Während sie die Kleider ablegte, saß S. Woolf regungslos im Sessel und
starrte vor sich hin. »Wenn Maud Allan noch am Leben wäre, so hätte
ich eine Hoffnung!« dachte er. Und er saß und sein Unglück brütete
dunkel über ihm. Als er nach einiger Zeit aufblickte, sah er Juliska
ausgekleidet, halb in die Portiere gewickelt, unter der Türe stehen. Er
hatte sie ganz vergessen gehabt.
»Komm näher, Juliska.« Juliska trat einen Schritt vor. Die rechte Hand
hielt noch immer die Portiere fest, als wolle sie die letzte Hülle
nicht aufgeben.
S. Woolf betrachtete sie mit Kennerblicken und der nackte Mädchenkörper
brachte ihn auf andere Gedanken. Obwohl noch nicht siebzehn Jahre alt,
war Juliska doch schon ein Weibchen. Ihr Becken war breiter, als die
Kleider ahnen ließen, ihre Schenkel runde Säulen, ihre Brüste klein
und fest. Ihre Haut war dunkel. Wie aus Erde gebacken und in der Sonne
getrocknet war sie.
»Kannst du tanzen?« fragte S. Woolf.