Rispe einseitswendig, gelappt, zur Blütezeit ausgebreitet; die beiden
äußeren Kelchspelzen mit ungeflügeltem Kiel, innere schuppenf.,
weißhaarig. H. 1-2 m. 6. 7. Ufer, nasse Wiesen, häufig
Rohrartiges Gl., _Ph. arundinácea_ L.
Rispe dicht, ährenf. (Fig. 786); Kelchspelze mit breit geflügeltem
Kiel. 7. 8. Gebaut und verw.
Kanariengras, _Ph. canariénsis_ L.
8. _Hieróchloa_ Gmelin, Mariengras. III.
Ährchenstiele kahl; Stbblüten mit sehr kurzer, gerader Granne (Fig.
793) od. grannenlos; Rispe ausgebreitet. 5. 6. Feuchte Wiesen, Ufer,
besonders in Norddeutschl.
Wohlriechendes M., _H. odoráta_ Wahlenberg
[Illustration: Fig. 793.]
Ährchenstiele unter dem Ährchen behaart; obere Stbblüte mit längerer,
geknieter Granne (Fig. 794); Rispe gedrungener. 4. 5. Schattige Wälder,
im östl. und nordöstl. Gebiet
Darrgras, _H. austrális_ R. u. Sch.
[Illustration: Fig. 794.]
9. _Anthoxánthum_ L., Ruchgras. II.
Stengel oberwärts unverzweigt; Ährenrispe längl., dicht; innere
Kelchspelzen wenig länger als die Bltnspelzen, ihre Grannen die 2.
Kelchspelze kaum überragend (Fig. 795). 6. Wiesen, Grasplätze, gemein
Wohlriechendes R., _A. odorátum_ L.
Stengel stark verzweigt; Rispe kürzer, sehr locker; innere Kelchspelzen
fast doppelt so lang als die Bltnspelzen, ihre Grannen die 2.
Kelchspelze meist um ⅓ überragend. 5-7. Sandige Kornfelder, im
nordwestl. Gebiet $(_A. puélli_ Lecoq und Lamotte)$
Begranntes R., _A. aristátum_ Boissier
[Illustration: Fig. 795.]
10. _Stipa_ L., Pfriemengras. III.
Granne mit weichen, später federart. abstehenden Haaren, bis 30
cm lang. 5. 6. Sonnige Abhänge, trockene Wälder, sehr zerstr., im
nordwestl. Flachlande fehlend
Federiges Pf., _St. pennáta_ L.
Granne unbehaart, von vorwärts gerichteten Zähnen rauh, bis 15 cm lang.
6. 7. Wie vor.
Haarförmiges Pf., _St. capilláta_ L.
11. _Lasiagróstis_ Link, Rauhgras. III. Oberbayern und in den Alpen. 7.
_L. calamagróstis_ L.
12. _Mílium_ L., Flattergras. III. Laubwälder, häufig. 5-7.
_M. effúsum_ L.
13. _Alopecúrus_ L., Fuchsschwanz. III.
_1._ Oberste Blattscheiden stark aufgeblasen (Fig. 796); Stengel
knickig oder aus liegendem Grunde aufsteigend; Kelchspelzen am Rücken
höckerig, bis zur Mitte verwachsen, über derselben plötzlich in eine
flache, grüne Spitze ausgezog., bei d. Reife knorpelig; Ährenrispe
1½-2½ cm lang. 5. 6. Feuchte Wiesen. Im oberen Moselgebiet, im Saar- u.
Bliestale.
Schlauchartiger F., _A. utriculátus_ Persoon
[Illustration: Fig. 796.]
-- Oberste Blattscheiden nicht oder nur etwas blasig aufgetrieben
_2_
_2._ Stengel am Grunde niederliegend und hier wurzelnd, knickig
aufsteigend; Kelchspelzen nur am Grunde verwachsen
_6_
-- Stengel aufrecht $(am Grunde zuweilen knickig)$; Kelchspelzen
$(außer bei _A. bulbosus_)$ fast oder ganz bis zur Mitte verwachsen;
Granne lang
_3_
_3._ Kelchspelzen bis zur Mitte verwachsen. mit kurzbewimpertem,
oberwärts schmal geflügeltem Kiele; Granne der Bltnspelze etwas über
dem Grunde eingefügt (Fig. 797); Ährenrispe schmal, oft rötlich,
beiderseits (besonders nach oben) verschmälert, ihre Äste 1 bis 2
Ährchen tragend. 6. 7. Lehmige Äcker. Im südl. Gebiet verbreitet, sonst
selten.
