiden
Rauhes R., _P. triviális_ L.
[Illustration: Fig. 819.]
-- Blatthäutchen alle kurz, gestutzt; Halm schwach zusammengedrückt,
nebst den Blattscheiden glatt; Kelchspelzen fast gleich; Bltnspelzen
stumpfl. (Fig. 820). Pfl. mit langen Ausläufern. 5. 6. Wiesen, Triften,
gemein
Wiesen-R., _P. praténsis_ L.
[Illustration: Fig. 820.]
41. _Scolóchloa_ Link, Schwingelschilf. III.
Ufer, nur im nordöstl. Gebiet. 5. 6.
_Sc. festucácea_ Link
42. _Glycéria_ R. Br., Schwaden. III.
_1._ Äußere Bltnspelze mit 3 starken und 4 damit abwechselnden kürzeren
und schwächeren Nerven; Ährchen meist 7blütig, gelbbraun; Rispe locker,
schlank, überhängend; Blatthäutchen zart. 6. 7. Waldsümpfe, im östl.
und nordöstl. Gebiet, Ratzeburg
Wald-Sch., _Gl. nemorális_ Üchtritz u. Koernicke
-- Äußere Spelze mit 7 kräftigen u. fast gleichlangen Nerven
_2_
_2._ Ährchen bis 1 cm l., vor dem Aufblühen zusammengedrückt;
Blatthäutchen höchstens 3 mm lang
_4_
-- Ährchen größer, 7-11blütig, vor dem Aufblühen stielrund;
Blattscheiden zusammengedrückt; Blatthäutchen ca. 5 mm lang
_3_
_3._ Rispe einseitswendig, sehr lang und schmal, ihre Äste zur
Blütezeit wagerecht abstehend, vorher und nachher angedrückt, die unt.
meist zu 2; äußere Bltnspelze spitzl.; Stbbeutel violett. 5-7. Gräben,
Ufer, häufig
Mannagras, _Gl. flúitans_ R. Br.
-- Rispe gleichmäßig ausgebreitet, ihre Äste abstehend, die unt. zu
3-5; äußere Bltnspelze stumpf; Stbbeutel gelb. 5-7. Wie vor., seltener
Faltiger Sch., _Gl. plicáta_ Fries
_4._ Rispe fast einseitswendig, sehr locker, mit wenigährigen,
haardünnen, überhängend. Ästen; Ährchen 3-6blütig. 5. Nur in Ostpreußen
Entferntähriger Sch., _Gl. remóta_ Fries
-- Rispe allseitswendig, dicht, mit vielährigen, aufrecht abstehenden
Ästen; Ährchen 5-8blütig. 7. 8. Ufer, meist häufig $(_G. spectábilis_
M. u. K.)$
Wasser-Sch., _Gl. aquática_ Wahlenberg
43. _Festúca_ L., Schwingel. III.
_1._ Ährchen stielrund; äußere Bltnspelze oberwärts abgerundet od.
gestutzt; Fr. frei. Salzpfl. $(_Átropis_)$
_15_
-- Ährchen seitl. zusammengedrückt; äußere Bltnspelze lanzettl.,
oberwärts verschmälert; Fr. fest von den Spelzen umschlossen
_2_
_2._ Ährchen in einfacher, aufrechter Traube; Kelchspelzen 3nervig;
Bltnspelzen begrannt od. unbegrannt. 5-7. Vogesen, Baden
Einfacher Schw., _F. lachenálii_ Spenner
-- Bltn in ausgebreiteten od. (selten) ährenf. Rispen
_3_
_3._ Pfl. nur mit blühenden Trieben, 1jährig, leicht aus dem Boden zu
ziehen; Ährchenstiele dick od. oberwärts keulenf. verdickt
_13_
-- Pfl. auch mit nichtblühend. Trieben, ausdauernd; Ährchenstiele dünn
_4_
_4._ Blätt. alle flach (auch die grundst.)
_10_
-- Blätt. entweder alle oder nur die grundst. borstl. zusammengerollt
_5_
_5._ Blatthäutchen längl., nicht 2öhrig; Ährchen bunt; Bltnspelzen
oberwärts trockenhäutig. 7. 8. Riesengebirge
Bunter Schw., _F. vária_ Haenke
-- Blatthäutchen kurz, mit 1-2 seitl. Öhrchen
_6_
_6._ Alle Blätt. borstl.
