gewimpert; Hüllkelch und Köpfchenstiele dicht drüsig; Bltn dunkel
goldgelb. 8. 9. Wiesen höherer Gebirge
Hasenlattich-H., _H. prenanthoídes_ Villars
-- Blätt. nicht od. nur die oberen stengelumfassend
_11_
_11._ Äußere Hüllblätt. an der Spitze zurückgebogen, die inneren
breiter, stumpf, meist alle kahl; Köpfchen doldenrispig od. fast
doldig; Blätt. sitzend, lanzettlich bis linealisch. 7-10. Wegränder,
Triften, Dünen, häufig.
Doldiges H., _H. umbellátum_ L.
-- Äußere Hüllblätt. angedrückt od. etwas abstehend
_12_
_12._ Innere Hüllblätt. spitzl., verschmälert, alle dunkelgrün, am
Rande bleicher; Blätt. mit verschmälertem Grunde sitzend; Stengel
steif, meist entfernt beblätt., oberwärts traubig rispig od.
doldenrispig. 6-8. Lichte Wälder
Glattes H., _H. laevigátum_ Willd.
-- Innere Hüllblätt. stumpf, breiter als die äußeren; Stengel dicht
beblättert
_13_
_13._ Obere Blätt. mit herzf. Grunde stengelumfassend; Hüllblätt.
hellgrün; Bltn hell goldgelb. 8. 9. Gebüsche
Savoyer-H., _G. sabāūdum_ L.
-- Obere Blätt. mit abgerundetem Grunde sitzend od. etwas
stengelumfassend; Hüllblätt. dunkelgrün, getrocknet schwärzlich; Bltn
goldgelb. 8-10. Wie vor., häufig $(_H. silvéstre_ Tausch)$
Nördliches H., _H. boreále_ Fries
3. Untergattung. _Chlorocrépis_ Grisebach.
Stengel 1-3köpfig; Blätt. linealisch-lanzettl., blaugrün, kahl;
Hüllblätt. lang zugespitzt; Bltn hellgelb, trocken grün. 6. 7. Mit den
Alpenflüssen in die Ebene herabsteigend
Widerstoß-H., _H. staticifólium_ Villars
2. Klasse. _Monocotýleae_. Einkeimblättrige Pflanzen oder Spitzkeimer.
Pflanzen mit nur einem Keimblatt. Laubblätt. in der Regel mit parallel
verlaufenden, unverzweigten Hauptnerven. Blütenteile meist in der
3-Zahl vorhanden.
[Illustration: Fig. 777.]
91. Familie. _Gramíneae_, Gräser.[43]
I. Jedes einzelne Ährchen der Hauptachse unmittelbar aufsitzend (Fig.
777) od. mit einem ganz kurzen, einfachen Stiele von ihr entspringend
(Fig. 781). Der Bltnstand ist daher eine Ähre[44] od. (bei den
kurzgestielten Ährchen) eine ährenf. Traube. Der Halm trägt an der
Spitze zuw. mehrere fingerart. od. traubig angeordnete Ähren (Fig.
783-784)
_Ährengräser_ 332
[Illustration: Fig. 778.]
II. Die an der Hauptachse entspringenden Stiele sind verzweigt, aber
so kurz, daß die Ährchen eine ährenf. Rispe bilden (Fig. 778). (Oft ist
erst beim Umbiegen des Bltnstandes zu erkennen, daß die Ährenstiele
verzweigt sind, daß also nicht jedes Ährchen unmittelbar an der
Hauptachse entspringt)
_Ährenrispengräser_ 334
[Illustration: Fig. 779.]
III. Ährchen langgestielt od. kurzgestielt und dann an längeren
Rispenästen stehend und daher eine mehr od. weniger ausgebreitete Rispe
bildend (Fig. 779)
_Rispengräser_ 335
[Illustration: Fig. 780.]
1. Ährengräser.
_1._ Halm an der Spitze mit mehreren fingerart. od. traub.
zusammengestellt. Ähren (Fig. 783-784)
_13_
-- Halm an der Spitze mit einer einzigen Ähre od. ährenf. Traube (Fig.