Acker-F., _A. agréstis_ L.
[Illustration: Fig. 797.]
-- Kelchspelzen nicht ganz bis zur Mitte verwachsen, an dem nicht oder
wenig geflügelten Kiele zottig gewimpert; Ährenrispe meist stumpf
_4_
_4._ Ährenrispe schmal (etwa 3 mm dick); Kelchspelzen nur am Grunde
verbunden, schmal geflügelt; Bltnspelzen am Grunde mit langer (bis
6 mm), geknieter Granne; Blätt. meist nur wenig über 1 mm breit;
Grundachse knollig. 5. 6. An der unt. Weser bis Geestemünde
Knolliger F., _A. bulbósus_ Gouan
-- Ährenrispe selten unter 5 mm dick; Kelchspelzen mindestens auf ¼ der
Länge verwachsen; Blätt. viel breiter; Grundachse kriechend
_5_
_5._ Kelchspelzen mit aufrechten od. zusammenneigenden Spitzen (Fig.
798); Bltnspelze etwas über dem Grunde mit langer (bis 9 mm) Granne;
Ährenrispe bis 1 cm dick und meist 2-7 cm lang, zuweilen schwärzlich
überlaufen; Grundachse kurz, kriechend. 5-7. Wiesen, gemein
Wiesen-F., _A. praténsis_ L.
[Illustration: Fig. 798.]
-- Kelchspelzen mit von einander abstehenden Spitzen (Fig. 799);
Bltnspelzen mit höher (mindestens im 2. Drittel) eingefügter Granne;
Ährenrispe bis 1½ cm dick und selten über 5 cm lang, fast stets
schwärzlich überlaufen; Grundachse lang kriechend. 5-7. Nasse,
besonders salzhaltige Wiesen. Selten, besonders an der pommerschen
Ostseeküste. $(_A. nígricans_ Hornemann)$
Rohrartiger F., _A. arundináceus_ Poiret
[Illustration: Fig. 799.]
_6._ Granne beträchtlich unter der Mitte eingefügt, die Spelzen weit
überragend; Bltnspelzen meist spitz; Stbbeutel hellgelb, später braun.
6-10. Feuchte Orte, häufig
Geknieter F., _A. geniculátus_ L.
-- Granne in oder über der Mitte eingefügt, sehr kurz, kaum länger
als die Kelchspelzen; Bltnspelzen stumpf; Stbbeutel ziegelrot, später
gelblichweiß. 6-10. Mit vor. Art
Rotgelber F., _A. fulvus_ Smith
Bastard: _A. pratensis_ × _geniculatus_.
14. _Phleum_ L., Lieschgras. III.
_1._ Ährenrispe beim Umbiegen lappig; Ährchen mit etwas verlängerter
Achse, die am Grunde der inneren Bltnspelze als ein kleines Stielchen
sichtbar ist
_3_
-- Ährenrispe auch beim Umbiegen gleichf. zylindrisch bleibend;
Ährchenachse nicht stielart. verlängert; Kelchspelzen quer abgestutzt,
plötzlich in eine Granne ausgezogen, am Kiel steifhaarig gewimpert
_2_
_2._ Blattscheiden nicht od. kaum aufgeblasen; Ährenrispe verlängert
(bis 14 cm), meist grün; Granne höchstens ½ so lang als die
Kelchspelze, meist kürzer (Fig. 800). 6. 7. Wiesen, Triften, auch oft
gebaut
Wiesen L., Timotheusgras, _Ph. praténse_ L.
[Illustration: Fig. 800.]
-- Oberste Blattscheide aufgeblasen; Ährenrispe 1-2½ cm l., fast stets
violett; Granne mindestens ½ so lang als die Kelchspelze, meist 3 mm l.
(Fig. 801). 6. 7. Wiesen und Moore der Sudeten, bayr. Alpen
Alpen-L., _Ph. alpínum_ L.
