In dieser Familie hat allerdings eine ungünstige Häufung
stattgefunden, erstens indem in zwei aufeinanderfolgenden
Generationen je zwei Personen mit latenter Taubheitsanlage
geheiratet haben und zweitens, indem in beiden Familien mehr als
die Hälfte der Kinder taub sind, obwohl die Wahrscheinlichkeit für
jedes einzelne nur 1/4 beträgt. In der entfernteren Verwandtschaft
sind noch fünf weitere Fälle vorgekommen; nirgends aber findet sich
in diesem Verwandtschaftskreise das Übel bei Eltern und Kindern
zugleich. Nur wenn zwei Personen mit derselben Art idiotypisch
bedingter Taubstummheit einander heiraten, ist nach der Theorie des
rezessiven Erbganges zu erwarten, daß auch alle Kinder taubstumm
werden. Das veranschaulicht folgender Stammbaum:
[Illustration: Fig. 33.