777, 781-782)
_2_
_2._ Ährchen ganz in Aushöhlungen der Ährenachse eingesenkt (Fig. 780),
1-2blütig, in fast stielrunder, meist gekrümmter Ähre, die kaum dicker
als der Halm ist; Kelchspelzen 2, selten 1, vorn nebeneinander. H. 5-15
cm. Meeresküste
_Leptúrus_ 358
-- Ährchen nicht in die Ährenachse ganz eingesenkt
_3_
_3._ Ähre einseitswendig, da die 1blüt., rötl. od. bläulichen Ährchen
in 2 sehr genäherten Reihen stehen (Fig. 782); Halm sehr dünn, mit
borstl. Blätt.
_12_
-- Ähre 2seitig, da die Ährchen sich an der Ährenachse gegenüberstehen
_4_
_4._ Auf jedem Absatze der Ährenachse sitzen mehrere (2-6) Ährchen
nebeneinander; Ährchen 1blütig
_11_
-- Ährchen einzeln an der Hauptachse stehend, 2-8blütig
_5_
_5._ Ährchen mit der schmalen Seite der Ährenachse zugekehrt, mit 1
Kelchspelze (nur das endst. mit 2)
_Lólium_ 357
-- Ährchen mit der breiten Seite der Ährenachse zugekehrt, alle mit 2
Kelchspelzen
_6_
_6._ Ährchen kurzgestielt (Fig. 781), in einfacher Traube, entfernt
stehend, 3- bis vielblütig
_10_
[Illustration: Fig. 781.]
-- Ährchen sitzend, meist dicht gedrängt
_7_
_7._ Äußere Bltnspelze auf dem ~Rücken~ mit ~knief. gebogener~ Granne;
Ährchen 4-7blütig
_Gaudínia_ 349
-- Äußere Bltnspelze grannenlos od. an der ~Spitze~ mit ~gerader~ Granne
_8_
_8._ Ährchen 2blütig (mit einem stielart. Ansatz zu einer 3. Blüte);
Kelchspelzen pfrieml., 1nervig, gekielt.
Roggen, _Secále_ 359
-- Ährchen 3-8blütig; Kelchspelzen eif. oder lanzettl., mehrnervig
_9_
_9._ Kelchspelzen scharf gekielt (wenigstens an der Spitze), eif.,
sehr ungleichseitig; unt. Bltnspelze am Grunde ohne Querwulst; Ährchen
bauchig. Weizen
_Tríticum_ 358
-- Kelchspelzen nicht od. stumpf gekielt, lanzettl., gleichseitig;
unt. Bltnspelze am Grunde mit einer Querwulst; Ährchen nicht bauchig.
Wildwachsende Arten
_Agropýrum_ 358
_10._ Kelchspelzen ungleich lang, 5-7nervig; innere Bltnspelze steif
gewimpert; Ährchen 4-16blütig, lang, schmal linealisch (Fig. 781)
_Brachypódium_ 357
-- Kelchspelzen fast gleichlang, 3nervig, innere Bltnspelze fein
gewimpert; Ährchen 3-7blütig
_Festúca_ 354
[Illustration: Fig. 782.]
_11._ Ährchen meist 3blütig, zu 2-4 nebeneinander; Kelchspelzen am
Kiele gewimpert, oberwärts kurzhaarig; Bltnspelzen grannenlos; Blätt.
starr, stechend, trocken eingerollt. Meeresstrand
_Élymus_ 359
-- Ährchen 1blütig od. mit einem Ansatze zur 2. Blüte, zu 3
nebeneinander, das mittlere stets begrannt (Fig. 829-831); Blätt.
weich, flach
_Hórdeum_ 359
_12._ Kelchspelzen fehlend; Narbe 1; Ährchen linealisch, pfriemlich
(Fig. 782b), blau. Pfl. graugrün. H. 10-30 cm
_Nardus_ 357
-- Kelchspelzen 2, nach oben behaart; Narben 2; Ährchen elliptisch
(Fig. 782a), purpurn. H. 3-9 cm
_Mibóra_ 344
_13._ Ährchen rauhhaarig, lang begrannt, zu 2 nebeneinander (Fig. 783),
davon 1 sitzend, 1 gestielt, das gestielte nur mit Stbbltn; Ährenachse
zerbrechlich, behaart; Kelchspelzen 3
_Andropógon_ 339
[Illustration: Fig. 783.]
