Alles wollen sie begreifen,
Alles wollen sie verstehn;
Alles schneiden sie in Streifen,
Um -- zusammen sie zu nähn;
Und was wider ihre Lehren
Ist wahrhaftiglich geschehn,
Soll das offne Ohr nicht hören,
Nicht das offne Auge sehn.
Nicht allein mit den obenstehenden Versen möchten wir die zunächst
folgende Erzählung einer bis zur Erscheinung gesteigerten Einwirkung der
Seele auf die Seele einleiten. Mit der bloßen Behauptung oder Verwerfung
einer Ansicht oder Erfahrung, die von der gewöhnlichen Meinung, von dem
alltäglichen Gange der Dinge abweichen, ist Nichts gewonnen. Auch von
den Gründen, welche unsere Erfahrung einer solchen Einwirkung in eine
leere Täuschung aufzulösen streben, müssen wir bekennen, daß sie ihre
Kraft bisher noch nicht an uns bewiesen haben, so zweifelnd-prüfend wir
uns auch auf diesem dunkeln Felde der höheren Seelenkunde bewegen.
Hold's Versuch, sich eine nicht abzuleugnende Thatsache für seinen
Glauben annehmlicher zu machen, teilt die gewöhnliche Eigenschaft
solcher Versuche, er ist Grau in Grau gemalt, erklärt das Wunderbare
durch das Wunderbare. Doch benutzen wir ihn gern, wenn auch nur zu einer
bescheidenen Einleitung in dieses Kapitel.
»Ist nicht so Vieles in unserm Geiste,« sagte er, »das über die
gewöhnlichen Gesetze des Denkens und Empfindens hinaus ist? Oeffnet die
Andacht nicht Tiefen in unserer Brust, die wir ohne sie ganz übersehen?
und sind die Perlen und Edelsteine, die sie aus diesen Tiefen zieht,
nicht von einer Art, daß unser Wissen und Verstehen jede Schätzung
aufgeben muß? Die Andacht aber ist in ihrer höchsten Blüte Einswerden
mit Gott, ein Verschmelzen unseres Geistes mit Seinem Geiste, also, daß
wir absterben unserm früheren selbsteigenen Geistesleben, und in Gott
leben, weben und sind, wodurch wir fähig werden, zu denken, zu fühlen
und zu handeln über unsere sonstige Kraft weit hinaus, weil die Kraft
Gottes in dem Schwachen mächtig ist. Wie nun die Liebe zu Gott solches
Wandeln auf Höhen, zu denen unsere gewöhnlichen Gaben nicht
hinaufreichen, möglich macht, so auch öffnet die irdische Liebe uns Wege
vom Herzen zum Herzen, auf die kein uns ohne diese Liebe bekanntes
Seelenvermögen hinweist. Es gibt auch hier eine Sprache und Mitteilung,
die eben wie die Andacht nur in einzelnen Momenten ihre Hieroglyphe in
das Buch unseres Lebens hineinschreibt. In Augenblicken, in welchen wir
uns selbst ganz vergessen, und all' unser Denken und Empfinden in die
Seele des geliebten Gegenstandes hineinversenken, wird die Ferne zur
Nähe und die Trennung zur Gemeinschaft; und unsere Bitten, Warnungen,
Seufzer und Grüße werden Gedanken und Empfindungen der geliebten Seele,
und damit sie nicht als eigene Träume unbeachtet bleiben, kleiden sie
sich auch wohl in das Gewand sichtbarer Gestalten, hörbarer Worte, die
aber nur eine Abspiegelung der auf solche Art geweckten Vorstellungen
sind, daher nicht in die Sinne der diesen fremden Personen fallen. Es
sind Erkennungen, denen ähnlich, mit welchen wir uns droben in den
ewigen Hütten wiedererkennen, wenn die Seele mit dem neuen Leibe
überkleidet wird, von dem unsere irdische Hülle nur der gröbere Schatten
ist. Doch werden diese Wechselwirkungen der Seelen auf einander wohl nur
da möglich sein, wo eine Liebe ist, nicht allein der vollsten Hingebung
fähig, sondern auch in derselben durch langes Erkennen und innige
Verschmelzung der Gedanken und Empfindungen erprobt und bewährt.«
Nun zu unserer Erzählung.