_8_
-- Nur die grundst. Blätt. borstl., auf dem Querschnitt (besonders
getrocknet) 3-5kantig, die übrigen (lebend) flach
_7_
_7._ Frkn. kahl; grundst. Blätt. glatt; Wurzelstock meist mit mehr od.
weniger langen Ausläufern. 6. 7. Waldränder, Triften, trockene Wiesen,
nicht selten
Roter Schw., _F. rubra_ L.
-- Frkn. an der Spitze fein borstig; grundst. Blätt. rauh; Wurzelstock
dichte Rasen bildend. 5. 6. Laubwäld., Gebüsche, zieml. zerstr.
Verschiedenblättriger Schw., _F. heterophýlla_ Hanke
_8._ Scheiden der grundst. Blätt. bis zur Mitte geschlossen[50],
tief längsgefurcht, meist violett; Rispe meist violett überlaufen,
oft nickend; Frkn. am Scheitel fein behaart. 6. 7. Lichte Wälder der
bayrischen Hochebene
Amethyst-Schw., _F. amethýstina_ L.
-- Scheiden der grundständigen Blätt. fast ganz gespalten; Frkn. kahl
_9_
_9._ Blätt. starr, die der nichtblühend. Triebe gefurcht (besonders
getrocknet); Halm oben rauh, scharfkantig. 6. 7. Bayern
Gefurchter Schw., _F. sulcáta_ Hackel
-- Blätt. im trockenen Zustande ungefurcht; Ährchen klein, begrannt
oder unbegrannt. Sehr veränderliches, formenreiches Gras. 5-7. Trockene
Orte, Triften, häufig
Schaf-Schw., _F. ovína_ L.
_10._ (4.) Äußere Bltnspelze mit langer, geschlängelter, weißer Granne;
Blatthäutchen sehr kurz; Blätt. unterseits glänzend dunkelgrün. 6. 7.
Laubwälder, Gebüsche, häufig
Riesen-Schw., _F. gigantéa_ Villars
-- Äußere Bltnspelze nicht od. nur kurz begrannt
_11_
_11._ Blatthäutchen längl.; Rispe groß; Halm am Grunde mit 4-5
glänzenden, braunen Schuppen umgeben; Blätt. 6-14 mm br. 6. 7.
Laubwälder, zerstr., im Westen fehlend
Wald-Schw., _F. silvática_ Villars
-- Blatthäutchen kurz, gestutzt; unt. Rispenäste zu 2
_12_
_12._ Unt. Rispenäste 5-15ährig; Ährchen 4-5blütig; Rispe nach d. Blüte
weit ausgebreitet; Blätt. am Rande rauh. 6. 7. Moorwies., Gebüsche,
zerstr.
Rohr-Schw., _F. arundinácea_ Schreber
-- Untere Rispenäste 1-6ährig (der eine Ast stets klein und nur
1-2ährig); Ährchen 6-12blütig; Rispe schmal, nach der Blüte
zusammengezogen. 6. 7. Wiesen, Grasplätze, gemein
Wiesen-Schw., _F. elátior_ L.
_13._ (3.) Bltn unbegrannt; Ährchen linealisch-lanzettl., kurz und dick
gestielt; Rispe 2reihig. 6. 7. Zuweilen eingeschleppt
Starrer Schw., _F. rígida_ Kunth
-- Bltn lang begrannt; Ährchenstiele oben keulig verdickt
_14_
_14._ Oberste Blattscheide den Halm bis zur Rispe einhüllend; unterster
Rispenast mehrmals kürzer als die 10-20 cm l., oberwärts überhängende
Rispe (Fig. 821). Pfl. bald gelb werdend. 5. 6. Sandboden, zerstr.
Mäuseschwanz-Schw., _F. pseudomyúrus_ Soyer-Willemet
[Illustration: Fig. 821.]
-- Stengel oben nackt; unterster Rispenast halb so lang als die 3-6 cm
l., steifaufrechte Rispe (Fig. 822). 5. 6. Wie vor., seltener
Eichhornschwanz-Schw., _F. sciuroídes_ Roth
[Illustration: Fig. 822.]