-- Ährchen kahl od. fast kahl
_14_
_14._ Ährchen zu 2, eins sitzend od. fast sitzend, eines gestielt,
vom Rücken zusammengedrückt; Kelchspelzen nicht gekielt; Ähren fast
fingerart. od. traubig angeordnet (Fig. 784)
_Pánicum_ 339
[Illustration: Fig. 784.]
-- Ährchen einzeln, kurzgestielt, von der Seite zusammengedrückt;
Kelchspelzen gekielt; Ähren genau fingerart. (von einem Punkte
entspringend)
_Cýnodon_ 349
Vergl. dazu _Zea mays_, _Glyceria fluitans_ var. und _Festuca
elatior_ × _Lolium perenne_
2. Ährenrispengräser.
_1._ Ährchen am Grunde mit einer Hülle, die entweder aus langen, das
Ährchen überragend. Borsten od. (Fig. 785) aus einem kammf. Blättch.
besteht
_14_
[Illustration: Fig. 785.]
-- Ährchen am Grunde ohne eine solche Hülle $(vergl. _Ammophila_)$
_2_
_2._ Ährchen 2- bis vielblütig
_9_
-- Ährchen 1blütig, oft mit einem pfrieml. od. keulenf. Ansatz zu 1
oberen od. 2 unteren Bltn.
_3_
_3._ Äußere Bltnspelze am Rande dicht und lang gewimpert (Fig. 816)
und daher die Ährenrispe nach dem Verblühen zottig-seidenhaarig;
Ährchen mit einer fruchtbaren und einer verkümmerten Blüte; Blätt. fast
borstlich
_Mélica_ 350
-- Äußere Bltnspelze nicht lang gewimpert
_4_
_4._ Äußere Kelchspelze dicht mit hakigen Dornen besetzt, die innere
sehr klein, häut.; Ährchen vom Rücken her zusammengedrückt
_Tragus_ 339
-- Kelchspelzen nicht mit hakigen Dornen; Ährchen von der Seite her
zusammengedrückt
_5_
_5._ Ährenrispe eif. od. kugelig-eif., sehr dicht (Fig. 786), weißlich,
grün gestreift; Kelchspelzen 4, die äußeren auf dem Rücken breit
geflügelt, viel größer als die Blüte, die inneren schuppenf. (eine oft
fehlend); Bltnspelzen lederart., unbegrannt
_Phaláris_ 341
-- Ährenrispe längl. od. walzl., selt. eif. u. dann d. Kelchspelzen am
Kiel steifhaarig od. Bltn begrannt
_6_
_6._ Bltnspelzen am Grunde mit Haaren, die ⅓-¼ so lang als die Spelzen
sind; Ährchenachse über die Blüte verlängert, an der Spitze pinselartig
behaart; Kelchspelzen etwas ungleich; Bltn unbegrannt; Ährenrispe
weißlich; Blätt. meist eingerollt
_Ammóphila_ 346
-- Ährchenachse unbehaart od. schwarz behaart
_7_
_7._ Kelchspelzen 4, die 2 äußeren sehr ungleich, die inneren kleiner,
begrannt, braunhaarig (Fig. 795); Bltnspelzen kurz, durchsichtig;
Narben fadenf.; Stbblätt. 2; Ährenrispe locker
_Anthoxánthum_ 341
-- Kelchspelzen 2, gekielt, gleichlang; Stbblätt. 3; Ährenrispe dicht
_8_
_8._ Kelchspelzen wenigstens am Grunde verwachsen (Fig. 797 bis 799);
äußere Bltnspelze groß, schlauchart. um die Blüte gewickelt, auf dem
Rücken begrannt, innere meist fehlend
_Alopecúrus_ 342
-- Kelchspelzen ganz getrennt, stachelspitzig od. begrannt (Fig.
800-802); äußere Bltnspelze stumpf, unbegrannt, die stets vorhandene
innere umfassend
_Phleum_ 343
_9._ (2.) Kelchspelzen kürzer als das Ährchen, die eine mindestens 2mal
so lang als die andere
_13_
[Illustration: Fig. 786.]