Godber und Idalia saßen in der Abenddämmerung dieses Tages, der für die
Hallig ein Tag der schmerzensreichsten Trauer zu werden drohte, neben
einander in der Stube ihrer Wohnung. Das Gespräch zwischen ihnen stockte
oft, eben weil Beide sich Mühe gaben, es zu unterhalten.
So geschieht es immer, wenn zwei Menschen zusammen sind, die Etwas auf
dem Herzen haben, worüber eine gegenseitige Erklärung notwendig ist,
diese Notwendigkeit auch erkannt, aber die offene Erklärung vermieden
wird, weil man von ihr ein Resultat fürchtet, das noch unangenehmer die
Seele berührt, als die drückende Empfindung der Ungewißheit und
Unentschiedenheit es thut.
Idalia verbarg ihre Verstimmung nur wenig, während Godber sich ernstlich
anstrengte, alle mögliche Weichheit und Zärtlichkeit in seine Worte und
sein Benehmen zu legen. Getrennt waren die Herzen schon. Erloschen war
fast ganz das Feuer der Liebe; nur daß Beide sich noch nicht überwinden
konnten, dies einander oder auch sich selbst nur recht zu gestehen;
Idalia nicht, weil ein gewisses Mitleid mit dem Jüngling, der sein Leben
für sie gewagt und ihr die Verlobte geopfert, noch in ihrer Brust sich
regte, und dies Gefühl dem schwachen Rest ihrer Neigung ein Gewicht
lieh, das er eben nur durch diese fremdartige Zugabe noch hatte. Godber
wagte nicht, über seine Empfindung klar zu denken, weil er das Kleinod,
für welches er so viel gegeben, nicht fahren lassen wollte, obgleich er
eingesehen, daß es ihn nicht glücklich mache, und weil ihm graute vor
der Leere eines Herzens, das zwischen der weggeworfenen und der zur
Täuschung gewordenen Lebenshoffnung in der Mitte stände.
Als eben wieder eine lange Pause eingetreten war, öffnete sich plötzlich
die Thüre, und die Pastorin, eine ganz unerwartete Erscheinung in diesem
Hause, stand bleich und bebend vor den Erstaunten.
»Godber,« sagte sie hastig, »Godber! ich beschwöre Dich, nimm Dein Boot
und fahre dem Schiff entgegen. Sie sind in Gefahr, mein Gatte ist in
Gefahr. Um eines armen unglücklichen Weibes willen, erbarme Dich,
Godber, und fahre hinaus.«
Dabei hatte sie seine Hand ergriffen mit dem flehendsten Ausdruck der
furchtbarsten Angst, und war im Begriff, vor ihm niederzusinken, als
Godber aufsprang und die halb ohnmächtige Frau auf seinen Stuhl sich
setzen ließ.
»Beruhigen Sie sich, Frau Pastorin!« rief er. »Ich will Alles thun, was
Sie wünschen. Ist irgend eine Nachricht da?«
Auch Mander, der jetzt aus dem Nebenzimmer trat, in welchem er bei den
Büchern, die ihm Licht geben sollten in der Dämmerung seines Glaubens,
geweilt hatte, fragte erschreckt über die Angst der Pastorin, woher sie
von der Gefahr des Schiffes wisse?