_3._ Ährenrispe 1-2½ cm l., längl.-eif., weißgrün; Kelchspelzen
allmählich zugespitzt (Fig. 802a), am Kiel steifhaarig gewimpert,
2-3mal so lang als die behaarte äußere Bltnspelze. Pfl. mehrstengelig,
ohne nichtblühende Blätterbüschel. 5. 6. Sandige Orte am Meeresstrand
und selten auf Sandfeldern am Rhein
Sand-L., _Ph. arenárium_ L.
[Illustration: Fig. 801.]
-- Ährenrispe selten unter 3 cm lang, zylindrisch; Kelchspelzen
abgestutzt, plötzlich zugespitzt (Fig. 802b), am Kiel rauh od. mit
einigen borstl. Wimpern, wenig länger als die Bltnspelzen
_4_
_4._ Kelchspelzen keilf., quer abgestutzt, an der Spitze aufgeblasen
kantig (Fig. 802b), rauh; Stengel am Grunde verzweigt, fast bis zur
Spitze beblättert; Blatthäutchen verlängert, stumpf. 5. 6. Äcker,
Weinberge, selten im mittl. und südl. Gebiet
Rauhes L., _Ph. ásperum_ Villars
-- Kelchspelzen lanzettl., schief abgestutzt; Stengel dünn, oben oft
purpurn; Blätt. schmal; Blatthäutchen kurz, stumpf. Pfl. graugrün, mit
nichtblühenden Blätterbüscheln. 6. 7. Trockene Anhöhen und Wiesen
Böhmers-L., _Ph. boehméri_ Wibel
[Illustration: Fig. 802.]
15. _Mibóra_ Adanson, Zwerggras. III.
Sandige Felder der Rheingegend. $(_Chamagróstis minima_ Borkhausen)$ 3.
4.
_M. mínima_ Desvaux
16. _Agróstis_ L., Straußgras. III.
_1._ Blätt. (wenigstens die grundst.) borstl.; innere Bltnspelze
fehlend; Blatthäutchen längl.
_3_
-- Blätt. alle flach; beide Bltnspelzen vorhanden, innere kurz
_2_
_2._ Blatthäutchen kurz (höchstens 2 mm l.), gestutzt; Rispe auch nach
dem Verblühen ausgebreitet, meist violett. 6. 7. Wiesen, Grasplätze,
gemein
Rotes St., _A. vulgáris_ Withering
-- Blatthäutchen lang (bis 6 mm), spitz; Rispe nach dem Verblühen
zusammengezogen, meist bleich. 6. 7. Wiesen, Äcker, Gräben, häufig. Wie
vor. sehr veränderlich
Weißes St., _A. alba_ L.
_3._ Rispenäste glatt, auch nach dem Verblühen ausgebreitet; Bltnspelze
unter der Mitte begrannt. Pfl. dicht rasig. 7. 8. Steinige Plätze im
Riesengebirge und am Gipfel des Arber im Böhmerwald
Felsen-St., _A. rupéstris_ Allioni
-- Rispenäste rauh
_4_
_4._ Bltnspelze unter der Mitte begrannt, an der Spitze gezähnelt;
Rispe nach der Blüte zusammengezogen. 6-8. Torfwiesen, nicht selten
Hunds-St., _A. canína_ L.
-- Bltnspelze am Grunde begrannt, an der Spitze 2borstig; Rispe auch
nach der Blüte ausgebreitet; Ährchen fast doppelt so groß als bei vor.
7. 8. Nur im Kessel des Mährischen Gesenkes
Alpen-St., _A. alpína_ Scopoli
17. _Calamagróstis_ Adanson, Reitgras. III.
_1._ Kelchspelzen lanzettl. $(_C. lanceolata_, mit schmal lanzettl.