-- Kelchspelzen so lang od. fast so lang als das Ährchen
_10_
_10._ Äußere Bltnspelze an der Spitze mit 3-5 borstl.-stachelspitzigen
Zähnen (Fig. 787); Kelchspelzen eif.; Narben fadenf.; Ährenrispe
oberwärts meist schieferblau; Blätt. starr
_Sesléria_ 349
-- Äußere Bltnspelze mit ungeteilter od. ausgerandeter od. 2spalt.
Spitze; Narben federig
_11_
_11._ Äußere Bltnspelze unter der Mitte des Rückens begrannt, 2spitzig,
kahl; Blätt. borstl. (Fig. 811)
_Aira_ 346
-- Äußere Bltnspelze unbegrannt od. an der Spitze kurz begrannt;
Ährenrispe glänzend
_12_
_12._ Äußere Bltnspelze am Rande lang gewimpert, knorpelig, unbegrannt
_Mélica_ 350
-- Äußere Bltnspelze am Rande wimperlos, zusammengedrückt gekielt,
stachelspitzig od. kurz begrannt
_Koeléria_ 349
_13._ (9.) Blätt. borstl.; Stbblätt. 1; äußere Bltnspelze lang
begrannt, auf dem Rücken abgerundet; Stengel aufrecht (Fig. 821-822)
_Festúca_ 354
-- Blätt. flach; Stbblätt. 3; äußere Bltnspelze unbegrannt, stumpf,
gekielt; Ährchen kurz und dick gestielt; Ährenrispe starr, dick,
einseitswendig; Blattscheiden gekielt; Pfl. meist liegend, graugrün
_Scleróchloa_ 351
_14._ (1.) Ährenrispe einseitswendig; Ährchen mehrblütig, am Grunde
mit kammf. Hülle (Fig. 785); Kelchspelzen 2; äußere Bltnspelze an der
Spitze kurz begrannt
_Cynosúrus_ 351
-- Ährenrispe allseitswendig; Ährchen 1blütig, am Grunde von langen,
borstenf. Grannen umgeben; Kelchspelzen 3; Bltnspelzen unbegrannt
_Setária_ 340
[Illustration: Fig. 787.]
3. Rispengräser.
_1._ Stbbltn in ausgebreiteten, endst. Rispen; Stempelbltn in seitl.,
von Scheiden eingeschlossenen Kolben, mit lang heraushängend. Narben.
Angebaute, bis 2 m hohe Pfl. Mais
_Zea_ 339
-- Stbbltn und Stempelbltn wenigstens in derselben Ähre
_2_
_2._ Ährchen mit 2 od. mehr Bltn, von denen zuweilen 1-2 nur Stbblätt.
enthalten $(_Trisetum flav._ hat zuw. 1blüt. Ährchen)$
_12_
-- Ährchen 1blüt., zuweilen mit einem Ansatz zu einer 2. Blüte
_3_
_3._ Ährchen grannenlos od. mit Grannen, die die Spelzen nicht od.
wenig überragen
_6_
-- Ährchen mit Grannen, die wenigstens 3mal länger als die Spelzen sind
_4_
_4._ Granne 10-12 cm lang, doppelt gekniet; Rispe zusammengezogen,
unten von der Scheide umschlossen; Blätt. borstlich
_Stipa_ 341
-- Granne viel kürzer, höchstens 3-4mal so lang als die Spelzen.
_5_
_5._ Äußere Bltnspelzen auf dem Rücken lang behaart; Granne gekniet;
äußere Kelchspelze etwas länger als die innere; Spelzen gelblichweiß.
Alpen.
_Lasiogróstis_ 341
-- Äußere Bltnspelze kahl, zart; Granne gerade od. geschlängelt; äußere
Kelchspelze kleiner als die innere. Äcker.
_Apéra_ 346
_6._ (3.) Kelchspelzen fehlend; Bltnspelzen unbegrannt, steifhaarig
gewimpert, papierart., gekielt; Rispe locker, meist nur im ob. Teile
aus der Blattscheide hervortretend, ihre Äste oft geschlängelt; Blätt.
lang, rauh; Stengel knickig aufsteigend, an den Knoten weiß behaart.