»O Ihr fragt, ihr glaubt nicht!« klagte diese händeringend, »und
unterdessen versinkt mein Gatte in den Fluten. Ihr saht ihn nicht, wie
ich ihn sah. An mein Fenster klopfte sein Finger. Ich eilte freudig vor
die Hausthür. Er stand da. Ich sah sein Gesicht so hell im Nebel. Ich
wollte ihn umarmen und in's Haus führen. Aber da flossen seine Züge
auseinander, und wie sie verschwammen, hörte ich den Seufzer: »mein
armes, armes Weib!« O Godber, hab' Erbarmen und fahre hinaus. Ich will
mit Dir, ich bin stark genug zum Rudern. Du weißt nicht, wie stark die
Frau und Mutter ist, die für den Gatten kämpft.«
Vergebens bemühte sich Mander, die Verstörte auf die Macht der
Einbildungskraft hinzuweisen, und wie natürlich es sei, daß ihre Liebe,
die jede Abwesenheit des geliebten Mannes so schwer ertrüge, ihr
allerlei schreckhafte Bilder vorgaukele, die ihren Grund nur in ihrer
Sehnsucht nach dem Abwesenden hätten, und in dem vielleicht in der
Einsamkeit zu weit verfolgten Gedanken: wie, wenn er einmal von solcher
Reise nicht wiederkehrte? Vergebens sprach Godber zu ihr vom Winde, vom
Wetter, von der Flut, wie durchaus keine Gefahr denkbar sei, aber eine
Verzögerung notwendig hätte eintreten müssen. Die Pastorin setzte diesem
Allem immer wieder die ihr gewordene Erscheinung entgegen. Sie gab genau
an, was sie vorher bis zu dem Augenblick dieses Gesichtes gedacht und
gethan, sie erklärte, gerade in jenem Momente nur ein heiteres Bild der
Heimkehr vor der Seele gehabt zu haben, und sprach mit solcher
Sicherheit der Ueberzeugung und solcher bestimmten Ausmalung der
kleinsten Umstände, daß wenigstens der offene Widerspruch verstummte. Ja
Godber, der mit den meisten Seeleuten die Empfänglichkeit für den
Glauben an geheimnisvolle Einwirkungen und wunderbare Vorbedeutungen
teilte, hatte kaum noch einen Zweifel daran, daß hier etwas dergleichen
sich kund gebe. Als daher bei der Pastorin die Angst um den Gatten wie
eine für kurze Zeit mühsam zurückgehaltene Flut wieder alle ihre
Gedanken und Empfindungen überwogte und sie mit den herzzerreissendsten
Jammertönen ihn anflehte: »Godber, rett' ihn, rett' ihn!« beeilte er
sich, ihren Bitten zu willfahren. Mander und Idalia begleiteten aber die
von der Sorge um ihren Gatten gequälte Frau, bei der nun, da sie ihren
Zweck erreicht hatte, eine Erschöpfung aller Kräfte eintrat, und die
doch nicht länger von ihrem Kinde entfernt bleiben wollte, nach Hause,
während Godber mit den beiden Seeleuten, seinen früheren
Schiffsgenossen, an den Strand ging und sein Boot bestieg.
Glücklicherweise lag dieses, da es am nächsten Morgen zur Ueberführung
einiger Kisten von der geborgenen Ladung auf ein Frachtschiff gebraucht
werden sollte, auf einer Stelle, von der sie, wiewohl die Flut eben erst
das Gestade benetzte, gleich fortrudern konnten; und obschon der Nebel
noch wenig gesunken war, fanden sie doch das Schiff, das sie suchten,
bald auf, da der Eine der Matrosen es kurz vor dem Eintritt der hohlen
Ebbe hatte vor Anker gehen sehen. Als ihr lauter, mit kurzen
Unterbrechungen vom ersten Gewahren des Schiffes an fortgesetzter Ruf
unbeantwortet blieb; als sie auf das Verdeck, in die Kajüte hinabstiegen
und keine Seele antrafen, da blieb kein Zweifel übrig, daß die
Unglücklichen, die auf dem Fahrzeuge gewesen waren, irgendwo auf dem
Schlick umherirrten, oder vielleicht schon dem anschwellenden Meere zur
Beute geworden waren. Wo sie suchen? Nach welcher Gegend hin das Boot
wenden? Godber stand eben mit diesen Fragen auf dem Verdeck, sah mit dem
angestrengtesten Blick, als könnte er die dichten Dünste mit seinem Auge
durchspähen, rings umher und hörte das Plätschern der Wellen um den Kiel
mit einem Grausen, als stände er, selber ein ratloses Opfer, mitten in
den andrängenden Fluten; da -- »Horch! was war das?« riefen alle drei
Männer auf einmal. Es kam durch den Nebel hin wie ein pfeifender Schrei
aus weiter, weiter Ferne her. Wir wissen, daß es Oswald's gellender
Angstruf war, und auch jene glaubten darin einen Hülferuf der Gesuchten
zu hören. Sie wurden freilich wieder zweifelhaft, als ihr vereintes
Geschrei keine Antwort brachte, obwohl sie es mehrmals wiederholten.