_15._ (1.) Unt. Rispenäste meist zu 5, alle zur Blütezeit absteh.,
später zurückgeschlagen; Ährchen bis 5 mm l.; Ausläufer fehlend. 5-9.
Salzboden
Salz-Schw., _F. dístans_ Grisebach
-- Unt. Rispenäste meist zu 2; Rispe einseitswendig, mit meist
aufrechten Ästen; Ährchen bis 1 cm l.; Blättertriebe liegend,
ausläuferartig. 6. 7. Meeresküste
Strand-Schw., _F. thalássica_ Kunth
44. _Bromus_ L., Trespe. III.
_1._ Äußere Kelchspelze 1-, innere 3nervig
_9_
-- Äußere Kelchspelze 3-5-, innere 7-9nervig
_2_
_2._ Blattscheiden kahl; äußere Bltnspelze nach d. Blüte eingerollt,
stielrundl. (Fig. 823); Bltn zur Frzeit etwas voneinander entfernt;
Rispe später überhängend. 6. 7. Unter der Saat, nicht selten
Roggen-T., _B. secálinus_ L.
-- Unt. Blattscheiden behaart; Bltn zur Frzeit sich dachziegelart.
deckend (wenigstens am Grunde)
_3_
[Illustration: Fig. 823.]
_3._ Äußere Bltnspelze deutlich länger als die innere
_5_
-- Beide Bltnspelzen etwa gleich lang
_4_
_4._ Äußere Bltnspelze etwa 2mal so lang als ihre Granne, fast
rautenf., länger als die linealische Fr.; Rispe auch zur Frzeit
aufrecht. 6. 7. Äcker, selten (Aschersleben)
Kurzährige T., _B. brachystáchys_ Hornung
-- Äußere Bltnspelze so lang als ihre Granne, elliptisch-lanzettl.,
kürzer als die längl.-verkehrt-eif. Fr.; Rispe zur Frzeit etwas
überhängend. 6. 7. Äcker, Wegränder, zerstr.
Acker-T., _B. arvénsis_ L.
_5._ Granne gerade vorgestreckt, höchstens zur Frzeit etwas spreizend,
alle ziemlich gleich
_7_
-- Granne zur Frzeit am Grunde gedreht und (besonders im trockenen
Zustande) auswärts gebogen (Fig. 824), in demselben Ährchen
verschieden, die oberen bis 3mal so lang als die unteren
_6_
[Illustration: Fig. 824.]
_6._ Ährchen längl.-lanzettl., bis 2½ cm l., zur Frzeit mit etwas
gelockerten Bltnspelzen und deshalb durchscheinender Achse; Rispe nach
der Blütezeit einseitig überhängend, zusammengezogen. 5. 6. Äcker, sehr
zerstr.
Bogengrannige T., _B. pátulus_ M. u. K.
-- Ährchen eif.-lanzettl., bis 5 cm l., zur Frzeit die Bltnspelzen sich
dicht dachziegelart. deckend und deshalb die Achse nicht sichtbar;
Rispe locker traubig, mit kurzen Ästen. 5. 6. Zuweilen eingeschleppt
Sperrige T., _B. squarrósus_ L.
_7._ Rispenäste und Ährchen weichhaarig (selten letztere kahl); Rispe
nach der Blütezeit zusammengezogen; äußere Bltnspelze am Rande oberhalb
der Mitte stumpfwinklig hervortretend (Fig. 825). 5. 6. Wiesen,
Wegränder, Äcker, gemein
Weiche T., _B. mollis_ L.
[Illustration: Fig. 825.]
-- Ährchen kahl; Rispenäste rauh
_8_
_8._ Rispe aufrecht, schmal traubig, nach der Blütezeit
zusammengezogen; äußere Bltnspelzen mit bogenf. Seitenrändern (Fig.
826); Ährchen gelblichgrün. 5. 6. Wiesen, Triften, zerstr.
Traubige T., _B. racemósus_ L.
[Illustration: Fig. 826.]