Pfl. gelbgrün
_Orýza_ 340
-- Kelchspelzen vorhanden
_7_
_7._ Ährchen von der Seite zusammengedrückt und daher die Kelchspelzen
auf dem Rücken mehr od. weniger gekielt
_10_
-- Ährchen vom Rücken zusammengedrückt od. stielrund; Kelchspelzen
nicht gekielt
_8_
_8._ Blattscheiden rauhhaarig; Kelchspelzen 3, die äußeren sehr klein;
Ährchen zusammengedrückt; Rispe reichblütig, zuletzt überhängend.
Gebaute Hirse
_Pánicum_ 339
-- Blattscheiden kahl; Kelchspelzen 2. Waldgräser
_9_
_9._ Ährchen grün; Rispe allseitig, weit ausgebreitet, mit
schlängeligen, fast wagerecht abstehend. Ästen; Blätt. breit;
Blatthäutch. lang
_Mílium_ 341
-- Ährchen rotbunt, mit einer verkümmerten Blüte; Rispe (od. Traube)
einseitswendig, sehr locker; Blattscheiden mit ihren Rändern verwachsen
_Mélica_ 350
_10._ (7.) Ährchenachse am Grunde der Bltnspelzen mit Haaren, die
länger als der Querdurchmesser der Spelze sind (Fig. 803); Kelchspelzen
2, ungleich, schmal, kaum länger als die begrannten Bltnspelzen. Pfl.
oft schilfart.
_Calamagróstis_ 344
-- Ährenachse am Grunde der Bltnspelz. nicht od. kurz behaart
_11_
_11._ Schilfart. Ufergras. Kelchspelzen 4, die äußeren kahnf.,
gleichlang, die inneren kleiner (Fig. 788), schuppenf.[45]; Bltnspelzen
unbegrannt, glänzend, lederart.; Rispe knäuelig, gelappt, oft bunt
_Phaláris_ 341
[Illustration: Fig. 788.]
-- Zierliche Gräser mit fein verzweigtem Bltnstande (Fig. 779);
Kelchspelzen 2, ungleich, länger als die zarten, oft begrannten
Bltnspelzen; Ährchen ca. 2 mm lang
_Agróstis_ 344
_12._ (2.) Kelchspelzen merklich kürzer als das Ährchen und meist auch
kürzer als die nächsten Bltnspelzen (namentl. die unt. Kelchspelze)
_24_
-- Kelchspelzen (wenigstens eine) etwa so lang als das Ährchen
_13_
_13._ Bltnspelzen (wenigstens bei 1 Blüte) begrannt, Granne zuweilen in
den Spelzen versteckt
_17_
-- Bltnspelzen unbegrannt
_14_
_14._ Ährchen nickend od. hängend
_16_
-- Ährchen aufrecht
_15_
_15._ Rispe schmal zusammengezogen, mit 4-16 Ährchen; Ährchen grün,
3-5blütig; Ährchenachse behaart; äußere Bltnspelze an der Spitze
3zähnig; Blattscheide am Rande langhaarig; Blatthäutchen fehlend, dafür
eine Haarreihe
_Sieglíngia_ 349
-- Rispenäste während der Blütezeit abstehend; Ährchen bräunlich,
glänzend, meist 3blütig, die beiden unteren Bltn nur mit Stbblätt., die
obere mit einem Stempel und 2 Stbblätt. Pfl. kahl, nach Waldmeister
duftend (besonders getrocknet)
_Hieróchloa_ 341
_16._ (14.) Ährchen grün, groß (weit über 1 cm l.); Rispenäste zur
Blütezeit abstehend. Gebauter Hafer
_Avéna_ 347
-- Ährchen mehr od. weniger braunrot, viel kleiner, 2blütig, mit
einer verkümmerten Blüte (Fig. 818); Kelchspelzen ungleich-weißhäut.
berandet; äußere Bltnspelze derb; Rispe einseitswendig, etwas
überhängend (Fig. 817); Blattscheiden geschlossen. Wälder
_Mélica_ 350
_17._ (13.) Grannen kurz, zwischen den Spelzen versteckt od. sie nur
wenig überragend (die Bltn scheinen bei oberflächlicher Betrachtung
unbegrannt). (Vergl. Fig. 790 u. 810)
_22_
-- Grannen weit aus den Bltn hervorragend
_18_
_18._ Ährchen 8-20 mm lang. Haferähnliche Pfl.