Doch da jede Richtung, die sie hätten einschlagen können, gleich ungewiß
war, so zogen sie die Richtung vor, von welcher sie jenen Ton vernommen.
Rasch ruderten sie vorwärts, wechselten oft, um immer mit gleicher Kraft
den Lauf des Bootes zu beschleunigen, hielten nur zuweilen einige
Augenblicke an, um auf eine Antwort auf ihren Ruf zu horchen. Da diese
aber immer ausblieb, da die Flut schon so hoch gestiegen war, daß in der
Gegend, wo sie sich befanden, es kaum noch denkbar schien, die
Unglücklichen, wenn sie sich hieher verirrt hätten, am Leben zu finden,
und da, obgleich der Nebel nicht mehr die Aussicht hinderte, die Fläche
des Meeres, so weit sie übersehen werden konnte, nur das ununterbrochene
Spiel der Wellen im Sternenlicht zeigte, so beschlossen sie, noch einmal
alle Kraft zu einem gemeinsamen Ruf zu vereinen, und dann eine andere
Richtung zu nehmen.
Wir kehren jetzt zu Denen zurück, die wir in der äußersten Todesgefahr
verließen. Ihre Kraft, dem immer höher anschwellenden Meere zu
widerstehen und sich gegen die wogende Flut aufrecht zu halten, nahm
mehr und mehr ab. Wäre der Wind nicht so ganz still gewesen, dann würden
sie schon längst ihren Tod gefunden haben. Die Begeisterung, welche Hold
und durch seine Ansprache auch die beiden Männer von der Hallig über die
Not des Augenblickes emporgetragen, war in eine schweigende, fast
bewußtlose Ergebung übergegangen, während in Oswald's Brust bei völliger
Erstarrung des Körpers alle Schrecken des kommenden Gerichts forttobten,
und das vergebliche Ringen nach irgend einem Gnadenworte ihn bis zur
wahnsinnigen Verzweiflung hinaufmarterte. Wohl hatte er in seinen
früheren Lebensverhältnissen zu Denen gehört, welche sich in den
Gesetzen äußerlicher Ehrbarkeit bewegen, wenn sie auch die Grenzen
dieser äußerlichen Ehrbarkeit so weit stecken, daß allerlei sogenannte
natürliche Schwachheitssünden mit hineinpassen; wohl hatte er in dem ihm
nie versagten Titel eines liebenswürdigen, gefälligen, unterhaltenden
jungen Mannes das Ziel aller Forderungen, die an ihn gemacht werden
könnten, erreicht geglaubt, und dennoch -- jetzt diese schreckliche
Leere und Blöße im Angesicht der Einigkeit! Warum ließ ihn denn das
»gute Herz,« dessen er sich doch in allen einzelnen ernsteren
Augenblicken sonst so wohl zu getrösten wußte, nun so ganz ohne Trost
und Hoffen? Seine Freundlichkeit gegen Jedermann, seine Teilnahme für
Anderer Wohl und Wehe, seine Bereitwilligkeit, ihr Bestes zu fördern,
sein Fleiß in seinem Berufe, ja selbst seine Rührung in, früher
wenigstens, nicht so ganz seltenen Momenten beim Aufblick zum
Sternenhimmel, beim Lesen schöner Stellen in Dichterwerken, wodurch er
sein weiches, empfängliches Gemüt bekundet, konnte ihm solcher Ruhm
jetzt nicht helfen in der Nähe des Todes? Warum wich dies Alles so scheu
nun aus seinem Gedächtnis hinweg, daß er es herzerren mußte in seine
