»Au! (ich sprang eben so rasch wieder auf) O, weh!«
Was denn, was denn?
»Du hast Dich auf meinen Kranz gesetzt. Ich habe mir so viel Mühe damit
gegeben! Nun hast Du ihn zu Schanden gedrückt!«
Liebes, liebes Malchen, ich hab' es nicht gerne gethan!
»Ja, man müßte Dich nicht kennen!« (sie sah böse aus)
Wahrhaftig nicht, liebes Malchen! Soll ich schwören? (sie wandte sich
lächelnd um, ich nahm sie bey der Hand) Sind Sie noch böse?
»Ja!«
Aber Sie lachen doch!
»Wer? Ich? (sie stellte sich ernsthaft) Das Lachen ist mir nicht so nahe!«
Sie platzte auf einmal in ein helles Gelächter aus, und ich stimmte mit
ein, und wälzte mich im Grase umher. Sie setzte sich.
»Louise würde sich recht über den Kranz gefreuet haben,« sagte sie, »wenn
Du ihn nicht verdorben hättest. Nun darf ich ihn ihr nicht einmal anbieten.
Sieh hier -- hier fehlt eine Blume -- da hat er eine zerknickt -- die hier,
hängt nur noch -- Ach! ich will auch in meinem Leben nichts mehr machen,
wenn ich weiß, daß Du nicht weit bist!«
Liebes, liebes Malchen, nicht mehr thun!
»Ja, dann denkt er, damit ists ausgemacht!«