Kelchspelzen, ist von der folgend. Gruppe durch die sehr kurze Granne
unterschieden)$
_3_
-- Kelchspelzen linealisch-pfrieml., oben von der Seite
zusammengedrückt, etwa so lang als die Haare der Ährchenachse; Blätt.
mindestens 5 mm br.; Pfl. graugrün
_2_
_2._ Rispe steif aufrecht, knäuelig gelappt; Granne in der Mitte
des Rückens der Bltnspelze entspringend, etwa ⅔ so lang als die
fast gleichen Kelchspelzen, diese meist 3mal so lang als die äußere
Bltnspelze (Fig. 803). 6. 7. Sandige Orte in Wäldern und an Ufern,
häufig
Sand-R., _C. epigēīos_ Roth
[Illustration: Fig. 803.]
-- Rispe schlaff, überhängend, zur Blütezeit ausgebreitet; Granne
der Bltnspelze endständig, fast so lang als die meist ungleichen
Kelchspelzen, diese höchstens 2mal so lang als die äußere Bltnspelze
(Fig. 804). 6. 7. Sandige Flußufer, selten
Ufer-R., _C. litórea_ DC.
[Illustration: Fig. 804.]
_3._ Bltnspelzen fast gleich lang, etwa 4mal so lang als die Haare
(Fig. 805); Granne weit länger als die Kelchspelzen, gekniet;
Ährchenachse über den Grund der Blüte verlängert[48]; Rispe schmal,
meist ziemlich locker; Ährchen grünlich, oft hellrötlich überlaufen. 6.
7. Schattige Wälder, zerstr. $(_C. silvática_ DC.)$
Rohr-R., _C. arundinácea_ Roth
[Illustration: Fig. 805.]
-- Bltnspelzen höchstens doppelt so lang als die Haare, meistens ebenso
lang od. kürzer
_4_
_4._ Granne endst., der 2zähnig ausgeschnittenen Spitze der Bltnspelze
entspringend und kaum länger als die Seitenspitzen (Fig. 806); äußere
Bltnspelze bedeutend länger als die innere; Rispe schlaff; Ährchen
braunrot. 6. 7. Torfwiesen, Erlenbrüche, zerstr.
Wiesen-R., _C. lanceoláta_ Roth
[Illustration: Fig. 806.]
-- Granne auf dem Rücken der äußeren Bltnspelze entspringend
_5_
_5._ Granne gekniet, ziemlich kräftig (Fig. 807), die Kelchspelzen
meist etwas überragend, im unteren Viertel der äußeren Bltnspelze
entspringend; Bltnspelzen etwas derb, beide annähernd gleichlang, fast
so lang als die Kelchspelzen; Rispe schmal, nach der Blütezeit meist
eng zusammengezogen; Ährchen gelblichgrün, violett angelaufen. 7. 8.
Bergwälder, selten
Berg-R., _C. vária_ Link
[Illustration: Fig. 807.]
-- Granne gerade, zart, kürzer als die Kelchspelzen; äußere Bltnspelze
meist beträchtlich länger als die innere
_6_
[Illustration: Fig. 808.]
_6._ Rispe schlaff, ausgebreitet; Granne die Bltnspelze wenig
überragend (Fig. 808); Bltnspelzen zarthäutig, durchscheinend; Blätt.
ziemlich breit (bis über 5 mm); Stengel am Grunde meist ästig. 7. 8.
Lichte, sandige Waldplätze, Gebüsche, selten auf Wiesen
Hain-R., _C. halleriána_ DC.
[Illustration: Fig. 809.]
-- Rispe schmal, steif aufrecht, vor und nach der Blütezeit
zusammengezogen; Granne die Bltnspelze kaum überragend (Fig. 809);
Ährchen hellbr. bis violett; Blätt. schmal (2-3 mm br.); Stengel
nicht ästig. 7. 8. Moorige Wiesen, stellenweise, besonders in
Norddeutschland von Holstein bis Schlesien.
Übersehenes R., _C. neglécta_ Fries
Bastarde: _arundinacea_ × _epigeios_ = _C. acutiflóra_ DC.; _C.
arundinacea_ × _lanceolata_ = _C. hartmaniána_ Fries u. a.
18. _Ammóphila_ Host, Strandhafer. III.
