Waitwell. Sara. Betty. Norton.
Sara. Es wird dich nach meiner Antwort verlangen, guter Waitwell.
Sie ist fertig, bis auf einige Zeilen.--Aber warum so bestürzt? Man
hat es dir gewiß gesagt, daß ich krank bin.
Waitwell. Und noch mehr!
Sara. Gefährlich krank?--Ich schließe es mehr aus der ungestümen
Angst des Mellefont, als daß ich es fühle.--Wenn du mit dem
unvollendeten Briefe der unglücklichen Sara an den unglücklichern
Vater abreisen müßtest, Waitwell?--Laß uns das Beste hoffen! Willst
du wohl bis morgen warten? Vielleicht finde ich einige gute
Augenblicke, dich abzufertigen. Itzo möchte ich es nicht imstande
sein. Diese Hand hängt wie tot an der betäubten Seite.--Wenn der
ganze Körper so leicht dahinstirbt wie diese Glieder--Du bist ein
alter Mann, Waitwell, und kannst von deinem letzten Auftritte nicht
weit mehr entfernet sein--Glaube mir, wenn das, was ich empfinde,
Annäherungen des Todes sind--so sind die Annäherungen des Todes so
bitter nicht.--Ach!--Kehre dich nicht an dieses Ach! Ohne alle
unangenehme Empfindung kann es freilich nicht abgehen. Unempfindlich
konnte der Mensch nicht sein; unleidlich muß er nicht sein--Aber,
Betty, warum hörst du noch nicht auf, dich so untröstlich zu bezeigen?
Betty. Erlauben Sie mir, Miß, erlauben Sie mir, daß ich mich aus
Ihren Augen entfernen darf.
Sara. Geh nur; ich weiß wohl, es ist nicht eines jeden Sache, um
Sterbende zu sein. Waitwell soll bei mir bleiben. Auch du, Norton,
wirst mir einen Gefallen erweisen, wenn du dich nach deinem Herrn
umsiehst. Ich sehne mich nach seiner Gegenwart.
Betty (im Abgehn). Ach! Norton, ich nahm die Arzenei aus den Händen
der Marwood!--