-- Rispe auch nach der Blütezeit locker, zuletzt überhängend, ihre
Äste dünn; äußere Bltnspelze am Rande oberhalb der Mitte stumpfwinklig
vortretend. 5. 6. Äcker, Wiesen, nicht häufig
Verwechselte T., _B. commutátus_ Schrader
_9._ (1.) Granne fehlend od. sehr kurz; Blätt. und Blattscheiden kahl;
Rispe aufrecht. Pfl. mit Ausläufern. 6. 7. Wiesen, trockene Hügel,
verbreitet
Unbegrannte T., _B. inérmis_ Leysser
-- Ährchen lang begrannt
_10_
_10._ Rispe aufrecht, ziemlich dicht (Fig. 827); Blätter linealisch bis
schmal linealisch; äußere Bltnspelze 5-7nervig. 5. 6. Wie vor., sehr
zerstr.
Aufrechte T., _B. eréctus_ Hudson
[Illustration: Fig. 827.]
-- Rispenäste weit abstehend, zuletzt überhängend od. mehr aufrecht und
dann die Rispe schon zu Anfang überhängend
_11_
_11._ Ährchen auch nach der Blütezeit vorn nicht verbreitert; Rispe
groß, ihre unteren Äste zu 1-2, weit abstehend, mit 4-9 Ährchen;
äußere Bltnspelze 3nervig; Blätt. breit linealisch; alle Blattscheiden
rückwärts rauhhaarig. H. 0,60-1,50 m. $(Ändert ab: var. _benékeni_
Syme, niedriger, unt. Rispenäste zu 2-5, aufrecht abstehend, mit 1-5
Ährchen, nur die unt. Blattscheiden rückwärts rauhhaarig, die ob.
kurzhaarig od. kahl.)$ 6. 7. Bergige Laubwälder, zerstr., die Var.
besonders im Westen und Nordosten
Rauhe T., _B. ramósus_ Hudson
-- Ährchen während und nach der Blütezeit oben breiter (Fig. 828). H.
30-80 cm
_12_
[Illustration: Fig. 828.]
_12._ Halm oberwärts kurzhaarig; Rispe ziemlich dicht, schlaff,
überhängend; Bltnspelze so lang od. wenig kürzer als die Granne;
Ährchen 2-3 cm lang. 5. 6. Unbebaute Orte, häufig
Dach-T., _B. tectórum_ L.
-- Halm ganz kahl; Rispenäste weit abstehend, aufrecht, zuletzt
überhängend; Bltnspelzen kürzer als die Granne; Ährchen 3-4½ cm lang.
5. 6. Wie vor. häufig
Taube T., _B. stérilis_ L.
45. _Brachypódium_ P. B., Zwenke. III.
Granne kürzer als ihre Spelze, steif; Ähre meist aufrecht; Blätt.
steif; Blatthäutchen kurz. Pfl. hellgrün. 6. 7. Gebüsch, Hügel, zerstr.
Gefiederte Zw., _B. pinnátum_ P. B.
Granne der oberen Bltnspelzen des Ährchens wenigstens so lang
als diese, dünn; Ähre meist locker, überhängend; Blätt. schlaff;
Blatthäutchen lang. Pfl. dunkelgrün. 7. 8. Wälder, zerstr.
Wald-Zw., _B. silváticum_ P. B.
46. _Nardus_ L., Borstengras. III.
Unfruchtbare Triften, Heiden, zerstr. 5. 6.
_N. strícta_ L.
47. _Lólium_ L., Lolch. III.
_1._ Pfl. ohne nichtblühende Blättertriebe, 1jährig; äußere Bltnspelze
längl., am Grunde knorpelig
_3_
-- Pfl. mit nichtblühenden Blättertrieben, ausdauernd, dicht rasig;
äußere Bltnspelze lanzettl., krautig-häutig
_2_
_2._ Kelchspelze 1½mal so lang als die anliegende unt. Bltnspelze;
Ährchen glatt, wenig zerbrechlich, unbegrannt; Blätt. in der
Knospenlage gefaltet. 6-10. Wiesen, Wegränder, gemein
Englisches Raygras, _L. perénne_ L.
-- Kelchspelze etwa so lang als die anliegende Bltnspelze; Ährchen
rauh, leicht zerbrechlich, meist begrannt; Blätt. in der Knospenlage
gerollt. 6-8. Wiesen, Grasplätze, verw. (L. itálicum A. Br.)