_20_
-- Ährchen 2-5 mm lang, meist 2blütig
_19_
_19._ Obere Blüte des Ährchens nur mit Stbblätt., unter der Spitze
begrannt, untere Blüte mit Stbblätt. und Stempel, unbegrannt (jedes
Ährchen trägt deshalb nur eine Granne); Halm an den Knoten meist
rauhhaarig
_Holcus_ 346
-- Beide Bltn des Ährchens mit Stbblätt. und Stempel; äußere
Bltnspelzen 2spitzig od. 4zähnig, auf dem Rücken od. am Grunde begrannt
(jedes Ährchen deshalb mit 2 Grannen); Halm an den Knoten kahl; Blätt.
borstig
_Aira_ 346
_20._ Die unt. Blüte des 2blütigen Ährchens nur mit Stbblätt., mit
langer, geknickter Granne (Fig. 789), die obere auch mit Stempel,
unbegrannt (seltener begrannt); Kelchspelzen ungleich, äußere 1-,
innere 3nervig; Fr. behaart
_Arrhenathérum_ 347
[Illustration: Fig. 789.]
-- Alle Bltn des Ährchens mit Stbblätt. und Stempel[46], in der Regel
alle begrannt
_21_
_21._ Ährchen ziemlich klein (kaum 1 cm l.); Frkn. kahl; Fr. längl.,
nicht gefurcht, von den Spelzen lose umschlossen
_Trisétum_ 348
-- Ährchen über 1 cm lang; Frkn. an der Spitze behaart; Fr. spindelf.,
längsgefurcht, von den Spelzen fest umschlossen
_Avéna_ 347
_22._ (17.) Granne an der Spitze keulenf. verdickt, am Knie bärtig
(Fig. 790); Stbbeutel dunkelbraun; Ährchen grauweiß, oft rot
überlaufen; Rispe vor und nach der Blütezeit zusammengezogen; Blätt.
borstl. Sandpfl.
_Weingaertnéria_ 346
[Illustration: Fig. 790.]
-- Granne an der Spitze nicht keulenf. verdickt, in der Mitte nicht
bärtig
_23_
_23._ Ährchen 3blütig, die 2 unteren Bltn nur mit Stbblätt., die obere
stets unbegrannte auch mit Stempel; Narbe an der Spitze der Blüte
hervortretend (Fig. 794); Stengel meist nur unten beblätt.; Ährchen
glänzend braun. Pfl. glatt, getrocknet duftend
_Hieróchloa_ 341
-- Ährchen 2blütig, entweder alle Bltn begrannt od. doch die obere
_19_
_24._ (12.) Ährchenachse kahl od. kurzhaarig
_26_
-- Ährchenachse zwischen den Bltn langhaarig
_25_
_25._ Blatthäutchen längl.; Narben ungefärbt; Kelchspelzen anfangs
etwa so lang als die Bltn, ungleich; äußere Bltnspelze 7nervig,
stachelspitzig gezähnt; Blätt. sehr rauh. Seltenes, hohes,
schilfartiges Ufergras, mit großer, lockerer Rispe
_Scolóchloa_ 353
-- Blatthäutchen in eine Haarreihe aufgelöst; Narben purpurn;
Ährchenachse mit langen, schneeweißen Haaren; äußere Bltnspelzen
linealisch-pfrieml., lang zugespitzt, viel länger als die inneren;
Kelchspelzen 3nervig; Ährchen bis 1 cm lang, meist braunrot. Schilf.