Rispe weißlich, dicht, walzlich, bis 15 cm lang; Bltnspelzen etwa
3-4mal so lang als die Haare am Grunde der Bltn. 7. 8. Küste der Nord-
und Ostsee
_A. arenária_ Link
Rispe etwas bräunlich, gelappt, in der Mitte dicker, bis 25 cm lang;
Bltnspelzen bis doppelt so lang als die Haare. 7. 8. Meeresküste,
besonders an der Ostsee
_A. arenaria_ × _Calamagrostis epigeios_ = _A. báltica_ Link
19. _Apéra_ Adanson, Windhalm. III.
Rispenäste weit abstehend; Stbbeutel linealisch-längl. 6. 7. Äcker,
Sandplätze, gemein
Acker-W., _A. spica venti_ Beauvois
Rispe zusammengezogen, schmal; Stbbeutel rundl.-eif. 6. 7.
Salzderhelden in Hannover (angeblich) und um Zons bei Köln
Unterbrochener W., _A. interrúpta_ PB.
20. _Holcus_ L., Honiggras. III.
Granne der Stbblüte die Kelchspelzen weit überragend; Halm nur an den
Knoten behaart; obere Blattscheiden kahl. 6. Wälder, zerstr.
Weiches H., _H. mollis_ L.
Granne der Stbblüte kürzer als die Kelchspelzen, zuletzt einwärts
gekrümmt (Fig. 810); Blätt. beiderseits weichhaarig; Halm an und unter
den Knoten nebst den Blattscheiden dicht kurzhaarig. 6-8. Wiesen, gemein
Wolliges H., _H. lanátus_ L.
[Illustration: Fig. 810.]
21. _Weingaertnéria_ Bernhardi, Silbergras. III.
Trockene, sandige Orte, nicht selten. 7. 8.
_W. canéscens_ Bernhardi
22. _Aira_ L., Schmiele. III.
_1._ Pfl. 5-20 cm hoch, zart; äußere Bltnspelze meist 2spitzig,
gekniet-begrannt; Ährchen 2-3 mm lang; Fr. von den Spelzen lose
umschlossen
_5_
-- Pfl. 30-120 cm hoch, schlank; äußere Bltnspelze an der gestutzten
Spitze gezähnelt, begrannt; Ährchen 4-5 mm lang; Fr. von den Spelzen
fest umschlossen
_2_
_2._ Granne undeutlich gekniet, weißl., sehr selten fehlend; Blätt.
flach
_4_
-- Granne gekniet, am Grunde bräunlich, weit länger als die Spelzen
_3_
_3._ Obere Blüte des Ährchens 2mal so lang als ihr Stiel[49];
Kelchspelzen etwa gleich lang; Rispe reichährig, längl.; Blatthäutchen
längl., spitz. Pfl. in kleinen, aber dichten Rasen. 7. 8. Moorige
Heideplätze. In Nordwestdeutschl., in Schleswig, auf der Insel Röm und
auf Rügen
Zweifarbige Schm., _A. díscolor_ Thuillier
-- Obere Blüte 4-8mal so lang als ihr Stiel; Kelchspelzen ungleich
lang; Rispe nicht reichährig, mit aufrecht abstehenden, meist
geschlängelten Ästen; Blatthäutchen der unt. Blätt. gestutzt; Blätt.
borstl.; Pfl. lockerrasig, meist rot überlaufen. 7. 8. Trockene Wälder,
Heiden, meist häufig
Schlängelige Schm., _A. flexuósa_ L.
_4._ Pfl. dicht rasig, meist grasgrün; Blätt. oberseits sehr rauh;
Rispenäste wagerecht abstehend; Ährchen fast stets bräunlichweiß;
Granne etwa von der Länge der Spelze. 6. 7. Wiesen, Wälder, gemein
Rasen-Schm., _A. caespitósa_ L.
-- Pfl. mit kurzen oder längeren Ausläufern, auffallend hellgrün;
Blätt. weniger rauh; Rispenäste mehr aufrecht; Ährchen doppelt so groß
als bei vor., meist goldgelb; Granne die Spelze oft weit überragend. 6.
7. An der Unterelbe und Untereider im Gebiet der Ebbe und Flut $(_A.
wibeliána_ Sonder)$
Sumpf-Schm., _A. paludósa_ Wibel
_5._ Rispe zusammengezogen (Fig. 811); Ährchen anfangs hellgrün, später
bräunlichweiß, länger als ihre Stiele. 4. 5. Sandboden, zerstr.