Italienisches Raygras, _L. multiflórum_ Lamarck
_3._ Kelchspelzen so lang oder länger als das Ährchen; Bltn meist lang
begrannt. 6. 7. Unter der Saat, besonders im Hafer
Taumel-L., _L. temuléntum_ L.
-- Kelchspelzen kürzer als das Ährchen; Bltn meist unbegrannt; Stengel
weniger kräftig als bei vor. 6-8. Unter Lein, zerstr. $(_L. arvénse_
Schrader)$
Acker-L., _L. remótum_ Schrank
Bastard: _Festuca elatior_ × _Lolium perenne_.
48. _Leptúrus_ R. Br., Dünnschwanz. III.
Küste der Nord- und Ostsee. 6. 7.
_L. incurvátus_ Trinius
49. _Tríticum_ L., Weizen. III.
_1._ Kelchspelzen mit spitzem, geradem Seitenzahn, bis zum Grunde mit
flügelart. Kiel; Ährchen 2seitig zusammengedrückt, mit zerbrechl.
Achse. 6. 7. Selten gebaut
Einkorn, _T. monocóccum_ L.
-- Kelchspelzen ohne od. an der Spitze mit stumpfem, rundlichem
Seitenzahn
_2_
_2._ Innere Bltnspelze der unt. Blüte halb so lang als die äußere;
Kelchspelzen bei der Reife papierart., bis zum Grunde nervig und
gekielt; Ährenachse zähe. 6. 7. Selten gebaut
Polnischer W., _T. polónicum_ L.
-- Beide Bltnspelzen der unt. Bltn gleichlang; Kelchspelzen bei der
Reife pergamentart., oft nur oben nervig. 6. 7. Gebaut
Echter W., _T. satívum_ L.
Kommt in zahlreichen Varietäten vor:
_1._ Ährenachse zerbrechlich; Fr. von den Spelzen fest eingeschlossen
(auch noch nach dem Dreschen)
_4_
-- Ährenachse zähe; Fr. bei der Reife leicht ausfallend
_2_
_2._ Kelchspelzen nur oben deutlich gekielt; Ähren mehr oder weniger
locker. Überall gebaut
Saat-W., _T. vulgáre_ Villars
-- Kelchspelzen der ganzen Länge nach fast flügelig gekielt
_3_
_3._ Kelchspelzen breit-eif., gestutzt, kurz stachelspitzig; Körner
dick, rundl. Selten gebaut
Englischer W., _T. túrgidum_ L.
-- Kelchspelzen längl., in die breite Stachelspitze zugespitzt;
Körner längl., leicht zugespitzt, sehr hart. Selten gebaut
Hart-W., _T. durum_ Desfontaines
_4._ Ähre locker, schlank, im Querschnitt fast quadratisch;
Kelchspelzen vorn geradlinig gestutzt. Gebaut
Spelz. Dinkel, _T. spelta_ L.
-- Ähre dicht, zusammengedrückt; Kelchspelzen nach vorn verschmälert,
scharf gekielt. Selten gebaut
Emmer, _T. diocóccum_ Schrank
50. _Agropýrum_ P. B., Quecke. III.
_1._ Blattnerven dick, genähert, mit vielen Reihen kurzer,
sammetweicher Haare dicht besetzt; Blätt. bei trockenem Wetter
eingerollt, Ährenachse sehr brüchig; Ährchen entfernt; Kelchspelzen
9-11nervig; Bltnspelzen unbegrannt, stumpf. 6. 7. Sandiger Strand der
Nord- und Ostsee
Binsen-Qu., _A. júnceum_ P. B.
_A. acútum_ Römer u. Schultes = _A. junceum_ × _repens_, Blattnerven
mit zahlreichen, kurzen, steifen Härchen besetzt, Ährenachse zähe
oder wenig brüchig; Ährchen mehr genähert; Kelchspelzen 6-9nervig;
Bltnspelzen begrannt od. unbegrannt, oft spitz. Mit vor. Außer
der Mittelform findet sich eine dem _A. junceum_ ähnliche Form
(_subjúnceum_ Marsson) und eine dem _A. repens_ sich nähernde
(_subrépens_ Marsson = _A. pungens_ Persoon).