_Phragmítes_ 349
_26._ Ährchen auf dem Rücken ~abgerundet~, zusammengedrückt od.
stielrund
_29_
-- Ährchen auf dem Rücken mehr od. weniger ~scharf gekielt~,
zusammengedrückt
_27_
_27._ Rispe meist dicht geknäuelt, gelappt (Ährchen büschelig gehäuft),
meist einseitswendig; äußere Bltnspelze stachelspitzig od. begrannt;
Blattscheiden geschlossen
_Dáctylis_ 351
-- Rispe nicht geknäuelt, meist locker; äußere Bltnspelzen nicht
begrannt; unt. Rispenäste meist zu 2-5
_28_
_28._ Ährchen 3-8blütig; Rispenäste 2zeilig (d. h. ihre Ansatzstellen
am Stengel liegen in 2 Reihen); äußere Bltnspelze mit 5, oft kaum
wahrnehmbaren Nerven; Ährchenachse bei der Reife mit den Fr. abfallend;
Blatthäutchen vorhanden
_Poa_ 351
-- Ährchen 8-20blütig (selten weniger); Rispenäste am Stengel spiralig
angeordnet; äußere Bltnspelze 3nervig, bei der Reife allein abfallend,
während die innere nebst der Ährchenachse bleibt; Blatthäutchen in eine
Haarreihe aufgelöst
_Eragróstis_ 349
_29._ Ährchen breit, rundl., am Grunde fast herzf., bunt, an dünnen
Stielen hängend (Fig. 791); Bltnspelzen abgerundet, stumpf, am Grunde
herzf., unbegrannt
_Briza_ 351
[Illustration: Fig. 791.]
-- Ährchen eif., längl., lanzettl. od. linealisch
_30_
_30._ Narben purpurn; Ährchenachse kurzhaarig; Ährchen klein, meist
blau; Kelchspelzen 1nervig, wenig kürzer als die gleichlangen
Bltnspelzen; Rispe zusammengezogen; Halm sehr steif, nur am Grunde
knotig
_Molínia_ 349
-- Narben ungefärbt; Ährchenachse kahl
_31_
_31._ Äußere Bltnspelze an der Spitze begrannt od. zugespitzt
_34_
-- Äußere Bltnspelze an des Spitze abgerundet od. gestutzt
_32_
_32._ Blattscheiden der ganzen Länge nach mit ihren Rändern verwachsen;
Ährchen 4-11blütig (Fig. 792); äußere Bltnspelze meist hervortretend
7nervig; Kelchspelzen 1nervig. Kräftige Wassergräser
_Glycéria_ 353
-- Blattscheiden wenigstens bis zur Mitte gespalten; äußere Bltnspelze
undeutlich nervig od. 3nervig (im letzteren Falle das Ährchen 2blütig)
_33_
[Illustration: Fig. 792.]
_33._ Ährchen meist 2blütig, etwa 2 mm l., oft violett,
zusammengedrückt; äußere Kelchspelze eif.; äußere Bltnspelze mit
starken Kiel- und Randnerven; Blattscheiden in der unt. Hälfte
geschlossen. Zartes, 30-60 cm hohes Ufergras
_Catabrósa_ 350
-- Ährchen 4-6blütig, meist stielrund; äußere Bltnspelze undeutlich
5nervig, oberwärts trockenhäutig; Narben sitzend; Blattscheiden bis
fast zum Grunde gespalten. Salzpflanze
_Festúca_ 354
_34._ (31.) Narben od. Griffel dem Frkn. beträchtlich unt. der Spitze
des Frkn. eingefügt; äußere Bltnspelze oft 2spalt., unbegrannt od.
zwischen den Zähnen oder unter der Spitze begrannt; Rispenäste
abwechselnd 2reihig gestellt; Blattscheiden meist ganz geschlossen
_Bromus_ 355
-- Narben od. Griffel dem Frkn. an der Spitze eingefügt; äußere
Bltnspelze unbegrannt od. an der Spitze begrannt; Rispenäste nur 2
Seiten der 3kantigen Hauptachse eingefügt, daher einseitswendig
_35_
_35._ Kelchspelzen 1nervig; äußere Bltnspelze hervortretend 7nervig,
unbegrannt; Ährchen 7-11blütig, lang-zylindrisch; Rispe lang und
schmal, ihre Äste zur Blütezeit abstehend, vorher und nachher
angedrückt; Blattscheiden geschlossen. Ausläufertreibendes, 45-120 cm
hohes Wassergras
_Glycéria_ 353
-- Äußere Kelchspelze 1-, innere meist 3nervig; äußere Bltnspelze fast
stets schwachnervig, spitz, oft begrannt; Ährchen 3- bis mehrblütig,
seitlich zusammengedrückt; Blattscheiden meist ganz offen
_Festúca_ 354
1. _Zea_ L., Mais. XXI.
