Und Ethel lachte! Bei Tisch war sie in prächtigster Laune.
Sie speisten an einem großen, runden Mahagonitisch, der zwei Meter im
Durchmesser maß und den Ethel selbst täglich mit Blumen schmückte.
Lloyds Kopf erschien grotesk, wie ein brauner Mumienschädel, zwischen
den Bergen von Blüten. Ethel war unausgesetzt um den Vater bemüht. Er
durfte nur essen, was sie ihm erlaubte, und lachte kindisch, wenn sie
ihm etwas verweigerte. Alles, was ihm schmeckte, hatten ihm die Ärzte
verboten.
Sein Gesicht verzerrte sich vor Vergnügen, als ihm Ethel etwas
Hummermayonnaise vorlegte.
»Heute wollen wir nicht so streng sein, Dad,« sagte sie, »weil Herr
Allan zu Gast ist.«
»Kommen Sie recht oft, Allan,« gluckste Lloyd. »Sie behandelt mich
besser, wenn Sie hier sind.«
Bei jeder Gelegenheit, die sich bot, gab Ethel Allan zu verstehen, wie
erfreut sie über seinen Besuch sei.
Nach Tisch nahmen sie den Kaffee in einem hohen Saal, der einem
Palmenhaus ähnlich sah. In einem kolossalen echten Renaissancekamin,
einem wundervollen, kostbaren Werk, glühten täuschend nachgeahmte große
Buchenscheite. Irgendwo plätscherte ein unsichtbarer Springbrunnen. Es
war hier so dunkel, daß man einander nur in den Umrissen sah. Lloyd
mußte seine entzündeten Augen schonen.
»Singe uns etwas, Kind,« sagte Lloyd und rauchte eine große, schwarze
Zigarre an. Diese Zigarren wurden speziell für ihn in Havanna
angefertigt und waren der einzige Luxus, den er sich erlaubte.