_A. junceum_ × _Elymus arenárius_ = _A. stríctum_ Rchb. findet sich
zwischen den Stammarten an der Ostsee.
-- Blattnerven schmal, entfernt, mit einer einfachen Reihe kleiner
Höckerchen, Borsten od. Haare besetzt und dadurch rauh; Kelchspelzen
3-5- (selten 7- oder 9-) nervig; Ährenachse zähe
_2_
_2._ Äußere Bltnspelze 5nervig, weit kürzer als ihre Granne; Ähre meist
überhängend; Blätt. beiderseits rauh. Ausläufer fehlend. 6. 7. Wälder,
Zäune, meist nicht selten
Hunds-Qu., _A. canínum_ Römer u. Schultes
-- Äußere Bltnspelze unbegrannt oder mit kurzer Granne; Ähre aufrecht.
Pfl. mit langen Ausläufern
_3_
_3._ Kelchspelzen lanzettl., zugespitzt od. zuweilen begrannt;
Blattscheiden an den Rändern ungewimpert. Sehr veränderlich. 6-8.
Äcker, Weiden, Wege, gemein
Gemeine Qu., _A. repens_ P. B.
-- Kelchspelzen sehr stumpf und abgestutzt; Blattscheiden am Rande
stets gewimpert; Blätt. blaugrün. 6. 7. Sonnige, trockene Hügel.
Süddeutschl., zuweilen verschleppt
Blaugrüne Qu., _A. glaucum_ Desfontaines
51. _Secále_ Tournefort, Roggen. III.
Überall gebaut. 5. 6.
_S. cereále_ L.
52. _Élymus_ L., Strandroggen. III.
Sandige Orte an der Nord- und Ostsee. 7. 8.
_E. arenárius_ L.
53. _Hórdeum_ Tournefort, Gerste. III.
_1._ Äußere Bltnspelzen lanzettl., an allen Ährchen begrannt.
Wildwachsende Arten
_3_
-- Äußere Bltnspelze (wenigstens die des mittl. Ährchens) breit
elliptisch. Gebaute Arten
_2_
_2._ Von den auf einem Absatze der Achse befindlichen Ährchen sind
die seitlichen kurz gestielt, unbegrannt und enthalten nur Stbblätt.;
Mittelährchen aufrecht, die Granne ihrer Kelchspelze den Grund der
Granne der äußeren Bltnspelze erreichend. 6. 7. Häufig gebaut
Zweizeilige G., _H. dístichum_ L.
-- Alle Ährchen sitzend, begrannt, fruchtbar (mit Stbblätt. und
Stempel); Ähre nickend, 4kantig od. $(var. _hexastíchum_ L.)$
regelmäßig 6kantig. 6. 7. Überall gebaut
Vierzeilige G., _H. vulgáre_ L.
_3._ Ähre mit Gipfelährchen, ihre Achse zähe; Ährchen sitzend, alle
mit Stbblätt. und Stempel; Spelzen kahl; äußere Bltnspelze mit 2-3mal
längerer Granne; unt. Blattscheiden zottig. Pfl. grasgrün. 6. 7.
Laubwälder, sehr zerstr. $(_Élymus europǣus_ L.)$
Wald-G., _H. europǣum_ Allioni
-- Ähre ohne Gipfelährchen, ihre Achse zerbrechlich; Seitenährchen
gestielt, nur mit Stbblätt.
_4_
_4._ Kelchspelzen des Mittelährchens borstig gewimpert,
linealisch-pfriemlich, die äußere des Seitenährchens grannenförmig
(Fig. 829); Blattscheiden kahl, die oberste bauchig. 6-9. Wegränder,
gemein
Mäusegerste, _H. murínum_ L.
[Illustration: Fig. 829.]
-- Kelchspelzen des Mittelährchens rauh, nicht gewimp.
_5_
_5._ Kelchspelzen sämtl. grannenf. (Fig. 830); unt. Blattscheiden
behaart, alle anliegend. Graugrün. 6. 7. Wiesen, meist selten.
Besonders auf Salzboden