Er stieg in den Car. »~Riverside-Drive!~«

Der Chauffeur, der kaum das Gesicht seines Herrn mit einem Blick

gestreift hatte, dachte: >S. Woolf ist fertig!<

Zusammengeduckt, grau, mit eingesunkenen Augen saß Woolf im Wagen,

ohne etwas zu hören, zu sehen. Er fror vor kaltem Schweiß und kroch in

seinen Mantel zurück, wie ein Tier in die Muschel. Dann und wann dachte

er, bittern Ekel auf dem Mund: »Er hat mich kalt niedergemacht. Er hat

mich _geschächtet_!« Etwas anderes vermochte er nicht zu denken.

Es wurde Nacht und der Chauffeur hielt an und fragte, ob er nicht nach

Hause fahren solle.

S. Woolf dachte angestrengt nach. Dann sagte er mit tonloser Stimme:

»Hundertzehnte!«

Das war die Adresse Renées, seiner momentanen Mätresse. Er hatte

niemand, mit dem er reden konnte, keinen Freund, keinen Bekannten, und

so fuhr er zu ihr.

Woolf befürchtete, sich vor dem Chauffeur verraten zu haben und riß

sich zusammen. Vor Renées Haus stieg er aus und sagte gleichmütig und

etwas herrisch wie immer: »Sie warten!«

Der Tunnel: Roman · 第 22 / 42 题