»Und in meinem! Ich darf doch annehmen, daß unsere Sinne konform
gehen?«
»Wir haben uns lange nicht gesehen, Onkel.«
»Du hast recht, Viktor. Wir haben uns allzulange nicht gesehen.
Deshalb bin ich jetzt zu dir gekommen.«
»Wirklich, meinetwegen, Onkel?«
»Wirklich deinetwegen! Ich bin ein alter Mann. Und du bist meine
Zukunft, Viktor. Ich kann es gar nicht erwarten, daß du Anwalt wirst.
Die Geschäfte wachsen mir über den Kopf. Damit kann nur eine neue,
junge Kraft fertig werden. Und es bleibt dabei -- sobald du da bist,
ziehe ich mich zurück und übergebe dir alles. Mein Gott, freue ich
mich auf die paar Ruhejahre!«
Es war bewegend, diesen starken Mann zum erstenmal so sprechen zu
hören. Viktor entzog sich dem Eindruck nicht, wenn er auch wußte, was
der Wein tat.
»Onkel, was an mir liegt,« erwiderte er feierlich -- »du wirst mich
mit allem, was ich bin, bereit finden. Aber ich möchte dir bei dieser
Gelegenheit auch aussprechen -- --«