Frühe Schm., _A. praecox_ P. B.
[Illustration: Fig. 811.]
-- Rispe ausgebreitet (Fig. 812); Ährchen so lang oder kürzer als ihre
Stiele. 5. 6. Wie vor., zerstr.
Nelken-Schm., _A. caryophylléa_ Weber
[Illustration: Fig. 812.]
23. _Arrhenathérum_ P. B., Wiesenhafer. III.
Wiesen, Wegränder, häufig. 6. 7.
_A. elátius_ M. u. K.
24. _Avéna_ L., Hafer. III.
_1._ Kelchspelzen 1-3nervig; Ährchen meist unter 2 cm lang, aufrecht
_6_
-- Kelchspelzen 7-11nervig; Ährchen meist größer, hellgrün, zuletzt
hängend
_2_
_2._ Bltn von der Ährchenachse abgegliedert, getrocknet leicht aus
den Kelchspelzen loszulösen, bei der Reife einzeln abfallend; äußere
Bltnspelzen bis zur Mitte nebst der Ährenachse dicht bräunlich od.
weißl. behaart (Fig. 813); Ährchen meist 3blütig; Rispe allseitswendig,
mit wagerecht abstehenden Ästen. 6-8. Unkraut unter Getreide
Flug-H., _A. fátua_ L.
[Illustration: Fig. 813.]
-- Bltn von der Ährchenachse nicht abgegliedert; reife Fr. nicht
ausfallend; äußere Bltnspelze meist kahl; Ährchen meist 2blütig.
Angebaute Arten
_3_
_3._ Ährchen etwa 1 cm l., längl.; äußere Bltnspelze oben breiter,
2spitzig, die Spitzen nicht in feine Grannen ausgezogen; Kelchspelzen
so lang als die Bltnspelzen; Rispe einseitswendig. 6-8. Selten gebaut
Kurzhafer, _A. brevís_ Roth
-- Ährchen 2-2½ cm lang, lanzettlich
_4_
_4._ Ährchenachse unter jeder Blüte behaart; äußere Bltnspelze in 2
begrannte Zipfel gespalten (Fig. 814), außerdem an beiden Bltn des
Ährchens mit rückenständiger Granne; Rispe einseitswendig, oberwärts
traubig. 6-8. Seltener gebaut
Sand-H., _A. strigósa_ Schreber
[Illustration: Fig. 814.]
-- Ährchenachse kahl od. nur am Grunde der unt. Blüte des Ährchens
kurzhaarig; äußere Bltnspelze an der Spitze nicht lang begrannt,
rückenständige Granne bei der oberen od. bei beiden Bltn des Ährchens
fehlend
_5_
_5._ Rispe ausgebreitet, allseitswendig, mit abstehenden Ästen. 6-8.
Gebaut
Rispen-H., _A. satíva_ L.
-- Rispe schmal zusammengezogen, einseitswendig, mit anliegenden Ästen.
6-8. Seltener gebaut
Fahnen-H., _A. orientális_ Schreber
_6._ Blattscheiden und Stengel zusammengedrückt, rauh; Blätter 6-15 mm
br., an der Spitze kappenf. zusammengezogen; Ährchen 4-6blütig, mit
behaarter Achse. 7. 8. Feuchte Wiesen der Sudeten
Flachstengeliger H., _A. planicúlmis_ Schrader
-- Blattscheiden nicht oder kaum zusammengedrückt; Blätt. 3 bis 4 mm
breit
_7_
_7._ Blätt. oberseits wie die Blattscheiden rauh, aber nicht
zottig, wenigstens die unt. gefaltet; Rispenäste einzeln oder zu 2;
Ährchenstiele dick, unter dem Ährchen verdickt; Kelchspelzen beide
3nervig; Ährenachse unter der 2. Blüte mit einem Haarbüschel, das
vielmal kürzer als die Blüte ist. 5. 6. Hügel, trockene Wiesen,
besonders im Süden und Westen
Wiesen-H., _A. praténsis_ L.
