»Ach, meine frühere Rückkehr stört wohl dein Programm?«
»Laß mich in Ruhe! Du bringst mich in eine Situation --«
»Erst möchte ich wissen, in welche Situation du mich bringst? Wer ist
das Kind?«
Nach den letzten Worten ging der Baron auf Berta zu. Die Kleine wich
vor dem großen, drohenden Mann entsetzt zurück und klammerte sich an
Frau Grunow.
»Laß sie, August! Was fällt dir denn ein? Ist das die Art -- --«
»Erst will ich wissen, wer das Kind ist!«
»Nun ja, also! Es ist mein Kind! Mein Kind!! Damit du's ganz genau
weißt!«
»Was?! Das bringst du mir ins Haus?! Das wagst du mir vor Augen zu
bringen?!«
»Lächerlich! Du brutaler Mensch! Was soll denn das arme Kind davon
denken?«
»Ich bin brutal?! Ich bin --?!«
Er packte die Kaffeekanne und schmetterte sie auf die Steinfliesen
der Küche. Jetzt riß Berta sich los und stürzte angstvoll die Treppe
hinunter. Frau Grunow folgte ihr, so schnell es ging. Noch auf dem
Hof hörten sie die wütende Mannesstimme und das Klirren der Scherben.
An einem Parterrefenster erschien eine erschrockene, uralte Dame.
Die Portiersleute standen blaß im Hausflur. Frau Grunow hatte Berta
eingeholt und lief mit ihr auf die Straße hinaus. -- »Das will nu 'n
vornehmer Mann sein!« flüsterte sie. »Das will nu 'n vornehmer Mann
sein!«
»Wer ist es denn?!« fragte Berta mit zitterndem Munde.
»Na, der Baron! Der Mann von deiner Mutter!«
»Der Mann von meiner Mutter? Und ich? Ich bin dran schuld?«