4. Erik und der Bauer

Als Erik Pfarrer in Vogsosar war, wohnte in seinem Sprengel ein Bauer,

der nie die Kirche besuchte, und der, um den Pfarrer zu ärgern, an den

Feiertagen stets zum Angeln hinausruderte, sobald das Wetter es nur

einigermaßen erlaube.

Einmal mußte der Pfarrer zur Kirche, um Gottesdienst abzuhalten. Da

richtete der Bauer es so ein, daß er gerade dabei war, sich seine

Lederhosen anzuziehen, als der Pfarrer bei ihm vorbeiging.

Der Pfarrer fragte den Bauern, ob er nicht auf seine Bitte heute dem

Gottesdienst beiwohnen wolle. Der Bauer antwortete nein und begann, die

Lederne anzuziehen. Der Pfarrer verließ ihn, hielt den Gottesdienst ab

und ging nach der Kirchzeit denselben Weg heimwärts. Da traf er den

Bauern, der immer noch auf derselben Stelle stand und nur das eine

Bein hatte in die Hose stecken können. Der Pfarrer meinte, daß er wohl

einen guten Fang getan habe, da er schon wieder an Land gekommen sei.

Der andere schämte sich sehr, als er den Hergang erzählen mußte, daß

er dort gesessen habe, seitdem sie sich getrennt hätten. Er bat nun

den Pfarrer, ihn zu befreien. Der Pfarrer sagte; »Wenn du schon jetzt

findest, daß dir der Teufel zu stark ist, wie soll es dann später

werden?« Der Pfarrer gebot darauf dem Teufel, den Bauern fahren zu

lassen. Er wurde befreit und besuchte von diesem Tage an fleißig die

Kirche.

Isländische Märchen und Volkssagen · 第 122 / 145 题