-- Blätt. alle flach, glatt, die unt. nebst den Scheiden zottig;
unt. Rispenäste zu 4-5; Ährchenstiele fein, kaum verdickt; äußere
Kelchspelze 1nervig, obere 3nervig; Haarbüschel unter der 2. Blüte ½ so
lang als diese. 5-7. Wiesen, grasige Hügel, häufig
Flaum-H., _A. pubéscens_ L.
25. _Trisétum_ Persoon, Grannenhafer. III.
Kelchspelzen 7-9nervig; äußere Bltnspelze der unt. Blüte jedes Ährchens
an der Spitze in eine gerade Granne auslaufend, die der übrigen Bltn an
der Spitze haarspitzig 2grannig und außerdem mit rückenst., geknieter
Granne (Fig. 815). 6. Trockene Hügel, Wege, zerstr., besonders im
westl. und mittl. Gebiet $(_Avena tenuis_ Moench)$
Dünner Gr., _T. ténue_ Roemer u. Schultes
[Illustration: Fig. 815.]
Kelchspelzen 1-3nervig; alle Bltn eines Ährchens mit rückenst.,
geknieter Granne; Ährchen gelb; längere Rispenäste mit 5-6 Ährchen. 6.
Wiesen, häufig, im Norden selten. $(_Avena flavéscens_ L.)$
Goldhafer, _T. flavéscens_ P. B.
26. _Gaudínia_ P. V., Gaudine. II.
Bisweilen eingeschleppt. 6.
_G. frágilis_ P. B.
27. _Cýnodon_ Richard, Hundszahn. III.
Sandfelder. In der Rheingegend, im südl. Gebiet, unweit Potsdam. 7. 8.
_C. dáctylon_ Persoon
28. _Sesléria_ Scopoli, Kopfgras. III.
Blätt. flach, unbereift, mit starken Rand- und Mittelnerven $(var.
_calcárea_ Opiz)$ od. getrocknet am Rande eingerollt, bläulich bereift,
mit schwächeren Nerven $(var. _uliginósa_ Opiz)$. 4. 5. Sonnige Kalk-
und Sandhügel (die 1. Form) od. auf feuchten Torf- und Heidewiesen (die
2. Form)
_S. coerúlea_ Arduino
29. _Phragmítes_ Trinius, Schilf. III.
Ufer, gemein. 8. 9.
_Ph. commúnis_ Trinius
_Arúndo donax_ L., Pfahlrohr, ähnlich dem Schilf, aber mit 3spalt.
Deckspelzen, zum. angepfl. u. verw. (Lausitz)
30. _Sieglíngia_ Bernhardi, Dreizahn. III.
Waldränder, Triften, nicht selten $(_Triódia decúmbens_ P. B.)$. 6. 7.
_S. decúmbens_ Bernhardi
31. _Molínia_ Moench, Pfeifengras. III.
Sumpfwiesen, Heidemoore, Wälder, häufig. 8. 9.
_M. coerúlea_ Moench
32. _Eragróstis_ Host, Liebesgras. III.
_1._ Unt. Rispenäste zu 3-5; Ährchen 5-12blütig; Bltnspelzen zieml.
spitz. 7. 8. Im Elsaß, in Baden u. eingebürgert zwisch. Giebichenstein
u. Trotha b. Halle.
Behaartes L., _E. pilósa_ P. B.
-- Rispenäste einzeln od. zu 2; äußere Bltnspelze stumpf
_2_
_2._ Ährchen ca. 7 mm l., 8-20blütig, meist violett; äußere Bltnspelze
ohne Stachelspitze; Scheiden und Blattränder lang behaart. 7. 8.
Sandboden. Meist mit fremdem Samen eingeführt, selten und unbeständig.
Kleines L., _E. minor_ Host
-- Ährchen ca. 1 cm l., 15-20blütig, grün, violett überlaufen; äußere
Bltnspelze kurz ausgerandet, kurz stachelspitzig; Blattscheiden kahl;
Blattränder kahl od. zerstr. behaart; Rispe etwas gedrängt. 7. 8.
Selten eingeschleppt
Großes L., _E. major_ Host
33. _Koeléria_ Persoon, Schillergras. III.
_1._ Blattscheiden der untersten (abgestorbenen) Blätt. in schlängelig
verwebte Fasern aufgelöst; Blätt. starr, schmal, meist zusammengerollt;
Ährenrispe dicht, nicht unterbrochen. 5-6. Nur bei Rufach im Elsaß.