Stammt aus Amerika, jetzt vielfach angebaut. 6. 7.
Türkischer Weizen, _Z. mays_ L.
2. _Andropógon_ L., Bartgras. III.
Steinige Wegränder, trockene Anhöhen, sehr zerstr. in Mittel- und
Süddeutschl. 7-9.
_A. ischǣmon_ L.
3. _Tragus_ Desfontaines, Stachelgras. III.
Sandige Orte. 6. 7. Aus Südeuropa selten mit fremdem Samen eingeführt
_T. racemósus_ Desfontaines
4. _Pánicum_ L., Hirse. III.
_1._ Scheinähren an der Spitze des Stengels fingerf. genähert, mit
bandf. Achse; Bltn unbegrannt $(_Digitária_)$
_3_
-- Ährchen in zusammengesetzter Rispe od. in mehr od. weniger traubig
gestellten Scheinähren
_2_
_2._ Ährchen in traubig gestellten, einseitswendigen Scheinähren
(Fig. 784b); Kelchspelzen auf den Nerven kurz steifhaarig, die 3.
stachelspitzig od. begrannt; Blätt. und Stengel glatt, kahl. 7. 8.
Äcker, Gartenland, Schutt, nicht selten
Hühner-H., _P. crus galli_ L.
-- Ährchen lang gestielt, in reichblütiger, überhängend. Rispe;
Kelchspelzen kahl; Blattscheiden mit langen, abstehenden Haaren. 6-9.
Gebaut
Echte H., _P. miliáceum_ L.
_3._ Blätt. nebst den Scheiden kahl, am Grunde der Blattfläche meist
ein Büschel Haare; Scheinähren zu 2-4; Ährchen elliptisch, weichhaarig;
3. Kelchspelze meist 5nervig. 7-10. Sandige Äcker, zerstr.
Faden-H., _P. lineáre_ Krocker
-- Blätt. nebst den Scheiden behaart; Scheinähren zu 4-8 (Fig. 784a);
Ährchen längl.-lanzettl.; 3. Kelchspelze kahl, am Rande flaumig od.
selten $(var. _ciliáre_ Retzius)$ steifhaarig gewimpert, meist 7nervig.
7-10. Bebauter Boden, meist nicht selten, stellenweise fehlend
Blut-H., _P. sanguinále_ L.
5. _Setária_ P. B., Fennich, Borstenhirse. III.
_1._ Bltnspelze deutlich querrunzlig; Borsten zuletzt fuchsrot, durch
vorwärts gerichtete Zähnchen sehr rauh; Ährchen 3 mm l.; Pfl. graugrün.
7-10. Sandfelder, häufig, im Norden zerstr.
Gelbhaariger F., _S. glauca_ P. B.
-- Bltnspelzen fein punktiert; Borsten meist grün; Ährchen 2½ mm lang
_2_
_2._ Ährenrispe am Grunde meist unterbrochen; Borsten wenig zahlreich,
höchstens doppelt so lang als das Ährchen, durch rückwärts gerichtete
Zähnchen rauh[47] $(bei var. _ambígua_ Gussone sehr kurz und vorwärts
rauh)$. 7. 8. Bebaute Orte, nicht häufig
Wirtel-F., _S. verticilláta_ P. B.
-- Ährenrispe nicht unterbrochen, gedrungen; Borsten durch vorwärts
gerichtete Zähnchen rauh, das Ährchen weit überragend
_3_
_3._ Ährenrispe fingerdick, reichährig, gelappt, oben meist
überhängend; Narben gelbl.; Borsten gelbl. oder schwarz. 7. 8. Zuweilen
gebaut
Welscher F., _S. itálica_ L.
-- Ährenrispe bleistiftdick, nicht gelappt, stets aufrecht; Borsten
grün. 7. 8. Äcker, Gärten, häufig
Grüner F., _S. víridis_ P. B.
6. _Orýza_ L., Reis. III.
Gräben, Ufer, sehr zerstr. $(_Leersia oryzoídes_ Swartz)$. 8. 9.
_O. clandestína_ A. Br.