Erinnerung, und es dennoch, wenn er darauf haften wollte, gleich einem
flüchtigen Schatten wieder entschwunden merkte? Warum lag trotz diesem
Allen sein Leben vor ihm wie eine nackte, dürre Haide, auf der kein
Blümchen sich pflücken ließ für die Ernte, die jetzt nach seiner Aussaat
fragte? Waren doch Tausende noch lange nicht wert, ihm gleichgestellt zu
werden, und Tausende so tief versunken in Sünde und Schande, daß er
gegen sie noch ein Heiliger genannt werden konnte; und doch -- warum
wendete der Herzenskündiger, den ja die Frommen als den Gott der Liebe
und der Gnade bezeichnen, nicht das Flammenschwert des Gerichtes von ihm
ab, das ihm die Seele durchschnitt und das innerste Mark seiner Kraft
verzehrte? Warum rollte, ein immer näher kommender Donner, vor seinem
Ohr das furchtbare: Verloren! Verloren!?
Könnten auch Dir vielleicht, lieber Leser, wenn Gott ähnliche
Schreckensstunden über Dich verhängte, gleiche Fragen den letzten Kampf
schwer machen?
Dieser Kampf schien für die von den Fluten fast Bedeckten gekommen.
»Herr, in Deine Hände!« rief Hold, und glaubte das letzte Wort für sich
und seine Gefährten gesprochen zu haben; da -- da scholl ein mächtiger
Ruf über die Wasser hin und zuckte durch die Seelen Derer, die schon
jede Lebenshoffnung aufgegeben, wie ein Auferstehungsgruß. Aber eine
lange Minute voll Entzücken und voll Angst ging darüber hin, ehe sie zu
antworten vermochten. Die ersten Laute waren kaum mehr, als ein bloßes
Aufatmen aus den Tiefen der Brust und dienten nur dazu, die Furcht zu
wecken, daß ihre Stimme gar nicht hörbar werden würde. Zugleich war jene
schwer errungene Ergebung in Gottes Willen plötzlich mit jenem Ruf von
ihnen gewichen, und das volle Gefühl ihrer schrecklichen Lage, das
Gedächtnis der Lieben, die ihr Tod in Gram und Herzeleid versenken
würde, wieder in seiner ganzen Stärke zurückgekehrt. Endlich riß sich
mit der furchtbarsten Anstrengung aus jeder Brust ein Schrei los, der
weithin gellte, und der, da das Band der Zunge einmal gelöst war, fast
ununterbrochen fortdauerte, ja immer stärker wurde, je näher die
Antworten tönten. Und nun hob es sich dort wie eine schwarze Woge und
rauschte heran ein Boot, getrieben von starken Ruderschlägen, welche die
im Sternenlicht blitzenden Wassertropfen wie ein Feuerregen von sich
sprühten. Ein wirres Jauchzen klang herüber, hinüber. Schauer des
höchsten Entzückens rieselten durch die Gebeine der dem Leben
Wiedergegebenen. In sehnsüchtiger Erwartung streckten sie schon von fern
ihre Arme dem Nachen entgegen, der, von der begeisterten Kraft seiner
Ruderer getrieben, je näher dem Ziel mit desto rascherem Fluge durch die
Wellen schäumte. Jetzt war er bei ihnen. Der Freudenruf der Retter
verschmolz mit dem Jubel der Geretteten, und bald trug das eben im
letzten Augenblick Erlösung bringende Boot froh die dem Meere
entrissenen Opfer dem heimatlichen Heerde zu.