Walliser-Sch., _K. vallesiána_ Bert.
-- Blattscheiden nicht od. in gerade Fasern aufgelöst
_2_
_2._ Äußere Bltnspelze zugespitzt oder kurz stachelspitzig; Blätt.
grasgrün; unt. Blattscheiden kurzzottig. 6. 7. Trockene Grasplätze,
nicht selten
Kamm-Sch., _K. cristáta_ Persoon
Kommt in 2 Unterarten vor: a) Ährchen 2-5blütig, ca. 6 mm lang; Rispe
dicht, schmal zylindrisch, zuweilen sehr robust, stark gelappt,
mit 3-4 cm langen abstehend. Ästen (_K. pyramidáta_ Persoon);
Blattspreite meist flach, am Rande gewimpert; unt. Blattscheiden
schwach behaart (_K. ciliáta_ Kerner); b) Ährchen 2blütig, 3-5 mm
lang; Rispe sehr schmal, am Grunde meist unterbrochen, ihre Äste
dünn, Blattspreite schmal, meist rinnig zusammengefaltet bis fast
rundl. eingerollt; Blattscheiden mehr oder weniger weichhaarig (_K.
grácilis_ Persoon).
-- Äußere Bltnspelze abgerundet stumpfl. oder an der ausgerandeten
Spitze kurz stachelspitzig; Blätt. graugrün; Blattscheiden kahl
(nur die abgestorbenen unt. sehr kurzhaarig). 6. 7. Sandboden,
Kiefernwälder, weniger verbreitet
Graugrünes Sch., _K. glauca_ DC.
Kommt ebenfalls in 2 Unterarten vor: a) Pfl. stark graugrün, dicht
rasig, hoch; Blätt. lang, meist flach, zuweilen mit gefalteten
untermischt, niemals eingerollt; äußere Bltnspelze immer stumpf (_K.
glauca_ DC. -- im engeren Sinne); b) Pfl. trübgrün, lockerrasig,
niedriger (zuweilen nur 10-20 cm hoch); grundst. Blätt. zahlreich,
schmal, eingerollt, kurz (3-5 cm), starr, kahl, oft gekrümmt; äußere
Bltnspelze bisweilen stachelspitzig (_K. arenária_ Dumortier). So auf
den ostfriesischen Inseln und etwas abweichend bei Ahrensch unweit
Cuxhaven. Auf der Insel Röm die var. _címbrica_ Aschrs. u. Gr., die
sich von K. glauca nur durch geringere Größe und die weißlichen
Ährchen unterscheidet.
34. _Catabrósa_ P. B., Quellgras. III.
Stehende Gewässer, quellige Orte, zerstr. 7. 8.
_C. aquática_ Beauvois
35. _Mélica_ L., Perlgras. III.
_1._ Bltnspelzen kahl; Ährchen lang gestielt, in lockeren, oberwärts
traubigen Rispen
_3_
-- Bltnspelzen am Rande vom Grunde bis zur Spitze lang seidig bewimpert
(Fig. 816); Ährchen kurz gestielt, in ährenf. Rispen
_2_
[Illustration: Fig. 816.]
_2._ Ährenrispe ziemlich dicht, ringsum gleichförmig mit Ährchen
besetzt, die die Achse wenigstens in der Mitte verdecken; äußere
Kelchspelze viel länger als die innere; Blätt. meist flach;
Blatthäutchen spitz. 6. Sonnige, steinige Orte, selten. Thüringen
(Kyffhäuser), Hessen (Friedberg), Württemberg (Tübingen), Elsaß, Pfalz
u. Rheinprovinz
Siebenbürgisches P., _M. transsilvánica_ Schur
-- Ährenrispe locker, zuletzt meist nur an einer Seite mit Ährchen
besetzt, die die Achse nicht verdecken; Kelchspelzen fast gleich;
Blätt. etwas starr, trocken borstenförmig eingerollt; Blatthäutch.
stumpfl. 5. 6. Zerstr. im mittl. u. südl. Gebiet
Gewimpertes P., _M. ciliáta_ L.